Die Hisagawa Maru (jap. ) war ein japanischer Kombifrachter, der im Zweiten Weltkrieg (Pazifikkrieg) als Truppentransporter eingesetzt wurde. Es war eines von 131 gebauten Einheiten des Standardschiff-Typs 2A. Das Schiff wurde von Kawasaki Kisen Kaisha (“K” Line) geordert und von Mitsubishi Jūkōgyō in Hiroshima gebaut. Der Stapellauf fand 1943, die Indienststellung 1944 statt.

Die Hisagawa Maru gehörte dem Konvoi Mo-Ta-30 an, der am 1. Januar 1945 von Moji (Kyūshū) auslief und Takao (Formosa) zum Ziel hatte. Von dort aus sollten die transportierten Güter auf die umkämpften Philippinen gebracht werden. Weitere Schiffe des Konvois waren die An’yō Maru (), die Meihō Maru (), die Rashin Maru (), die Daiga Maru () sowie die Tanker Hikoshima Maru (), San’yō Maru (), Tatsuyō Maru () und Manju Maru (). Als Geleitschutz wurde der Konvoi von vier Geleitschiffen (Kaibōkan CD-26 (oder 112), 36, 39, 67) sowie vier kleineren Patrouillenbooten eskortiert. Die Hisagawa Maru transportierte Militärfahrzeuge, Pferde, sowie um die 3500 Mann der 3. Transporteinheit der 19. Division des japanischen Heeres. Auch die An’yō Maru transportierte Soldaten.

Der Verband blieb nahe der chinesischen Küste, um unentdeckt nach Süden zu gelangen. Am 8. Januar wurde der Geleitzug jedoch in der nördlichen Formosastraße von einem amerikanischen U-Boot-Wolfpack, bestehend aus USS Barb (Cdr Fluckey), USS Picuda (LtCdr Shepard) und USS Queenfish (Cdr Loughlin), gesichtet und angegriffen. Die Tatsuyō Maru explodierte sofort nach einem Treffer, die An’yō Maru wurde samt dem Großteil der Soldaten an Bord versenkt; die San’yō Maru, die Hikoshima Maru und die Manju Maru wurden schwer beschädigt und liefen auf Grund. Auch die Hisagawa Maru wurde getroffen und beschädigt. Der Konvoi brach auseinander, ein Teil der Schiffe versuchte Keelung zu erreichen; die Hisagawa Maru und die Rashin Maru sowie zwei oder drei Geleitschiffe fuhren hingegen weiterhin in Richtung Takao.Eugene B. Fluckey (Befehlshaber der USS Barb): Thunder Below!: The USS Barb Revolutionizes Submarine Warfare in World War II, University of Illinois Press, 1997, S. 239ff

Am Morgen des nächsten Tages (9. Januar) wurden die verbliebenen Schiffe von Flugzeugen der Task Force 38, der amerikanischen Haupt-Trägerflotte, die sich zu diesem Zeitpunkt zur Unterstützung der Landung auf Luzon zwischen den Philippinen und Formosa befand, ins Visier genommen und bombardiert. Die Hisagawa Maru wurde schwer getroffen und drohte zu sinken. Der Verband versuchte nun die nahegelegenen Pescadoren zu erreichen, doch gegen Mittag wurde die Hisagawa Maru durch einen weiteren Luftangriff 25 Meilen westlich von Tainan versenkt; 2117 (nach anderen Angaben 2283) Soldaten, 84 Bordschützen und alle 86 Matrosen kamen ums Leben. Mo-Ta-30 wurde damit zu einem der verlustreichsten japanischen Konvois.Bob Hackett, Sander Kingsepp, Peter Cundall, combinedfleet.com: IJN Escort CD-36 und IJN Escort CD-67Jürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen: Chronik des Seekrieges 1939–1945, Bibliothek für Zeitgeschichte, WLB, 2007; VERLUSTE JAPANISCHER HANDELSSCHIFFE, Januar 1945

Die verbliebenen Schiffen erreichten Takao oder Keelung. Die Task Force 38 versenkte an diesem Tag noch eine Reihe weiterer Schiffe um Formosa und stieß am nächsten Tag ins Südchinesische Meer vor, um im Rahmen der Operation Gratitude japanische Stützpunkte in Indochina zu bombardieren.

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Einzelnachweise

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