mini|Timberlake Wertenbaker Timberlake Wertenbaker (geboren in New York CityÜber die persönlichen Daten zu Timberlake Wertenbaker gibt es widersprüchliche Angaben. Bei DNB wurde sie 1944 geboren, in der italienischen Enzyklopädie Treccani 1945, beim The Oxford Guide to Plays 1951. IMDb nennt als Geburtstag den 19. Februar 1956.) ist eine amerikanisch-britische Dramatikerin, die in London lebt.
Leben Timberlake Wertenbakers Mutter Lael WertenbakerEnid Nemy: Lael Wertenbaker, 87, Author Who Wrote of Husband's Death, Nachruf bei NYT, 29. März 1997 war Journalistin und Schriftstellerin, ihr Vater Charles Wertenbaker war Journalist und Herausgeber des Magazins Time.
Wertenbaker wuchs im französischen Baskenland auf. Ihr Studium absolvierte sie in den USA. Danach begann sie mit einer Theaterarbeit in Griechenland.Peter Paul Schnierer: Modernes englisches Drama und Theater seit 1945, 1997, S. 162–166 Seit 1980 arbeitete sie für Bühnen in London, wohnte in BrixtonPeter Aspden: Up for the battles, in: Financial Times, 31. Januar 2015, S. 16, schrieb eigene Stücke, übersetzte, richtete Stücke für die Bühne oder das Radio ein und arbeitete als Dramaturgin.
1981 brachte sie das Stück New Anatomies über die Abenteurerin Isabelle Eberhardt auf Bühne des Institute of Contemporary Arts in London, das zum klassischen feministischen Drama der 1980er Jahre gerechnet wird. Im Jahr 1983 war sie als Writer in Residence bei der Theatergruppe „Shared Experience“ und in der Saison 1984/85 beim Royal Court Theatre.
In Our Country's Good adaptierte sie 1988 Thomas Keneallys Roman The Playmaker für die Bühne des Royal Court unter der Regie von Max Stafford-Clark. In dem „Stück im Stück“Annette Pankratz: „Death is ... not“, 2004, S. 210–215 ließ sie die männlichen und weiblichen Protagonisten der australischen Strafgefangenen gleichberechtigt nebeneinander agieren und brachte als zusätzliches dramatisches Element die Situation der Aborigines im Kolonialismus ein.
Ins Englische übersetzte Wertenbaker für die Bühne, das Fernsehen und das Radio Stücke von Jean Anouilh, Euripides, Maeterlinck, Marivaux, Pirandello, Racine, Sophokles, sowie Jenůfa von Gabriela Preissová, Tolstois Krieg und Frieden richtete sie für BBC Radio 4 ein.
Wertenbaker war Guggenheim Fellow, sie hat für ihre Stücke eine Reihe von Preisen erhalten und war für den Tony Award nominiert. 2006 wurde sie als Fellow in die Royal Society of Literature (FRSL) aufgenommen. Wertenbaker nahm 2012 eine Gastprofessur für Dramatik an der University of East Anglia wahr.Award-winning writers join UEA as UNESCO City of Literature professors, bei UEA 20. September 2012
Sie ist mit dem Schriftsteller John Man verheiratet, sie haben eine Tochter und wohnen in Nord-London.
Werke (Auswahl) Viele Werke wurden bei Faber & Faber verlegt, wo auch zwei Sammelbände ihrer Stücke herauskamen. This Is No Place for Tallulah Bankhead, 1978 The Third, 1980 Second Sentence, 1980 Case to Answer, 1980 Breaking Through, 1980 New Anatomies, 1981 Inside Out, 1982 Home Leave, 1982 Abel’s Sister, 1984 The Grace of Mary Traverse, 1985 Our Country's Good, 1988 The Love of the Nightingale, 1989 Three Birds Alighting on a Field, 1992 The Break of Day, 1995 After Darwin, 1998 Dianeira, 1999 (Radio) The Ash Girl, 2000 Credible Witness, 2001 Galileo's Daughter, 2004 Scenes of Seduction, 2005 (Radio) Divine Intervention, 2006 The Love of the Nightingale, Libretto für die Oper von Richard Mills, Uraufführung 2011 in Sidney Jenůfa, 2007 Arden City, 2008 The Line, 2009 Our Ajax, 2013 The Ant and the Cicada, 2014 Jefferson's Garden, 2015
Literatur Ann Wilson: Forgiving History and Making New Worlds: Timberlake Wertenbaker's Recent Drama, in: James Acheson: British and Irish drama since 1960. Basingstoke, Hampshire: Macmillan 1993, S. 146–161 Peter Paul Schnierer: Modernes englisches Drama und Theater seit 1945 : eine Einführung. Tübingen: Narr, 1997, S. 162–166 Susan Carlson: Language and identity in Timberlake Wertenbaker's plays, in: Elaine Aston: The Cambridge companion to modern British women playwrights. Cambridge: Cambridge Univ. Press, 2000, S. 134–149 Maya E. Roth: Im/Migrations, Border-Crossings and „Willful Internationalism“ in Timberlake Wertenbaker's „The Break of Day“, in: Marc Maufort, Franca Bellarsi (Hrsg.): Crucible of cultures : Anglophone drama at the dawn of a new millennium. Brüssel: P.I.E. Peter Lang, 2003, S. 79–90 Annette Pankratz: „Death is ... not“ : Repräsentationen von Tod und Sterben im zeitgenössischen britischen Drama. Trier: WVT, Wiss. Verl. Trier, 2005 Maya E. Roth & Sara Freeman (Hrsg.): International dramaturgy : translation & transformations in the theatre of Timberlake Wertenbaker. Brüssel: P.I.E. Peter Lang, 2008 Beate Neumeier: Women's Drama: Timberlake Wertenbaker, in: Merle Tönnies (Hrsg.): Das englische Drama der Gegenwart : Kategorien – Entwicklungen – Modellinterpretationen. Trier: WVT, Wiss. Verl. Trier 2010, S. 173–192 Nursen Gömceli: Timberlake Wertenbaker and contemporary British feminist drama : feminism(s) illustrated in Timberlake Wertenbaker's New anatomies (1981), The grace of Mary Traverse (1985), The love of the nightingale (1988), and The break of day (1995). Bethesda, Md.: Academica Press, 2010 Yi-chin Shih: How Timberlake Wertenbaker Constructs New Forms of Gender in Her History Plays : Exposing the Power Relations Between the Sexes. Lewiston: Edwin Mellen Press, 2012 Sophie Bush: The theatre of Timberlake Wertenbaker. London: Bloomsbury, 2013
Weblinks
Timberlake Wertenbaker, bei British Council
Einzelnachweise
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