Birresborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an. Birresborn ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Geographie mini|Birresborn, Luftaufnahme (2015)
Birresborn liegt etwa sechs Kilometer südlich von Gerolstein auf im Kylltal.
Zu Birresborn gehören auch die Wohnplätze Forsthaus Waldfried, Mineralbrunnen und Vulkanhof, sowie der Ortsteil Rom.
Die benachbarten Gemarkungen sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Lissingen, Gerolstein, Büscheich, Michelbach, Salm, Mürlenbach, Kopp und Hinterhausen.
Berge Rödelkaul () Dachsberg () Goldberg () Vulkan Kalem ()
Gewässer Kyll Fischbach, rechter Zufluss der Kyll Schlemmbach, linker Zufluss des Fischbachs
Mineralquellen mini|Lindenquelle
Adonis-Quelle Die Adonis-Quelle liegt inmitten des Orts und ist seit November 2003 wegen Verunreinigung geschlossen. Der ebenfalls vorhandene Quelltempel in der Nähe der Kyllbrücke, in dem bis zuletzt kostenlos das Mineralwasser der Adonis-Quelle getrunken und auch abgefüllt werden konnte, ist seither geschlossen.
Lindenquelle Die Lindenquelle liegt rund vier Kilometer nördlich von Birresborn auf dem Weg nach Gerolstein. Der hier noch verbliebene Quellpavillon steht unter Denkmalschutz und ist seit dem 3. Juli 2009 restauriert und auch das Mineralwasser sprudelt wieder. Von den Verunreinigungen der Adonisquelle ist die Lindenquelle nicht betroffen. Hier kann nun ganzjährig kostenlos Wasser getrunken werden.
Naturschutzgebiete Vulkan Kalem Eishöhlen und Fischbachtal bei Birresborn
Hundsbachtal
Geschichte mini|hochkant|„Birresboa Luhkleppel“ (Birresborner Lohknüppel), Bronzestatue vor dem Rathaus Der Ortsname lässt sich frühestens bis ins 8. Jahrhundert zurückdatieren und geht wahrscheinlich auf das althochdeutsche bür=Wohnung, Haus zurück. Er taucht gesichert zum ersten Mal am 13. August 762 als Birgisburias in Carasco in einer Schenkungsurkunde König Pippins des Jüngeren für das Kloster Prüm auf.Regesta Imperii RI I n. 95 vom 13. August 762 (online; abgerufen am 30. Juli 2017).
Der Birresborner Bereich des Kylltales war während der römischen Epoche wahrscheinlich noch nicht besiedelt. Aufgrund der umfangreicheren archäologischen Funde auf den umliegenden Hügeln ist für diese jedoch von römerzeitlicher Besiedlung auszugehen. 15. Juni 1871 Birresborn wird mit der Eröffnung der Eifelbahn zwischen Gerolstein und Trier an das deutsche Schienennetz angebunden. 14. Mai 1908 Die Birresborner Lindenquelle wird als gemeinnützig anerkannt. 20. Februar 1914 Staatliche Anerkennung der Mineralquellen als Heilquellen (siehe auch Heilwasser). 25. Dezember 1944 Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird ein großer Teil von Birresborn durch einen Luftangriff der Alliierten zerstört. 7. November 1970 Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wird Birresborn zusammen mit 14 weiteren Gemeinden vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert. 11. November 2003 Der Mineralbrunnen Birresborner Phönix Sprudel wird auf Grund von Verunreinigungen geschlossen. 24. Mai 2009 Die Gemeinde feiert ein „Historisches Dorffest“ mit mehr als 3.500 Besuchern aus dem In- und Ausland. 26. Mai 2013 Die Gemeinde feiert ihr 1250-jähriges Jubiläum im Rahmen eines „Waldfestes“ – der Wald stellt die wichtigste Einnahmequelle für Birresborn dar.15. Juli 2021Große Teile des Ortskerns werden erheblich in Mitleidenschaft gezogen, als durch Starkregen beim Hochwasser 2021 der Fluss Kyll und der Fischbach im Ort innerhalb weniger Stunden ungewöhnlich hoch ansteigen. Der Pegel der Kyll ist normalerweise um etwa 90 cm – dieser Wert wurde mit einem Höchststand von 450 cm um ein Vielfaches überschritten.
