Peter Stoll (* 1916 in Neu-Isenburg; † 3. Mai 1993 in Mannheim) war ein deutscher Gynäkologe.

Leben Geboren 1916 in Neu-Isenburg, studierte Peter Stoll nach dem Abitur Medizin an den Universität Jena, der Universität Graz, der Universität Wien und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Nach Staatsexamen und Promotion 1942 war er im Zweiten Weltkrieg Truppenarzt im Heer (Wehrmacht).Dissertation: Über einen Fall von paradoxer Embolie. In der Nachkriegszeit in Deutschland war er am Pathologischen Institut der Städtischen Krankenanstalten Bremen. 1948 ließ er sich zunächst als praktischer Arzt in Bremerhaven nieder. 1950–1956 erfolgte die Weiterbildung zum Gynäkologen an der Frauenklinik im Universitätsklinikum Heidelberg. 1953 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.Habilitationsschrift: Zelluläre Differenzierungsstufen im Vaginalsekret und ihre Bedeutung für die gynäkologische Zytologie. 1958 ernannte sie ihn zum apl. Professor. 1965 folgte er dem Ruf als o. Professor für Gynäkologie an die Medizinische Fakultät Mannheim. Bis 1984 war er Direktor der Frauenklinik.Axel W. Bauer: Vor 50 Jahren: Wie das Medizinstudium in Mannheim begann. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen, Bd. 10 (2014), S. 145–163, hier: S. 156.

Ehrungen Goldblatt Award fūr besondere Verdienste um die internationale Zytologie (1975) Ernst-von-Bergmann-Plakette (1986) Paracelsus-Medaille (1990)

Weblinks Laudatio zur Verleihung der Paracelsus-Medaille. Deutsches Ärzteblatt 1990; 87 (21): A- 1708 Nachruf Peter Stoll. Deutsches Ärzteblatt 1993; 90 (27): A1-1959

Einzelnachweise

Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Medizinische Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Kategorie:Träger der Paracelsus-Medaille Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1916 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Mann