Gottfried Hansjakob (* 1937) ist ein deutscher Landschaftsarchitekt.

Werdegang Nach dem Besuch der Gartenbauschule in Wien Schönbrunn war Gottfried Hansjakob als Mitarbeiter im Büro der Landschaftsarchitekten Günther Schulze in Hamburg tätig. Im Jahr 1962 machte sich Gottfried Hansjakob mit einem eigenen Büro für Landschaftsarchitektur in München selbständig, in diesem Jahr trat auch sein Bruder Anton „Toni“ Hansjakob (1943–2016Traueranzeige Toni Hansjakob, Süddeutsche Zeitung, Ausgabe vom 6. August 2016.) in die Bürogemeinschaft ein.

Das Büro nahm in seiner gesamten Zeit von 1962 bis 2000 an über 200 Architekturwettbewerben teil, bei denen es mit 80 ersten Preisen sowie mit etwa 60 weiteren Preisen und Ankäufen ausgezeichnet wurde. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die Gestaltung des Rheinauenparks in Bonn zur Bundesgartenschau 1979 und deren Rahmenpläne.

Ab dem Jahr 2000 wurde die Tätigkeit des Büros aus Altersgründen eingestellt und auf wenige Projekte beschränkt. Diese wurden mit Hilfe ehemaliger Mitarbeiter im Rahmen ihrer Selbstständigkeit realisiert. Im Jahr 2007 erhielt Gottfried Hansjakob die Ehrenmitgliedschaft für sein Lebenswerk im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA).

Werke (Auswahl) 1970–1980: Bonn, Rheinauenpark im Zuge der Bundesgartenschau 1979 (mit Heinrich Raderschall; Architekt der Hochbauten: Ernst van Dorp; Bauherr: Stadt Bonn)Bonn Rheinauenpark, Landschaftsarchitektur heute. 1971–1972: Augsburg, Kanuslalom der Olympischen Sommerspiele 1972, landschaftliche Einbindung der Kanustrecke (Bauherr: Olympia Baugesellschaft)Kanuslalom der Olympiade 1972 in Augsburg, Landschaftsarchitektur heute. 1971–1974: München, Stadtteil Perlach, Neuer SüdfriedhofNeuer Südfriedhof München Perlach, Landschaftsarchitektur heute. 1973–1976: Hamburg, Stadtteile Billwerder und Allermöhe, zweiphasiger städtebaulicher Wettbewerb (ausgelobt durch die Freie und Hansestadt Hamburg) – Erste Phase: 2. Preis; Zweite Phase: 1. PreisHamburg Billwerder – Allermöhe, Landschaftsarchitektur heute. 1976–1978: München, Stadtteil Oberföhring, Freizeitgelände „Isarinsel Oberföhring“ (mit der Stadtgartendirektion) 1980–1983: München, städtebaulicher und landschaftlicher Rahmenplan für den Norden der Stadt (im Auftrag der Landeshauptstadt München).Städtebaulicher und landschaftlicher Rahmenplan für den Münchner Norden, Landschaftsarchitektur heute. 1983: München Westpark: Haupteingang mit Forum, Gärtnermarkt und Ausstellungshallen für die Internationale Gartenbauausstellung 1983 (IGA) 1986–1990: Siedlung Sprengerinstraße, Puchheim (Architekt: Manfred Kovatsch, Mitarbeiter: Andreas Meck und Dieter Keller) 1985–1989: Köln, Westliche Ringstraße von Kaiser-Wilhelm-Ring bis Zülpicher Platz, Neugestaltung des Straßenraums (mit Ernst van Dorp)Köln Westliche Ringstraße, Landschaftsarchitektur heute.Klaus Uhlig; Architekten- und Ingenieurverein Köln e. V. (Hrsg.): Das weitergestaltete Köln. In: Köln. Seine Bauten 1928–1988. J.P. Bachem Verlag, Köln 1991, ISBN 3-7616-1074-2, S. 136–150. 1987–1992: Frankfurt am Main, Zoologischer Garten, Landschaftszoo am Niederurseler Hang (Auslagerung einer Zooabteilung) – 1. Preis und Auftrag für VorentwurfZooabteilung mit Standort am Niederurseler Hang - Frankfurt am Main, Landschaftsarchitektur heute. 1988: Köln, Stadtteil Müngersdorf, Neugestaltung des Rudolfplatzes im Rahmen des „Jahr der Plätze“ (mit Ernst van Dorp) 1989–1990: München, Stadtteil Ramersdorf-Perlach, Umgestaltung des Pfanzeltplatzes 1989–1994: München, Stadtreparatur am Altstadtring im Zuge des Neubaus der Bayerischen StaatskanzleiMünchen Rückbau Altstadtring, Landschaftsarchitektur heute. 1990: Bonn, Ortsteil Ramersdorf/Oberkassel, städtebauliches Konzept für das ehemalige Zementwerksgelände (mit Ernst van Dorp; 1. Preis eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs)Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.); Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 170 f. 1990: München, Stadtteil Neuperlach, Brunnen am Dietzfelbingerplatz 2001–2003: Bonn, Forschungszentrum caesar, landschaftliche Einbindung des Gebäudes in den RheinauenparkDie Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.); Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 80. (online PDF). 2007–2008: Bonn, Rheinauenpark, ErweiterungDrei Störfaktoren blockieren den Park-Ausbau, General-Anzeiger, 2. Januar 2004.Der Rheinauenpark wird bis zum Langen Eugen vergrößert, General-Anzeiger, 12. Juli 2004.Guter Abschluss, General-Anzeiger, 24. Juli 2007.

Veröffentlichungen Gottfried Hansjakob: Hofgarten, Finanzgarten, Englischer Garten, Die Zusammenführung der drei Gärten. Franz Schiermeier Verlag, München 2020 ISBN 978-3-948974-08-4.

Literatur Nicola Borgmann und Marco Goetz (Hrsg.): Perlen. Ausgewählte Freiräume in München. Franz Schiermeier Verlag, München 2020, ISBN 978-3-9813190-5-7, mit Beiträgen von Nicolette Baumeister, Matthias Castorph, Johannes Ernst, Benedict Esche, Peter Haimerl, Gottfried Hansjakob, Benedikt Hartl, Andreas Hild, Thomas Jocher, Karl R. Kegler, Elisabeth Merk, Dionys Ottl, Ritz Ritzer, Amandus Sattler, Karin Schmid, Martin Schnitzer, studioeuropa, Christiane Thalgott, Ludwig Wappner, Westner Schührer Zöhrer, Sophie Wolfrum, Tochtermann Wündrich, Max Otto Zitzelsberger

Weblinks Gottfried und Anton Hansjakob Landschaftsarchitekten – Büroprofil, Landschaftsarchitektur heute

Einzelnachweise Gottfried und Anton Hansjakob Landschaftsarchitekten – Büroprofil, Landschaftsarchitektur heute. , Mercator-Verlag.

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