Pomnitz ist seit dem 1. Juli 2009 ein Ortsteil der Gemeinde Lanitz-Hassel-TalStBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009 im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Bis zum 30. Juni 2009 gehörte Pomnitz zur selbstständigen Gemeinde Möllern.

Geografie Pomnitz befindet sich zwischen Apolda und Naumburg (Saale) zwischen dem Höhenrücken der Finne im Nordwesten und der Saale im Südosten. Der Ort liegt im Tal des Hasselbachs.

Geschichte Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Orts stammt aus dem Jahre 1144.Pomnitz auf S. 180 Ab Mitte des 13. Jahrhunderts geriet der Ort schrittweise in den Besitz des Klosters Pforta. Im Jahre 1360/66 entsagte der Bischof von Naumburg allen Rechten an Obermöllern, Niedermöllern, Pomnitz und Roßbach zugunsten des Klosters Pforta.Kleine Geschichten zur sächsisch-thüringischen Geschichte, Band 2, S. 148ff.Geschichte von Möllern Nach der Säkularisation des Klosters Pforta im Jahr 1540 gehörte Pomnitz von 1543 bis 1815 zum kursächsischen Amt Pforta.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34f. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis zur Auflösung des Kreises 1932 gehörte.

Die Gemeinde Möllern entstand am 20. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Obermöllern und Niedermöllern (mit Pomnitz). Seit dem Zusammenschluss der Gemeinden Möllern und Taugwitz am 1. Juli 2009 ist Pomnitz ein Ortsteil der neuen Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal.

Verkehr Drei Kilometer südlich der Ortschaft verläuft die Bundesstraße 87, die von Eckartsberga nach Naumburg (Saale) führt.

Religion Zum Kirchspiel MöllernDas Kirchspiel Möllern im Pfarrbereich Bad Kösen gehören die Kirchdörfer Niedermöllern und Pomnitz und das Pfarrdorf Obermöllern. Die ursprüngliche romanische Pomnitzer Kirche aus der Zeit zwischen etwa 1050 und 1150 war dem Evangelisten Johannes geweiht. Aus dieser Zeit existiert nur noch der Taufstein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und einem erneuten Brand 1710 wurde die baufällige Kirche abgerissen. Der Neubau der kleinen kapellenähnlichen St.-Johannes-Kirche in Pomnitz erfolgte 1719.Geschichte der Kirche Pomnitz

Literatur

Günter Kreisel / Heinz Leibnitz: Möllern Chronologischer Auszug aus der Geschichte der Gemeinde, Berücksichtigt wurden dabei die drei Dörfer Niedermöllern, Obermöllern und Pomnitz, Druckhaus Naumburg, Naumburg 2002. Bernhard Heinzelmann: Zwischen Königs- und Salzstraße - Unterwegs auf alten Straßen und Wegen, Ein kulturhistorischer Reiseführer durch den Burgenlandkreis, Biber-Verlag Sieglinde Schirmer, Bad Bibra. Weimardruck GmbH, Bad Bibra 1999, ISBN 3-9807025-0-2

Einzelnachweise

Weblinks

Website der Verbandsgemeinde Pomnitz auf der Website von Möllern

Kategorie:Ort im Burgenlandkreis Kategorie:Geographie (Lanitz-Hassel-Tal) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Burgenlandkreis) Kategorie:Ersterwähnung 1144