Im Folgenden werden sämtliche Untersuchungsausschüsse des Deutschen Bundestags seit 1949 aufgelistet. Dabei wird eine Unterteilung nach den einzelnen Wahlperioden vorgenommen, um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten. Weiter wird der Ausschuss namentlich benannt, sein Untersuchungsauftrag erwähnt und der Zeitraum, in dem seine Beratungen stattfanden, aufgelistet.

Der Vorsitz fällt analog zu den ordentlichen Ausschüssen zunächst der größten Fraktion zuAusnahme: 1. Wahlperiode; damals ging der Vorsitz im ersten Untersuchungsausschuss an die SPD., danach in der Reihenfolge des Zugriffsrechts durch das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren den anderen Fraktionen.Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages, Band II, Bonn 1999, S. 2185–2202. Bis Ende 2019 gab es 61 Untersuchungsausschüsse. Dabei wurde 15-mal der Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss eingesetzt.

1. Wahlperiode (1949–1953) Es gab neun Untersuchungsausschüsse:

Untersuchungsausschuss „Einfuhren in das Vereinigte Wirtschaftsgebiet und in das Gebiet der Bundesrepublik“ (1950) Untersuchungsausschuss „zur Überprüfung der Verhältnisse auf dem Gebiete des Kraftstoffvertriebs“ (1950) Untersuchungsausschuss „zur Prüfung der im Raume Bonn vergebenen Aufträge“ (1950–1951) 4. Untersuchungsausschuss („Grubenkatastrophe auf Zeche Dahlbusch“) (= sogenannter Dahlbusch-Ausschuss) (1950) 5. Untersuchungsausschuss („Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Hauptstadtfrage Bonn-Frankfurt“) (= sogenannter Spiegel-Ausschuss) (1950–1951)https://dserver.bundestag.de/btd/01/022/0102274.pdf Untersuchungsausschuss „Entwendung vertraulicher Dokumente aus dem Kanzleramt, sog. Kaiser-Fall“ (1951–1953)https://dserver.bundestag.de/btd/01/026/0102655.pdf 7. Untersuchungsausschuss („Prüfung von Missständen in der Bundesverwaltung“) (= sogenannter Platow-Untersuchungsausschuss) (1951–1952)https://dserver.bundestag.de/btd/01/026/0102657.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/01/030/0103081.pdf 8. Untersuchungsausschuss („(Weiter-)Beschäftigung von ehem. NS-Funktionären im Auswärtigen Amt“) (1951–1952)https://dserver.bundestag.de/btd/01/034/0103465.pdf Untersuchungsausschuss „Prüfung der unzulänglichen Einstellung von Schwerbeschädigten bei den Bundesdienststellen“ (1952–1953)https://dserver.bundestag.de/btd/01/046/0104609.pdf

2. Wahlperiode (1953–1957) Es gab drei Untersuchungsausschüsse; 4 Konstituierungen des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss „Untersuchung Fall John“ (1954–1957)https://dserver.bundestag.de/btd/02/037/0203728.pdf 2. Untersuchungsausschuss „zur Bereinigung des Reichs- und Bundesrechts“ (1955–1957)https://dserver.bundestag.de/btd/02/014/0201404.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/02/037/0203703.pdf Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „Verfahren wegen der Äußerungen des Generalmajors Paul Herrmann am 13. August 1956 betr. Kriegsdienstverweigerer“ (1956)https://dserver.bundestag.de/btd/02/029/0202971.pdf 3. Untersuchungsausschuss „zur Prüfung von Vorgängen in der Einfuhr- und Vorratsstelle für Fette“ (1956–1957)https://dserver.bundestag.de/btd/02/035/0203596.pdf Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „Arbeitsgemeinschaft Demokratische Kreise“ (1957)Simons, Wolfgang, Das parlamentarische Untersuchungsrecht im Bundesstaat, Berlin, 1991, S. 231. Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „Bestechungsaffäre im Bundeswehrbeschaffungsamt Koblenz“ (1957) Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „über das Verfahren wegen der gegen die Abgeordneten Berendsen, Dr. Blank (Oberhausen) und von Manteuffel (Neuß) erhobenen Vorwürfe“ (1957)https://dserver.bundestag.de/btd/03/000/0300005.pdf

3. Wahlperiode (1957–1961) In der 3. Wahlperiode gab es weder Untersuchungsausschüsse noch hat sich der Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss konstituiert.

