Max Stirn (* 10. Mai 1880 in Köln; † 7. Mai 1916 in Nürnberg) war ein deutscher Architekt, der in seiner Heimatstadt Köln tätig war.

Leben Max Stirn studierte Architektur, legte nach einem Referendariat 1909 das zweite Staatsexamen ab und wurde zum Regierungsbaumeister (Assessor im öffentlichen Bauwesen) ernannt.Zentralblatt der Bauverwaltung. 29. Jahrgang 1909, Nr. 35 (vom 1. Mai 1909), S. 237. Den Titel Regierungsbaumeister a. D. führte er auch, nachdem er sich gegen eine Beamtenlaufbahn entschieden hatte und selbständig in Köln tätig war. Außerdem promovierte er zum Doktor-Ingenieur (Dr.-Ing.).

Stirn war Mitglied im Deutschen Werkbund sowie im Architekten- und Ingenieur-Verein für Niederrhein und Westfalen und in der Vereinigung für Kunst in Handel und Gewerbe Cöln.

Im Ersten Weltkrieg wurde Stirn für den Bau kriegswichtiger Industrieanlagen verpflichtet und starb 1916 an den Folgen einer während dieser Tätigkeit zugezogenen schweren Verletzung.

Werk Stirns Werk umfasst unter anderem Villen, Wohn- und Geschäftshäuser, Arbeitersiedlungen, Industrieanlagen und -bauten sowie Hotels in Deutschland und der Schweiz. Zu seinen bedeutendsten und umfangreichen Projekten gehörte die „Landhaus-Kolonie Sürth“ im gleichnamigen Kölner Stadtteil, die nach den Plänen Stirns von Sommer 1910 bis 1912 für die Cölner Gelände-Gesellschaft m.b.H. in offener Bauweise in den Straßen Ulmenallee, Rotdornallee und Ober Buschweg entstand. Sie ist eine von sehr wenigen nach einer einheitlichen Planung ausgeführten geschlossenen Villenbebauungen im Kölner Raum.

Bauten in Köln

Bauzeit Ortsteil Adresse Bild Objekt Maßnahme Anmerkungen 1910/1911 Sürth Ulmenallee 9 100px Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1910/1911 Sürth Ulmenallee 6/8 100pxweitere Bilder Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1910/1911 Sürth Ulmenallee 16/18 100pxweitere Bilder Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1910/1911 Sürth Ulmenallee 20/22 100pxweitere Bilder Doppelvilla in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1910/1911 Sürth Ober Buschweg 22 100px Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz um 1911 Sürth Ulmenallee 1 100pxweitere Bilder Wohnhaus in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1910–1912 Sürth Ulmenallee 10–14 100pxweitere Bilder Häusergruppe/Dreivillenzeile in der „Landhaus-Kolonie Sürth“ Neubau Denkmalschutz 1914 Deutz auf dem Ausstellungsgelände (Messegelände) Niederrheinische Weinschenke(im Ensemble „Niederrheinisches Dorf“)auf der Kölner Werkbundausstellung Georg Metzendorf (Hrsg.), Friedrich Becker, Fritz Enke: Das neue niederrheinische Dorf auf der Deutschen Werkbundausstellung in Köln 1914. Ernst Wasmuth, Berlin 1914, S. 49–52. nach Ausstellungsende abgebrochen 1914 Riehl Riehler Straße 173 100px Zoologischer Garten Köln: Freigehege mit Affenfelsen Neubau teilweise kriegszerstört

Bauten außerhalb von Köln Bauzeit StadtStadtteil Adresse Bild Objekt Maßnahme Anmerkungen 1911/1912 HamburgStellingen Högenstraße 114 100pxweitere Bilder Wasserturm Neubau Wahrzeichen des Stadtteils

Wettbewerbsentwürfe 1912/1913: (Wuppertal-) Barmen, Missionshaus auf der Hardt (Ankauf)Zentralblatt der Bauverwaltung, 33. Jahrgang 1913, Nr. 18 (vom 5. März 1913), S. 125. 1913: Varel, Wasserturm (Ankauf)Deutsche Bauzeitung, 47. Jahrgang 1913, Nr. 43 (vom 28. Mai 1913), S. 400. 1913: Köln, Stadtteil Ehrenfeld, evangelische Kirche mit Pfarrhaus und Volksschule (1. Preis und Beauftragung)Deutsche Konkurrenzen, vereinigt mit Architektur-Konkurrenzen, Seemann, 1913, S. vii.Deutsche Bauzeitung, 47. Jahrgang 1913, Nr. 98 (vom 6. Dezember 1913), S. 896. 1913: Immigrath, katholische Volksschule (3. Preis)Deutsche Bauzeitung, 48. Jahrgang 1914, Nr. 5 (vom 7. Januar 1914), S. 64.

Literatur Hans Vogts: Regierungsbaumeister Dr.-Ing. Max Stirn †. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 36. Jahrgang 1916, Nr. 64 (vom 9. August 1916), S. 432.

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen Wolfram Hagspiel: Villen im Kölner Süden. Rodenkirchen, Sürth, Weiss und Hahnwald. (mit Fotografien von Hans-Georg Esch) J. P. Bachem Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-7616-2488-3.

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