Der Hagenbach ist ein auf dem Hauptstrang 14,4 km langer Bach im Landkreis Ansbach im westlichen Bayern, der bei Leutershausen von rechts und Westnordwesten in die obere Altmühl mündet.
Geographie Verlauf Der Hagenbach entsteht auf der Frankenhöhe dicht am Weiler Speierhof der Gemeinde Gebsattel, deren namengebender Hauptort schon jenseits der nahen Europäische Hauptwasserscheide zwischen Donau und Rhein liegt. Die mündungsfernste und zugleich höchste, aber unbeständige Quelle des hier Speierhofgraben genannten Baches in der weiten Flurbucht um den Speierhof zwischen den bewaldeten Bergen Spitaleck im Nordosten und Kohlplatte im Südwesten entspringt rund 600 Meter südwestlich des Weilers auf etwa an einem Hangwaldeck. Von hier läuft der Bach nordöstlich auf den Weiler zu und vereint sich in der Mitte der Bucht auf wenig unter mit einem kürzeren Quellgraben aus Westnordwesten. Danach beginnt der Bach seinen bis zur Mündung als Hagenbach in die Altmühl sehr richtungsbeständigen Lauf nach Ostsüdosten.
Nicht ganz auf halbem Weg zwischen dem Speierhof und dem Dorf Schönbronn von Buch am Wald läuft der Bach über die Gemeindegrenze, passiert hier die rechts am Hang liegenden zwei Straßenseen und wird dann von der St 2249 gequert. Ab hier wird er nun Froschbächlein genannt. Nach dem Eintritt ins Weichbild von Schönbronn läuft ihm der erste Zulauf von fast einem Kilometer Länge von rechts zu; hier speist ein kurzer linker Abzweig den zentralen Dorfweiher. Unterhalb des Dorfes passiert er die rechts an einem abgezweigten Mühlgraben liegenden Gebäude der Einöde Froschmühle. Wenig danach quert ihn die Straße von Gastenfelden nach Morlitzwinden, wonach von links aus einer Flurbucht im Nordwesten um Geslau-Ober- und Geslau das fast fünf Kilometer lange Hirtenbachl mündet, nach Länge (3,8 km) wie Einzugsgebiet ein dem Hagenbach etwa gleichwertiger linker Oberlauf im Bachsystem.
Hiernach wird das Froschbächlein teilweise Leimbach genannt. Dieser nimmt bald den Deutschbach aus dem Bucher Wald von links auf und fließt an der am linken Ufer liegenden Bucher Leimbachsmühle vorbei. Etwas abwärts in Hagenau mündet sein einzugsgebietsreichster und fast fünf Kilometer langer Zufluss Gastenfelder Bach aus dem Westen, der südlich des namengebenden Gastenfelden mit seinen rechten Zuläufen eine große, bis Schillingsfürst-Stilzendorf reichende Erosionsbucht ausgeräumt hat, was ihm ein dem Leimbach nahekommendes Teileinzugsgebiet verschafft hat.
Mit dem Zusammenfluss von Leimbach und Gastenfelder Bach entsteht nun der auf seinem Namensabschnitt nur noch knapp acht Kilometer lange Hagenbach, dem allein noch ein bedeutender Bach zuläuft, nämlich der Berbersbach. Dessen Quellen liegen am Nordrand des Bucher Waldes und auf seinem insgesamt südöstlichen Lauf durchquert er den Gemeindesitz Buch am Wald und mündet dann weniger als einen Kilometer ostsüdöstlich von Hagenau beim Weiler Berbersbach. Dicht am Südsüdwestrand des linken Höhenwaldes Weidlach entlang durchquert der Hagenbach nun den schon zu Leutershausen gehörenden Weiler Clonsbach, zweigt dann einen langen linken Mühlgraben ab, passiert den Weiler Lenzersdorf am rechten Hangfuß und nimmt dann an der Untreumühle den Nebenlauf wieder auf. Er mündet anschließend zwischen dem dazu gehörigen Pfarrdorf Jochsberg ober- und der näher unterhalb gelegenen Stadt Leutershausen von rechts und in nach wie vor ostsüdöstlichem Lauf auf knapp in die obere Altmühl.
Einzugsgebiet Der Hagenbach hat ein Einzugsgebiet von nicht ganz 35 km² Größe. Es hat ungefähr die Gestalt eines 11 km weit von der Kohlplatte über der Speiergrabenquelle ostsüdöstlich zur Mündung in die Altmühl auslaufenden, nicht ganz gleichschenkligen Keils, der an der westlichen Basis etwa 7 km breit ist. An der linken, nordöstlichen Wasserscheide grenzt vom Frankenhöhe-Trauf am Wildenhofer Ranken südostwärts bis in die Umgegend von Buch am Wald das Einzugsgebiet des großen aufwärtigen Altmühl-Zuflusses Kreuthbach an, danach schiebt sich bis zur Mündung in die Altmühl das Entwässerungsgebiet kleinerer Zuflüsse zu dieser dazwischen. An der südlichen Wasserscheide liegt bald das Einzugsgebiet des wiederum recht großen Erlbacher Mühlbach an, der in selber Richtung wie Kreuthbach und Hagenbach selbst zur Altmühl läuft. An der Südwestecke des Einzugsgebietes entspringen dicht jenseits der hier mit über das Höhenmaximum im Gebiet erreichenden Wasserscheide deren großer Zufluss Sulzach und in Schillingsfürst die Wörnitz.
