Das Junkers RTO (Rückstoßturbine Null)Hans-Ulrich Meier (Hrsg.): Die Pfeilflügelentwicklung in Deutschland bis 1945 (Die deutsche Luftfahrt Bd. 33). 2006, S. 214. war ein Axial-Strahltriebwerk mit mehrstufigem Verdichter und zweistufiger Turbine. Das Triebwerk wurde beim Junkers Maschinenbau in Magdeburg von Herbert Wagner entworfen und unter der technischen Leitung seines Assistenten Max Adolf Müller in einem Exemplar gebaut. Anfang 1939 erfolgten die ersten Prüfstandsläufe.

Im Oktober 1939 wechselte die Gruppe von 18 ehemaligen Mitarbeitern von Herbert Wagner, die mit der Entwicklung des RTO befasst waren, zu Heinkel über.Wolfgang Wagner: Die ersten Strahlflugzeuge (Die deutsche Luftfahrt Band 14). S. 29. Leiter der Gruppe bei Heinkel wurde Adolf Müller, der die Erfahrungen mit den Junkers-Triebwerken nutzte und weiterentwickelte.Ferenc A. Vajda, Peter Dancey: German Aircraft Industry and Production 1933–1945. Society of Automotive Engineers, 1989, S. 241. Das dort entwickelte Axialtriebwerk erhielt Ende 1939 die RLM-Baumusterbezeichnung 109-006 und die Heinkel-Werksbezeichnung He S 30.Kyrill von Gersdorff, Kurt Grasmann: Flugmotoren und Strahltriebwerke. 1995, S. 234. Die vereinzelt anzutreffende Behauptung, dass bereits das RTO die RLM-Nummer 109-006 trug, trifft damit nicht zu. (abgerufen am 26. Februar 2015)

Weblinks Ludwig Bölkow: Ein Jahrhundert Flugzeuge: Geschichte und Technik des Fliegens. S. 145(online)

Einzelnachweise

Kategorie:Strahltriebwerk RTO