Stacy Lattisaw Jackson (* 25. November 1966 in Washington, D.C.) ist eine amerikanische Pop-, R&B-, Soul- und Disco-Sängerin. Ihr größter Hit ist das Lied Jump to the Beat aus dem Jahr 1980.
Biografie Lattisaw sang bereits im Alter von fünf Jahren mit ihrer Mutter Sandra im Duett. In der Highschool war sie Mitglied einer Gruppe, in der Marvin Gaye das Klavier spielte. Bereits mit elf Jahren wurde sie professionelle Sängerin und trat auf Modenschauen auf. Weitere Bekanntheit erlangte Lattisaw durch einen Auftritt im Vorprogramm von Ramsey Lewis, bei dem sie fünf Lieder darbot. Mit zwölf Jahren nahm sie ihre erste LP auf, die von Van McCoy produziert wurde. Das Album Young and in Love erschien 1979 bei Cotillion Records. Die Discoversion des darauf enthaltenen Liedes When You’re Young and in Love, von dem auf der Platte außerdem eine Balladenfassung enthalten ist, wurde ein Achtungserfolg und erreichte Platz 91 der Billboard R&B Singles.
1980 gelang der internationale Durchbruch, als die Single Jump to the Beat / Dynamite Platz 1 der Dance Music/Club Play Singles erklomm. In den britischen Charts stieg das Lied Jump to the Beat auf Platz 3, in Deutschland blieb es auf Platz 38 der einzige Charterfolg. Let Me Be Your Angel, die zweite Single vom gleichnamigen Album, platzierte sich auf Position 21 der Billboard Hot 100. Der Track Dynamite, der zuvor bereits Platz 8 der US-R&B-Charts erreichte, kam als dritte Auskopplung auf Platz 51 im Vereinigten Königreich. Auf Platz 44 der Billboard 200 wurde Let Me Be Your Angel das erfolgreichste Album Lattisaws.
Bis 1985 erschienen weitere, von Narada Michael Walden produzierte Alben bei Cotillion, darunter auch Perfect Combination, einer Sammlung von Duetten mit Johnny Gill, der als Mitglied von New Edition bekannt wurde. Vier Singles platzierten sich zwischen 1981 und 1984 auf unteren Plätzen der US-Single-Charts. 1986 wechselte Lattisaw zu Motown, wo bis 1989 drei weitere Alben erschienen. Lediglich die Singles Nail It to the Wall und Jump into My Life erreichten Chartränge in England bzw. den Vereinigten Staaten. Mit dem Lied Longshot aus dem Album Take Me All the Way gewann Lattisaw 1986 das World Popular Song Festival in Tokyo.
Ihr letzter Hit Where Do We Go from Here, ein Duett mit Johnny Gill, war 1990 ein Platz eins in den R&B-Charts, verpasste aber den Sprung in die Pop-Hitlisten.
Aufgrund des nachlassenden Erfolgs beendete Lattisaw ihre Gesangskarriere Anfang der 1990er Jahre und zog sich ins Privatleben zurück, um sich um ihre Familie zu kümmern. Sie tritt seitdem nur noch gelegentlich auf.
2010 war Lattisaw Thema der Doku-Reihe Unsung auf dem afroamerikanischen TV-Sender TV One. Die Reihe widmet sich R&B-Stars, die weniger Aufmerksamkeit als andere erhielten. Ein Jahr später veröffentlichte sie ihre Autobiografie I Am Not the Same Girl: Renewed.
Diskografie
Studioalben
Kompilationen 1998: The Very Best of Stacy Lattisaw (Rhino) 2021: Stacey Lattisaw - The Cotillion Years 1979 - 1985 (Robinsongs)
Singles
Weitere Singles 1981: Baby I Love You 1981: Screamin’ Off the Top 1982: Sneakin’ Out 1982: Tonight I’m Gonna Make You Mine 1983: 16 1985: He’s Just Not You 1989: Dance for You 1990: I Don’t Have the Heart
Literatur Frank Laufenberg: Frank Laufenbergs Rock- und Pop-Lexikon. Band 1. ISBN 3-612-26206-8.
Weblinks Offizielle Website
Biografie bei Taurus Press
Einzelnachweise
Kategorie:Popsänger Kategorie:Soulsänger Kategorie:R&B-Sänger Kategorie:Disco-Musiker Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Person (Washington, D.C.) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1966 Kategorie:Frau