mini|Eine Eimermelkmaschine, hier sowjetischer Bauart, 1953 Die Eimermelkanlage ist ein automatisiertes Melksystem, dass zum Melken von Kühen, Schafen und Ziegen in der Anbindestallhaltung angewandt wird. Es ist der einfachste und älteste Melkanlagentyp. Bei dem Verfahren wird die Milch mittels einer Melkmaschine (Melkzeug) in einen tragbaren Eimer (ca. 20 Liter Volumen) gepumpt, der seinerseits über einen Pulsator mit dem Vakuumsystem verbunden wird. Die Anwendung des Systems ist arbeitsaufwändig und auch milchhygienisch bedenklich, seine Verbreitung deshalb seit Jahrzehnten rückläufig. Neben Rohrmelkanlagen, Melkständen und Melkrobotern gehört das Eimermelken vor allem bei kleinen viehwirtschaftlichen Betrieben aber auch heute zu den verbreiteten Melkmethoden. So war die Eimermelkanlage in der Schweiz im Jahr 2010 sogar noch der verbreitetste Melkanlagentyp (39,4 %)., auf der Website Swissmilk der Schweizer Milchproduzenten SMP Genossenschaft. Abgerufen am 15. Februar 2015 Ein bedeutender Hersteller von Anlagen dieses Types ist DeLaval.
Einzelnachweise
Literatur Volker Krömker, Kurzes Lehrbuch Milchkunde und Milchhygiene, Rupert M. Bruckmaier (Hrsg.), ISBN 978-3-8304-4155-7, Georg Thieme Verlag, 2007, S. 33 Petra Winter, Praktischer Leitfaden Mastitis: Vorgehen beim Einzeltier und im Bestand, ISBN 978-3-8304-4206-6, Georg Thieme Verlag, 2008, S. 128
Kategorie:Melktechnik