Jean-Pierre Dupuy (* 20. Februar 1941 in Paris) ist ein französischer Ingenieur, Epistemologe und Philosoph.

Leben Dupuy hat einen Ingenieurabschluss der École polytechnique und École des mines. Er ist Professor für Französisch und Forscher am Center for the Study of Language and Information (CSLI) der Universität Stanford. Bis 2006 unterrichtete er Sozialphilosophie, Politische Philosophie sowie Wissenschaftsethik an der École polytechnique. Er forschte zudem am Centre national de la recherche scientifique (CNRS).

In Petite métaphysique des tsunamis (deutsch etwa: „Kleine Metaphysik der Tsunamis“) von 2005 beschäftigt sich Dupuy anhand natürlicher und menschengemachter Katastrophen – auch hinsichtlich der Klimakrise – mit der Frage, weshalb exorbitante Gräueltaten in der Öffentlichkeit häufig als unumgänglich oder natürlich angesehen werden. Als Untersuchungsgegenstände zieht er das Erdbeben in Lissabon 1755, den Tsunami im Indischen Ozean 2004, sowie das Vernichtungslager Auschwitz und die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki heran.Petite métaphysique des tsunamis, Seuil, 2005 (ISBN 978-2-02-082169-8).

Dupuy ist Mitglied der Académie des technologies und der Académie catholique de France.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Ingenieur Kategorie:Person (Centre national de la recherche scientifique) Kategorie:Hochschullehrer (Stanford University) Kategorie:Hochschullehrer (Paris) Kategorie:Mitglied der Académie des technologies Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Mann