Die Moral der Ruth Halbfass (auch Die Ehegattin oder Bis daß der Tod euch scheidetwww.filmdienst.de.) ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1972. Unter der Regie von Volker Schlöndorff spielen Senta Berger und Helmut Griem die Hauptrollen.
Handlung In der Bundesrepublik Deutschland zu Beginn der 1970er Jahre. Ruth Halbfass, die Gattin eines erfolgreichen und wohlhabenden Miederwarenfabrikanten, beginnt sich in ihrem goldenen Käfig von Luxus und Eintönigkeit schwer zu langweilen. Ihr Ehemann, ein biederer, jovialer und etwas korpulenter Mann mittleren Alters, bedeutet für sie nur noch Routine und interessiert sich sehr viel mehr für das Geschäft als für seine lustbetonte Gattin. Über ihre Tochter Aglaia lernt Ruth eines Tages deren gutaussehenden, jungen und dynamischen Zeichenlehrer Franz Vogelsang kennen. Beide sind rasch voneinander angezogen und beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die sie bevorzugt in freier Natur ausleben.
Bald geraten die Dinge aus den Fugen. Franz will seine neue Eroberung nicht länger mit dem Langweiler Erich Halbfass teilen und plant, diesen hinterrücks beseitigen zu lassen. Dazu verdingt er ohne Ruths Wissen zwei üble Typen, die für ihn die Drecksarbeit erledigen und Erich ermorden sollen. Das Angebot der Spitzbuben Erich Halbfass gegenüber, diesen am Leben zu lassen, sollte er 5000 bis 8000 Mark zahlen, anstatt der mickrigen 2000 Mark, die Franz für den Mord zu zahlen bereit war, führt dazu, dass Erich die beiden Kleinganoven kurzerhand aus seinem Haus wirft. Dann aber erscheint Vogelsangs früh verhärmte Ehefrau Doris, mittlerweile ihrem allzu oft aushäusigen Gatten gegenüber misstrauisch geworden, und schießt Erich nieder. Doris wird verhaftet und erhängt sich schließlich in ihrer Gefängniszelle.
Produktionsnotizen Die Moral der Ruth Halbfass wurde an 25 Drehtagen zwischen dem 14. Juni und dem 19. Juli 1971 gedreht und am 14. April 1972 uraufgeführt. Drehorte waren Karlsruhe und Umgebung, der Odenwald und München.
Eberhard Junkersdorf hatte die Produktionsleitung, Schauspielerin Margarethe von Trotta assistierte ihrem Mann, dem Regisseur Schlöndorff. Hans Prescher hatte für den mitproduzierenden Hessischen Rundfunk die Redaktion. Hanna von Axmann-Rezzori sorgte für die Ausstattung und die Kostüme. Die Gesangseinlage stammt von Joseph Schmidt. Der bekannte Schnittmeister Claus von Boro beendete nach dieser Arbeit seine Tätigkeit als Spielfilmcutter.
Kritiken
Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.
Einzelnachweise
Weblinks
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