4. Wahlperiode (1961–1965) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse; 1 Konstituierung des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss („Fibag“) (1962)https://dserver.bundestag.de/btd/04/006/0400639.pdf 2. Untersuchungsausschuss („Telefon-Abhöraffäre“) (1963–1964)https://dserver.bundestag.de/btd/04/005/0400512.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/04/021/0402170.pdf Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „Weitergabe von Geheimdokumenten aus dem Verteidigungsausschuss“ (1963–1965)

5. Wahlperiode (1965–1969) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse; 1 Konstituierung des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss: Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss „Untersuchung des Unfalles und der damit zusammenhängenden Rettungsaktion von Oberleutnant Siegfried Arndt vom 18. Juli 1966“ (1966–1967)https://dserver.bundestag.de/btd/05/014/0501438.pdf 1. Untersuchungsausschuss („HS 30“) / sog. HS 30-Ausschuss (1967–1969)https://dserver.bundestag.de/btd/05/045/0504527.pdf 2. Untersuchungsausschuss „Staatsschutz und Spionageabwehr“ (1968–1969)https://dserver.bundestag.de/btd/05/042/0504208.pdf

6. Wahlperiode (1969–1972) Es gab einen Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss „Paninternational-Flug 112“ (1971–1972)https://dserver.bundestag.de/btd/06/038/0603830.pdf

7. Wahlperiode (1972–1976) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse: 1. Untersuchungsausschuss („Steiner-Wienand“) (1973–1974)https://dserver.bundestag.de/btd/07/018/0701803.pdf 2. Untersuchungsausschuss Guillaume (1974–1975)https://dserver.bundestag.de/btd/07/032/0703246.pdf

8. Wahlperiode (1976–1980) Es gab einen Untersuchungsausschuss; zwei Konstituierungen des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 Grundgesetz (GG) „Spionagefalles Lutze/Wiegel“ (1977–1978)https://dserver.bundestag.de/btd/08/022/0802290.pdf 1. Untersuchungsausschuss („Abhöraffäre Strauß/Scharnagl“) (1978–1980)https://dserver.bundestag.de/btd/08/038/0803835.pdf Verteidigungsausschuss als 2. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „Untersuchung der Vorgänge im Zusammenhang mit den blutigen Krawallen anläßlich des öffentlichen Gelöbnisses von Bundeswehrsoldaten am 6. Mai 1980 im Bremer Weserstadion“ (1980)https://dserver.bundestag.de/btd/08/044/0804472.pdf

9. Wahlperiode (1980–1983) Es gab einen Untersuchungsausschuss; eine Konstituierung des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss:

Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „Kampfflugzeug MRCA/Tornado“ (1981–82)https://dserver.bundestag.de/btd/09/014/0901465.pdf 1. Untersuchungsausschuss „Rauschenbach“ (sogenannter Fall Rauschenbach) (1981–1983)https://dserver.bundestag.de/btd/09/008/0900853.pdf

10. Wahlperiode (1983–1987) Es gab vier Untersuchungsausschüsse; eine Konstituierung des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss („Flick-Affäre“) (1983–1986)https://dserver.bundestag.de/btd/10/050/1005079.pdf 2. Untersuchungsausschuss „Spionageabwehr während der Amtszeit von Bundesinnenminister Dr. Zimmermann“ (1985–1986)https://dserver.bundestag.de/btd/10/065/1006584.pdf Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „Zurruhesetzung des Generals Dr. Kießling“ (1984), siehe Kießling-Affärehttps://dserver.bundestag.de/btd/10/016/1001604.pdf 3. Untersuchungsausschuss („Neue Heimat“), Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft mbH, Hamburg“ (1986–1987)https://dserver.bundestag.de/btd/10/067/1006779.pdf 4. Untersuchungsausschuss („U-Boot-(Pläne)-Affäre“) (1986–1987)Peter Schindler: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1949 bis 1999. Baden-Baden, ISBN 3-7890-5928-5, Band 2, Kapitel 9.10, S. 2196.

