Mouzens (, ) ist ein Dorf mit 233 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2017) in der französischen Gemeinde Coux et Bigaroque-Mouzens im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 2015 selbstständige Gemeinde gehörte Mouzens zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda. Die Einwohner werden Mouzensois und Mouzensoises genannt.
Der Erlass des Präfekten vom 21. Dezember 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Eingliederung von Mouzens zunächst als Commune déléguée zusammen mit der früheren Gemeinde Coux-et-Bigaroque zur Commune nouvelle Coux et Bigaroque-Mouzens fest.
Der Status der Ortsteile als Communes déléguées wurde per Erlass des Präfekten vom 31. Dezember 2019 mit Wirkung zum 1. Januar 2020 widerrufen.
Geografie
Mouzens liegt etwa 44 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 17 Kilometer westsüdwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 41 Kilometer östlich von Bergerac am Nordufer der Dordogne. Das Ortsgebiet befindet sich in der Landschaft des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil.
Das Relief des Ortsgebiets weist eine teilweise bewaldete Hügellandschaft auf, die durch die Dordogne im Süden begrenzt wird und durch die Täler des Flüsschens Boule und des Ruisseau d’Aurival sowie durch ein Trockental teilweise eingeschnitten wird. Die Erhebungen nehmen dabei nach Norden hin auf Höhen über zu. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit Höhe im Norden nahe der Grenze zur Nachbargemeinde Campagne, der tiefste Punkt liegt mit im Westen beim Austritt der Dordogne aus dem Ortsgebiet. Das Zentrum iliegt auf etwa Höhe.
Umgeben wird Mouzens von fünf Nachbargemeinden und vom weiteren Ortsteil von Coux et Bigaroque-Mouzens:
Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes wurde erstmals erwähnt, als mit dem Bau des Schlosses Monsec begonnen wurde, in der Schreibweise Mozens im Jahre 1333. Seit dem 16. Jahrhundert ist er unter der aktuellen Form belegt. Mouzens steht für einen gut belegten Personennamen germanischen Ursprungs, Muozzo, gefolgt vom Suffix -ingos, das ebenfalls germanischen Ursprungs ist und ursprünglich „Sohn von“ bedeutete.Siehe Tanet, Hordé, Seite 241
Die Visigoten fielen im vierten und fünften Jahrhundert nach dem Niedergang Römisches Reich Roms in Gallien ein. Muozzo war einer ihrer Stammesführer.
Im Mittelalter war die Pfarrgemeinde von der Kastellanei von Bigaroque abhängig, deren aufeinanderfolgende Lehnsherren Richard Löwenherz (gestorben 1199), Mercadier, Martin d'Algays (gestorben in Biron, weil er Simon de Montfort, Anführer des Albigenserkreuzzugs, verraten hatte) und dann die Erzbischöfe von Bordeaux bis zur Verstaatlichung des Klerusbesitzes im Jahr 1789 waren.
Aus religiöser Sicht war die Pfarrgemeinde vom Erzpriestertum von Audrix und dem Bistum Sarlat abhängig, bis dieses während der Französischen Revolution durch die Zivilverfassung des Klerus aufgelöst wurde.
Auf dem Herrschaftsgebiet des Schlosses Monsec folgten um 1300 die Familien Laroque aufeinander, um 1400 die Suquet de la Treilhe. Im Jahr 1560 war Montlouys der Besitzer. Eine der Töchter, Marguerite de Foucaut, heiratete François de Feletz. Eine Nachfahrin dieser Verbindung, Anne de Feletz, wurde 1610 die alleinige Erbin des Schlosses Monsec und seiner Nebengebäude. Sie heiratete François de Clermont aus einer Familie aus dem Quercy und seitdem blieb das Anwesen durch Erbschaften und Heiraten stets im Besitz derselben Familie.
Bevölkerungsentwicklung
mini|Schloss Monsec Sehenswürdigkeiten Die kleine Kirche Notre-Dame de l’Assomption steht beim Friedhof. Es ist ein eher schmuckloser Bau des 15. oder 16. Jahrhunderts mit einer flachen Apsis aus Bruchsteinmauerwerk, die noch dem 12. Jahrhundert zugerechnet wird. Dagegen ist der Westturm erst im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden. Das einschiffige Langhaus ist gewölbt; die Apsisrückwand wird von einem schlichten barocken Altarretabel mit einem zentralen Kreuzigungsbild verdeckt. Das Schloss Monsec () wird im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt. Der zweiflügelige und zweigeschossige heutige Bau entstammt jedoch der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts und beeindruckt durch seine harmonischen Proportionen, in denen sich spätmittelalterliche mit Renaissance-Elementen verbinden. Beachtenswert sind die verschiedenen Fenstertypen. Das Schloss ist seit 2005 als Monument historique eingeschrieben. Die separat stehende Schlosskapelle ist ein neogotischer Bau des 19. Jahrhunderts.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 2015 Kategorie:Coux et Bigaroque-Mouzens Kategorie:Ort an der Dordogne Kategorie:Ersterwähnung 1333