Die westliche Wasserscheide ist zugleich Europäische Hauptwasserscheide zwischen Altmühl/Donau diesseits und Tauber/Main/Rhein jenseits. Auf dem größeren Teil der Strecke von Schillingsfürst im Süden bis etwa zur bei der Quelle erwähnten Kohlplatte konkurriert auf der anderen Seite der Wohnbach mit seinen Zuflüssen. Die Scheide ist hier teilweise durch in den alten danubischen Tälern voranschreitende rheinische Gewässeranzapfungen kaum merklich. Auf dem restlichen Stück bis zur Nordwestecke des Einzugsgebiets zurück sammelt jenseits der abwärtige Tauberzufluss Kirnberger Mühlbach seine Nebenbäche. Hier fällt das Terrain nach Westen hin meist steil ab.
Naturräumlich gehört das Einzugsgebiet ganz zur Frankenhöhe (Haupteinheit 114). Der größte Unterraum darin ist das von flacher Flurlandschaft bestimmte sogenannte Gastenfeldener Becken (114.12). Es gliedert sich in ein Teilbecken um die Oberläufe des Hagenbachs Froschbächlein mit Speierhofgraben und Hirtenbachl im Nordwesten einerseits sowie in ein weiteres um den Gastenfelder Bach mit seinen Zuläufen Rothbach und Traisdorfer Bach im Westsüdwesten, die dann wie die entwässernden Bäche nach Osten zu bei Hagenau zusammenlaufen und sich bis zur Mündung des Berbersbachs beim gleichnamigen Weiler so weit verengen, dass das noch folgende enge mittlere und untere Hagenbachtal zu einem der angrenzenden Teilräume gerechnet wird. Diese sind von Wäldern auf den Randhöhen bestimmt, die im Westen zur Rothenburger Hardt (114.10), im Nordwesten zur Bucher Höhe (114.14) und im Südwesten und Süden zu den Sulzach-Randhöhen (114.03) und einem Ostausläufer von ihr gehören und das Becken sehr geschlossen umringen. Merkliche Flurbrücken zu anschließenden offenen Landschaften gibt es im Nordwesten bei Oberbreitenau und Unterbreitenau zum Colmberger Becken (114.13) um den Kreuthbach und die obere Altmühl selbst, beim Schillingsfürster Schafhof zur Wettringer und Oestheimer Bucht (127.91) des im Westen unterhalb der Keuperstufe anliegenden Naturraums Hohenloher Ebene (Haupteinheit 127), daneben selbstredend den Flurschlauch entlang dem Hagenbach-Namenslauf bis zur Altmühl im Osten, der zur Bucher Höhe gerechnet wird.
Die größten Höhen im Einzugsgebiet liegen alle an der westlichen Wasserscheide oder dicht an dieser an der linken und rechten. Am Südwesteck auf dem Bergrücken, der sich von Schillingsfürst ostwärts zieht, werden über erreicht, zu Zeiten entspringt der Bronnenhaus-Quellast des Stilzendorfer Bachs nahebei fast auf dieser Höhe. Die Kohlplatte südwestlich von Speierhof ragt bis über auf, nördlich von Oberbreitenau erhebt sich die Hochfläche über dem Stiftsholz bis .
Den mit Abstand größten und zentralen Anteil am Einzugsgebiet hat die Gemeinde Buch am Wald. Im Süden, Südwesten und Westen gehört ein weiterer großer Teil zur Schillingsfürst, im Westen ein winziger zu Gebsattel, im Norden ein merklicher zu Geslau und der ebenfalls merklich große Mündungskeil ab dem mittleren Namenslauf des Hagenbachs im Osten zu Leutershausen.