11. Wahlperiode (1987–1990) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse; eine Konstituierung des Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss (U-Boot-Pläne) (1987–1990)https://dserver.bundestag.de/btd/11/061/1106141.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/11/081/1108109.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/11/081/1108176.pdf Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „Flugzeugunglück Ramstein“ (1988–1989)https://dserver.bundestag.de/btd/11/053/1105354.pdf 2. Untersuchungsausschuss „Atomskandal/Transnuklear“ (1988–1990)https://dserver.bundestag.de/btd/11/078/1107800.pdf

12. Wahlperiode (1990–1994) Es gab drei Untersuchungsausschüsse:Peter Schindler: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages, 1949 bis 1999. Baden-Baden, ISBN 3-7890-5928-5, Band 2, Kapitel 9.10, S. 2185. 1. Untersuchungsausschuss (Schalck-Golodkowski) (1991–1994)https://dserver.bundestag.de/btd/12/034/1203462.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/039/1203920.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/045/1204500.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/048/1204832.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/049/1204970.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/067/1206700.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/076/1207600.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/076/1207650.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/12/085/1208595.pdf 2. Untersuchungsausschuss (Treuhandanstalt) (1993–1994)https://dserver.bundestag.de/btd/12/084/1208404.pdf 3. Untersuchungsausschuss (HIV-Infektionen durch Blut und Blutprodukte) (1993–1994)https://dserver.bundestag.de/btd/12/085/1208591.pdf

13. Wahlperiode (1994–1998) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse; eine Konstituierung des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss: 1. Untersuchungsausschuss („Plutonium-Schmuggel“) (1995–1998)https://dserver.bundestag.de/btd/13/108/1310800.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/13/108/1310852.pdfhttps://dserver.bundestag.de/btd/13/109/1310909.pdf 2. Untersuchungsausschuss („DDR-Vermögen“) (1995–1998)https://dserver.bundestag.de/btd/13/109/1310900.pdf Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „rechtsextremistischen Vorkommnissen an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und an anderen Standorten der Bundeswehr“ (1998)https://dserver.bundestag.de/btd/13/110/1311005.pdf

14. Wahlperiode (1998–2002) Es gab einen Untersuchungsausschuss. 1. Untersuchungsausschuss („Parteispenden“) (1999–2002)https://dserver.bundestag.de/btd/14/093/1409300.pdf

15. Wahlperiode (2002–2005) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse: 1. Untersuchungsausschuss der 15. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zu „Äußerungen im Vorfeld der Bundestagswahlen am 22. September 2002 über den Bundeshaushalt, der Finanzlage der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sowie der Einhaltung der Stabilitätskriterien des EG-Vertrages und des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktsdurch den Bund“ (2002–2003)https://dserver.bundestag.de/btd/15/021/1502100.pdf 2. Untersuchungsausschuss der 15. Wahlperiode des Deutschen Bundestages zur „Visaerteilungspraxis seit 1998“ (2004–2005)https://dserver.bundestag.de/btd/15/059/1505975.pdf

16. Wahlperiode (2005–2009) Es gab zwei Untersuchungsausschüsse; eine Konstituierung des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss. 1. Untersuchungsausschuss der 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (BND) (2006–2009)https://dserver.bundestag.de/btd/16/134/1613400.pdf Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG (Kurnaz) (2006–2008) 2. Untersuchungsausschuss der 16. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (Hypo Real Estate) (2009)https://dserver.bundestag.de/btd/16/140/1614000.pdf

17. Wahlperiode (2009–2013) Verteidigungsausschuss als 1. Untersuchungsausschuss gem. Artikel 45a Absatz 2 GG „Luftangriff in Kunduz am 3./4. September 2009“ (2009–2011)https://dserver.bundestag.de/btd/17/074/1707400.pdf 1. Untersuchungsausschuss (Gorleben) (2009–2013)https://dserver.bundestag.de/btd/17/137/1713700.pdf 2. Untersuchungsausschuss (Terrorgruppe nationalsozialistischer Untergrund) (2012–2013)https://dserver.bundestag.de/btd/17/146/1714600.pdf