alt=Titelbild der Legende von Sleepy Hollow (Washington Irving) von Illustrator F. S. Coburn 1899, im Bild Ichabod Crane, der sich ein Geist an seiner Schulter vorstellt.|mini|„Welche furchterregenden Gestalten und Schatten säumten seinen Weg inmitten des trüben und gespenstischen Scheins einer verschneiten Nacht!“ (Washington Irving, Legende von Sleepy Hollow)

Dies ist eine Liste von Fabelwesen. Fabelwesen sind in der mündlichen, schriftlichen und bildhaften Überlieferung als andersartig beschriebene fiktive Wesen mit meist übernatürlichen Eigenschaften, die einst gelebt haben sollen. Generell kann man zwischen humanoiden (menschenähnlichen), tierischen und Mensch-Tier-Mischwesen unterscheiden.

Selten kann es auch dazu kommen, dass ein Fabelwesen eine pflanzliche Form besitzt. Jedes Wesen ist nur einmal aufgeführt.

International Allgemein und International Die folgende Liste beinhaltet Fabelwesen und Fabelwesengattungen, die kultur- und kontinentübergreifend bekannt sind.

Menschliche Gestalt Anhaltergeist – (auch geisterhafter Anhalter, verschwindender Anhalter, verschwundener Anhalter, Phantomanhalter oder -tramper) Jemand steigt in ein Fahrzeug, spricht meistens mit dem Fahrer und verschwindet dann, oft aus dem fahrenden Wagen und ohne Erklärung – fast überall auf der Welt bekannt und ähnliche alte Überlieferungen:Auch die Legende des Heiligen Christophorus hat Ähnlichkeiten.Eine Magd bat im Jahr 1602 einen Pfarrer und zwei Bauern, sie begleiten zu dürfen. In einem Gasthaus aßen sie etwas und die Magd bestellte einen Krug Bier. Als der Wirt das erste Mal Bier brachte, war der Krug mit Malz gefüllt, das zweite Mal mit Eicheln und schließlich mit Blut. Die Magd erklärte, dass es dieses Jahr viel Getreide und Obst geben werde, aber auch Krieg und Pest. Dann verschwand sie spurlos.Auf Hawaii reist die Feuer- und Vulkangöttin Pele in der Gestalt einer schönen jungen Frau oder einer älteren Frau mit weißem Haar, manchmal in Begleitung eines kleinen weißen Hundes und immer mit einem roten Muumuu bekleidet, inkognito durch die Straßen. Wenn Passanten anhalten, um ihr zu helfen, belohnt sie sie und verschwindet. Gelegentlich warnt sie selbst vor Vulkanausbrüchen und die Passanten sind dann verpflichtet, andere zu warnen, um beim nächsten Ausbruch kein Unglück zu erleiden.Oft aber ist es der Geist eines Verstorbenen, manchmal ein Rachegeist, und meistens eine Frau, die der Fahrer oder Reiter ahnungslos als „Anhalter“ mitnimmt. Einige Phantomanhalter sprechen Prophezeiungen und Warnungen aus, bevor sie verschwinden. Manche Erzählungen kehren das Szenario um: der Anhalter erfährt später, dass der Fahrer in Wirklichkeit die Person ist, die zuvor gestorben ist.Ähnlichkeiten hat auch die Geschichte von zwei Zugreisenden: einer fragt, ob der andere an Geister glaubt oder welche gesehen hat. Dieser antwortet, dass er noch nie Geister gesehen oder an sie geglaubt habe. Der Frager bezweifelt dies und verschwindet. Verwandte: Gespenst (Arme Seele): Lady of White Rock Lake, Niles Canyon-Ghost, Resurrection Mary Rachegeist (böswilliger Geist): Cegua, Descarnada, Sayona, Taconuda, Viuda, Yalám Bequet Apokalyptische Reiter – Boten der nahenden Apokalypse, im Volksglauben heißen sie meistens „Sieg“ (erster Reiter mit Bogen oder Armbrust und Siegeskranz oder Krone auf weißem Pferd), „Krieg“ (Tod durch Kriege, Schwert, rotes Pferd) und „Hunger“ (Tod durch Hunger, Waage, schwarzes Pferd). Der vierte Reiter heißt „der Tod“ und die Hölle zieht hinter ihm her (bisweilen Skelett mit Sichel oder Sense auf einem grünlichen oder fahlen Pferd). In neueren Überlieferungen gibt es einen fünften Reiter mit den Namen „Pestilenz“, „Pest“, „Seuche“ oder „Krankheit“ (Tod durch Krankheit), der manchmal den ersten Reiter (Sieg) ersetzt. Siehe auch Kopflose Reiter, Schimmelreiter, personifizierter Tod, Wilde Jagd Bigfoot – (auch Sasquatch) großes menschenähnliches Wesen mit dichtem Pelz in dichten Wäldern Nordamerikas