Bevölkerungsentwicklung
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Birresborn besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU WGR WGR Gesamt 2024 – 6 5 5 16 Sitze 2019 – 5 – 11 16 Sitze 2014 – 4 3 9 16 Sitze 2009 – 6 4 6 16 Sitze 2004 5 11 – – 16 Sitze 1999 5 10 1 – 16 Sitze
Ortsbürgermeister Amtsantritt Ende der Amtszeit Name Josef Stadtfeld Peter Wirtz Hans Heinen Anton Karls Josef Bach Michael ZanderKommunalwahl 2009, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister. (Internet Archive) Gordon Schnieder (CDU)Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister. Christiane Stahl Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 konnte Christiane Stahl ihr Amt mit 52,3 % der Stimmen knapp gegen eine Kandidatin der CDU verteidigen.
Wappen
Verkehr Schienenverkehr Der Haltepunkt Birresborn liegt an der Eifelstrecke (Köln – Euskirchen – Gerolstein – Trier). Es handelt sich um einen Bedarfshalt, der von den Zügen des Schienenpersonennahverkehrs der Linie RB 22 bedient wird:
Linie Verlauf Takt
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT).
Straßen Birresborn liegt an den Landesstraßen L 24 und L 30. Durch das nördlich gelegene Gerolstein verläuft die Bundesstraße 410 (Dasburg–Hirten).
Autobahn A 1 (Richtung Köln) ca. 50 km nördlich A 48 (Richtung Koblenz) ca. 30 km westlich A 60 (Richtung Wittlich) ca. 25 km südlich
Schulen Grundschule Birresborn (1. – 4. Klasse)
Religion 300x300px|mini|St. Nikolaus, Südseite Birresborn ist ein Ort mit Bürgern vorwiegend katholischer Konfession. Der Pfarrgemeinde St. Nikolaus gehören auch noch die Gemeinden St. Matthias Kopp, St. Lucia Mürlenbach und Maria Magdalena Densborn an.
Die Pfarrgemeinde gehört zum Bistum Trier.
Von der Bevölkerung waren am 31. März 2026:statistik.ewois.de 5 % evangelisch 64 % römisch-katholisch 31 % Sonstige / ohne Angabe
Sehenswürdigkeiten Eishöhlen, Mühlsteinbrüche „Adam & Eva“, über 200 Jahre alte Kiefern. Beide wurden 2020 auf Gemeinderatsbeschluss gefällt. Quellpavillon Lindenquelle Kyllbrücke Birresborn
Persönlichkeiten Ehrenbürger 2004, 6. November: Peter Peters (1924–2009) 2015, 1. Juni: Josef Bach (1941–2019) Bach wurde bereits im Jahre 1991 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
In Birresborn geboren Jakob Schaefgen (1898–1967), Landrat Theodor Baums (* 1947), Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main Alois Bach (* 1951), Brigadegeneral a. D.
Weitere mit Birresborn verbundene Persönlichkeiten Patrick Schnieder (* 1968), Politiker (CDU), Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2009, Bundesminister für Verkehr seit 2025 Gordon Schnieder (* 1975), Politiker (CDU), bis 2026 Abgeordneter im Landtag, dann Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Christian Humberg (* 1976), Autor, Übersetzer, Lektor und Journalist, hat von 1976 an in Birresborn gelebt
Panorama
Weblinks
Ortsgemeinde Birresborn
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Vulkaneifel Kategorie:Ersterwähnung 762 Kategorie:Ort an der Kyll Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Rheinland-Pfalz