Hacheney ist der Statistische Bezirk 52 und zugleich ein südlicher Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt im Stadtbezirk Hörde.

Geschichte Hacheney wurde erstmals 1298 mit decime in Hagneyye sita urkundlich erwähnt. im Jahr 1351 als in villa to Haghney im Urkundenbuch des Klosters Clarenberg. Zwischen 1351 und 1432 wurde der Ort als decima in Hachene, sita in parrrochia Welinchoven im Volmarsteiner Lehnsregister geführt. 1353 als up dem Hangeney im Dortmunder Urkundenbuch genannt. 1620 wurde erstmals die Hacheneyer Mark urkundlich erwähnt.

Hacheney gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft im Kirchspiel Wellinghofen und Amt Hörde (historisch) zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 13 Steuerpflichtigen Hofbesitzer in der Bauerschaft zwischen 1 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Größter Hof in der Bauerschaft war der des Hans to Ermelinchaven mit 6 Goldgulden Abgabe.Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 32 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Hacheney) Im Jahr 1705 waren in der Baurschafft Hachney 14 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hörde im Kataster verzeichnet.Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 124

Die Deutung des Ortsnamens kann mit Stelle, an der es Dornsträucher gibt umschrieben werden.Michael Flöer: Die Ortsnamen der Stadt Dortmund und der Stadt Hagen, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 16, Bielefeld 2021, S. 111/112

Im 19. Jahrhundert war Hacheney eine Landgemeinde im Landkreis Hörde und Amt Barop. 1885 hatte die Gemeinde (plus 23 Wohnplätze) eine Fläche von 9,76 km², davon 577 ha Ackerland, 53 ha Wiesen und 158 ha Holzungen. Es gab 307 Wohngebäude mit 596 Haushaltungen und 3308 Einwohner.Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1887, S. 84/85, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014

Am 1. Mai 1922 wurde Hacheney nach Wellinghofen eingemeindet.Eingliederung von vier Gemeinden in die Gemeinde Wellinghofen

Bergbau und Industrie mini|Der Hoesch-Gasometer auf Phoenix-West Hacheney hat eine Bergbauvergangenheit. Auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils gab es schon früh Stollenbergbau. Später entwickelten sich daraus folgende Tiefbauzechen:

Zeche Crone Zeche Kirschbau Zeche Schondelle Zeche Jungfer Zeche Waldhorn Zeche Glückaufsegen

Im Norden des Stadtteils befand sich das Stahlwerk Phoenix-West der Hoesch AG.

Bevölkerung Am 31. Dezember 2025 lebten in Hacheney 1.560 Einwohner.

Struktur der Hacheneyer Bevölkerung:

Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 13,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 16,2 % (2018)] (PDF; 9,1 MB) Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 25,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 20,2 % (2018)] (PDF; 9,1 MB) Ausländeranteil: 14,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 22,3 % (2025)]Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2025 (PDF; 44 kB) Arbeitslosenquote: 9,0 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)] (PDF-Datei)

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1987 2003 2008 2010 2013 2016 2019 2022 2023 2024 2025 Einwohner 2090 1543 1690 1602 1595 1591 15711591 1575 1565 1560

Öffentliche Einrichtungen

Im Westen des Stadtteils in unmittelbarer Nähe des Rombergparks und des Dortmunder Zoos findet sich ein Schulzentrum mit den folgenden Einrichtungen:

Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg Paul-Ehrlich-Berufskolleg Berufsförderungswerk Dortmund

An der Grenze zu Hörde und Wellinghofen liegt ein Hallenbad, welches seit 2003 durch den Verein SSC Hörde betrieben wird.

Verkehrsanbindung

An die Dortmunder Innenstadt ist Hacheney über die Stadtbahnlinie U 49 der DSW21 angebunden. An dieser Endhaltestelle beginnen dann die Buslinien 438, 443 und 447.

Durch den Stadtteil führt die Bundesstraße 54 mit einer eigenen Ausfahrt Dortmund-Hacheney.

Im Norden von Hacheney gab es bis Januar 1929 Stilllegung Bhf Hörde-Hacheney im Januar 1929, Meldung im "Hörder Volksblatt" vom 29. Dezember 1928, , abgerufen am 2. November 2022 einen Bahnhof „Hörde-Hacheney“ an der in diesem Abschnitt 1957 stillgelegten Bahnstrecke Dortmund-Süd – Brünninghausen, der ehemaligen Rheinischen Bahn. Heute liegt dort das Gewerbegebiet Phoenix-West auf dem Gelände des ehemaligen Hochofenwerks, genauer gesagt die Robert-Schuman-Straße.

Siehe auch Helden der Kreisklasse, Fernsehsendung über den örtlichen Fußballverein SSV Hacheney

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Statistischer Bezirk von Dortmund Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Dortmund) Kategorie:Gemeindeauflösung 1922 Kategorie:Ersterwähnung 1298