Zuflusssystem Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen, jeweils von der Quelle zur Mündung, jeweils eingerückt unter dem Vorfluter. Gewässernamen, Gewässerlängen, Seeflächen und Höhen in der Regel nach dem BayernAtlas. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Hagenbachs am Ostrand von Buch am Wald-Hagenau auf etwa aus dem Zusammenfluss von Leimbach und Gastenfelder Bach. Leimbach, auch Froschbächlein genannt, westnordwestlicher, linker und Hauptoberlauf des Hagenbachs, auf dem Namensabschnitt ca. 2,9 km, auf dem Hauptstrang ab der Quelle des Speierhofgrabens 6,8 km und 12,1 km². Entsteht auf etwa etwa 0,7 km westsüdwestlich von Buch am Wald-Morlitzwinden aus dem Zusammenfluss von Froschbächlein und Hirtenbachl. Froschbächlein, rechter und Hauptoberlauf des Leimbachs, auf dem Namensabschnitt ca. 2,5 km, ab der Quelle des Speierhofbachs 3,8 km. und 4,1 km². Setzt ab der Unterquerung der St 2249 etwas nach der Gemeindegrenze von Gebsattel den vorigen Speierhofgraben fort. Speierhofgraben, Oberlauf des Froschbächleins, ca. 1,4 km. Entsteht auf etwa an einem Waldeck etwa 600 Meter südwestlich von Speierhof an der Gemeindegrenze von Gebsattel zu Schillingsfürst. Zulauf in Richtung der Talachse, von links und Westen auf etwa an einem kleinen Wäldchen südwestlich des Speierhofs, ca. 0,2 km. Zulauf, von rechts und Südwesten auf über am Feldweg von Speierhof nach Süden, ca. 0,6 km. Entsteht auf etwa am Hangwaldrand zum Gründle. 10px Durchläuft am Waldrand zwei Weiher, zusammen ca. 0,5 ha. 10px Zwei Weiher namens Straßensee auf etwa und etwa rechts am Waldrand gleich nach dem Übertritt auf die Gemeindegemarkung von Buch am Wald, ca. 0,8 ha und ca. 1,5 ha. Hier unterquert der Speierhofgraben auch die St 2249 und wird zum Froschbächlein. Zulauf, von rechts und Südwesten auf etwa am westlichen Dorfende von Schönbronn, ca. 0,9 km. Entsteht auf unter am Lerchenholz. 10px Durchläuft auf unter einen Weiher am Waldaustritt, ca. 0,1 ha. 10px Dorfweiher neben dem Lauf auf etwa , ca. 0,4 ha. Über einen kurzen linken Ast be- und entwässert. 10px Etliche Kleinteiche südlich am rechten Hang über dem Dorf im Golfpark Rothenburg-Schönbronn. 10px Nach Klärteichen schlängeliger Kontur abwärts des Dorfes auf etwa gleich danach Abgang nach rechts des aufgeweiteten Kanals zur Froschmühle und dessen Rücklauf. Hirtenbachl, linker Oberlauf des Leimbachs 3,8 km und 4,9 km². Entsteht auf etwa etwa 1,1 km nordwestlich von Geslau-Oberbreitenau tief in einer Flurbucht unter dem Wildenhofer Ranken. Verläuft durchweg südöstlich. Im Oberlauf bis Oberbreitenau führt der Bach nicht immer Wasser, ebenso einige auf dieser Strecke von der Seite zulaufende kurze Gräben. Zulauf, von rechts und Westen auf etwa kurz vor dem ersten Hof rechts des Weilers Unterbreitenau von Geslau, ca. 0,8 km. Entsteht auf etwa zwischen Feldern im Stückfeld südsüdwestlich von Oberbreitenau und begleitet überwiegend einen Feldweg. Zulauf, von links und Norden auf knapp an der Westspitze der geschlossenen Bebauung Unterbreitenaus, ca. 0,6 km. Entsteht auf etwa zwischen Feldern im Höhenklingenfeld nördlich von Unterbreitenau. Ab dieser Zumündung beginnt das Hirtenbachl, bisher ein recht gerader und nur sehr sporadisch von Büschen oder Bäumen bestandener Graben, einen leichten Mäanderlauf. 10px Gegenüber der Mündung des vorigen liegt ein Löschwasserteich, ca. 0,1 km. Zulauf, von rechts und zuletzt Süden auf etwa gegenüber der geschlossenen Bebauung Unterbreitenaus, ca. 1,3 km. Entsteht auf etwa an der Ostspitze des Waldes Spitalholz südwestlich von Unterbreitenau neben der Kreisstraße AN 7. Dicht im oberen Mündungswinkel liegt der vorgenannte Teich. Zulauf, von links und Nordosten auf etwa am letzten Gebäude von Unterbreitenau, ca. 0,6 km. Entsteht auf etwa am Fuß des Hangwaldgewanns Ameisberg. Etwa 200 Meter unterhalb beginnt eine Baumgalerie, das Hirtenbachl zu begleiten. Lauterbach (?), von rechts und Nordosten auf etwa etwa 200 Meter südwestlich des Weilers Morlitzwinden von Buch am Wald, ca. 1,0 km. Entsteht auf etwa nordöstlich von Morlitzwinden vor der Nordwestspitze des Bucher Walds und durchläuft südwestwärts das Feldgewann Lauterbach. 10px Entwässert fünf Kleinweiher auf etwa an der Nordspitze von Morlitzwinden, davon zwei in einer von Nordwesten zulaufenden Geländemulde, zusammen ca. 0,3 ha.