Bloody Mary – (auch unter den Namen Mary Worth, Mary Whales, Mary Jane und Svarta Madame (Schweden) bekannt) rachsüchtiger Geist, der in Spiegeln haust. Siehe auch Arme Seele Verwandte: Black Annis, Bloody Bones, Bloody Cap, Madame Koi Koi Dämonischer Liebhaber – (auch dämonische Verführerin oder Verführer) übernatürliche Wesen weiblichen oder männlichen Geschlechts, deren Eigenschaften sich für ihre irdischen Partner (und eventuell für sie) als verhängnisvoll erweisen wie Dämonen, Feen, Meerjungfrauen, Nixen, Nymphen, Teufel, Untoter, Vampire, Wiedergänger. Siehe auch Mahrtenehe, Teufelsbuhlschaft Ähnliche weibliche Wesen: Aisha Qandisha, Buhlteufelin, Chancalaera, Cihuateteo, Churel, Huldra, Serrana de la Vera, Sila, Succubus, Yuda Ähnliche männliche Wesen: Buhlteufel, Incubus, Kurupí, Pombero, Tentirujus, Trauco, Trehuaco Elfen – (auch Albe, Elben oder Alfen) heterogene Gruppe der kunstfertigen Naturgeister, ursprünglich aus der nordischen Mythologie. Später wird in der Snorra-Edda unterschieden zwischen den Lichtalben (Ljósálfar), die originären Alben in Álfheim, werden gelegentlich mit den Elfos, Ellyllons, „guten Feen“, Seelies und Sídhe gleichgesetzt. Aus den Spiritualia nequitie in celestibus (hier etwa „nichtsnutzige“ oder „böse Geister im Himmel“) und geflügelten Sylphen (Nympha silvestris = „Waldnymphe“) entwickelten sich die Elfen mit Insektenflügel (seltener Fledermausflügel wie Nachtalben), und später meist zart und klein dargestellt. Die etwa schmetterlingsgroßen, häufig blumenbewohnenden Elfen werden auch „Blumenelfe“ und „Blumenfee“ genannt, hingegen heißen die etwa menschengroßen Elfen oft Elben. Siehe auch Tylwyth Teg, Túatha Dé Danann in der keltischen Mythologie. Schwarzalben (Svartálfar) in Svartálfaheim (unter der Erde, teilweise mit den Zwergen gleichgesetzt) Dunkelalben (Dökkálfar, bisweilen auch mit Zwergen oder den „bösen Feen“ und Unseelies gleichgesetzt) alt=Auf dem Gemälde Älvalek (Elfenspiel, auch Tanzende Feen) des schwedischen Malers August Malmström aus dem Jahr 1866 tanzen Elfen, teils deutlich, teils fast im Nebel verschwindend in einer mondbeschienenen Landschaft über dem Wasser.|mini|400x400px|Älvalek (Elfenspiel, auch Tanzende Feen) von August Malmström (1866) Der Oberbegriff „Elfenwesen“ beschreibt wie früher der Begriff „Fee“ übernatürliche, aber nicht göttliche Wesen, insbesondere aus der germanischen und keltischen Sagenwelt. Fee – Wesen mit übernatürlichen Kräften, meist weiblich, seltener männlich, den „bösen Hexen“ gegenübergestellt. Ursprünglich beschrieb der Begriff „Fee“ („fay“, „fairy“, „fairy folk“) keltische Sagenfiguren und wurden auf alle übernatürlichen, aber nicht göttlichen Wesen, unabhängig von Geschlecht und Größe, übertragen. Die Vier-Elemente-Lehre von Thomas von Cantimpré mit den „Hornet demons“ (Hornissendämonen) wurde insbesondere im französischen und im englischen Raum aufgegriffen und die Feen wurden zu Elementarwesen und Naturgeistern: die Neptuni schwimmen im Wasser, die Incubi wandern auf der Erde, die Dusii (hier wohl nach dem gallischen Gott und Dämon Dusios benannt) wohnen unter der Erde und die Spiritualia nequitie in celestibus (hier etwa „nichtsnutzige“ oder „böse Geister im Himmel“) leben in der Luft wie die geflügelten Sylphen (Nympha silvestris = „Waldnymphe“). Aus ihren entwickelten sich die Feen mit Insektenflügeln (meist Schmetterlingsflügel), oft zart und schön dargestellt. Die etwa schmetterlingsgroßen, häufig blumenbewohnenden Feen werden auch „Blumenfee“ und „Blumenelfe“ genannt. Verwandte: Fanferlüsch, Féetauds, Hada, Grottenfee, Karabossa, Margot la Fée, Morgan le Fay, Nimue Ähnliche Wesen: Elfen, Huldra, Iele, Nymphe, Oberon, Rusálka, Salige Frau, Samodivas, Sídhe, Sylphe, Vila, Weiße Dame, Zana, ZânăDie fairies und fairy folk in Großbritannien und Irland: Seelie und Unseelie: die Licht- und Dunkelelfen (Ljósálfar und Dökkálfar) der germanischen Überlieferungen korrespondieren mit den schottischen fairies, die dem Seelie Court und dem Unseelie Court angehören. Seelies und Seelie-wight (etwa „gesegnete Wesen“, wight = „Wicht“) werden von Menschen um Hilfe gebeten, warnen diejenigen, die sie versehentlich beleidigt haben, und erwidern menschliche Freundlichkeit mit Gefälligkeiten. Eine „gute Fee“ rächt jedoch Beleidigungen und kann zu Unfug neigen (mögliches Äquivalent ist der Wortbestandteil „sili“ in walisischen Feennamen). Die Unseelies dagegen sind „finster veranlagte“ Feen, die unbegründet Menschen angreifen. In einigen irischen Überlieferungen können ähnliche Gruppen von Feen beobachten: die verspielten, oft auch sanften Sidhe, die „Musik und Tanz“ lieben; und die oft kleinen, bösartigen Wesen, die dem Teufel verbunden sein sollen. Trooping Fairy und Solitary Fairy: Zudem sieht William Butler Yeats bei den irischen fairies, die in Gemeinschaften leben und für ihren Gesang und Tanz bekannt sind (trooping fairies). Sie können Menschen gegenüber freundlich sein, müssen es aber nicht. Hingegen leben die solitary fairies als Einzelgänger allein und neigen eher dazu, Schaden anzurichten. Eine dritte Gruppe bemerkt Katharine Mary Briggs: die „domesticated fairies“ (etwa „häusliche Feen“), die in kleinen Familiengruppen leben. Bei dem Tylwyth Teg, die „walisischen Feen“, beobachtete William Wirt Sikes fünf Gruppen: die oft gutwilligen Ellyllon (Elfen), Bwbachod (Hausgeister, Hauskobolde), die Coblyns (Minengeister) und die Gwragedd Annwn (Wasserfrauen) sowie die meist böswilligen Gwyllion (Berggeister, Ungeheuer, ähnlich wie Hexen).Die „kornischen Feen“ Cornwalls werden manchmal unterteilt in Kleine Leute (hier wohl ähnlich wie die Tylwyth Teg), Spriggans, Piskies, Buccas und Knockers und die (ursprünglich englischen) Brownies. Flaschengeist – menschenähnlicher Geist, der in einem Gefäß gefangen ist und seinem Befreier Wünsche erfüllt. Siehe auch Dschinn, Familiar, Toyol (Kuman thong); Verwandte: Flaschenkobold, Galgenmännlein (Alraune) Fliegender Holländer – Kapitän, der durch einen Fluch dazu verdammt worden ist, bis zum jüngsten Tag mit seinem Gespensterschiff auf dem Meer umherzuirren Gnom – kleinwüchsiges Wesen, unter der Erdoberfläche lebend, dem Bereich der Erde zugeordnet; meist wird im englischsprachigen Raum der Zwerg als gnome (garden gnome) übersetzt, seltener als dwarf. Siehe auch Kobold Goblin – bösartiger Plagegeist oder grotesk hässliches koboldähnliches Wesen; meist wird im englischsprachigen Raum Kobold als goblin übersetzt. Siehe auch Hobgoblin alt=Hexenflug – nackte, ältere Hexe reitet auf einem Ziegenbock und hält sich mit einer Hand an einem Horn fest. In der anderen Hand hält sie einen Spinnrocken. Unter ihr vier Eroten.|mini|Bockreiterin (Albrecht Dürer, um 1500) Hexe – mit Zauberkräften ausgestattete menschliche Frau, seltener ein Mann (manchmal Hexer oder Hexenmeister genannt), einige Gestaltwandler („Hüllenläuferin“) und Menschenfresser.Männliche Hexen werden auch Hexendoktor genannt, oft mit Schamanen gleichgesetzt, die für ihre Handlungen der Hexerei bedienen. Jedoch wird der Hexendoktor auch beschrieben als jemand, der sich der „weiße Magie“ bedient, um Hexen zu erkennen (Hexenfinder, Hexenkenner) und Handlungen und Folgen der Hexerei zu beseitigen, oder sogar ein Hexenjäger ist.Eine weitere Bezeichnung für männliche Hexen ist der Hexenmeister, steht aber auch für ein Oberhaupt (auch Hexenmeisterin) einer hierarchischen Gruppe von Hexen, für den Teufel als Oberherr der Hexen oder für Hexenfinder.In der deutschen Sprache werden auch übernatürliche Geschöpfe und Geistwesen als Hexen oder in Gestalt einer Hexe beschrieben, meistens dargestellt als alt, hässlich und böse und den meist schönen „guten Feen“ gegenübergestellt. Siehe auch Fanferlüsch, Hekate, Karabossa, Schadenzauber, Zauberer Verwandte: Befana, Brujos von Chiloé, Fuchshexe, Haselhexe, Gfällrote, Kalku, Leyak, Mobesin, Schlernhexen, Sträggele, Penanggalan, Rangda, Ritskemooi, Vedma, Warlock