Karoline Stern, geborene Stern (* 10. April 1800 in MainzBei Kutsch/Riemens ist als Geburtsdatum der 16. April 1800 angegeben. Als Alter im Berliner Sterberegister ist 89 Jahre angegeben, damit wäre sie 1797 oder 1798 geboren.; † 10. April 1887 in BerlinSterberegister StA Berlin III, Nr. 460/1887) war eine deutsche Opernsängerin (Sopran). Sie inspirierte Heinrich Heine zu seinem Gedicht An eine Sängerin – Als sie eine alte Romanze sang.
Leben und Werk Karoline Stern war die Tochter des jüdischen Violinisten Joachim Stern und dessen Ehefrau Regina, geborene Bamberger. Ihren ersten Gesangs- und Musikunterricht erhielt sie von ihrem Vater. Später studierte sie Gesang bei dem Musiklehrer Anton Joseph Heideloff. Ihr Debüt als Opernsängerin gab Karoline Stern am 20. Oktober 1816 am Theater Trier. Danach ging sie nach Düsseldorf, wo sie die Familie Heine kennenlernte. Dort inspirierte sie Heinrich Heine zu seinem Gedicht An eine Sängerin, das 1827 veröffentlicht wurde.
Nach einem kurzen Engagement in Aachen ging Karoline Stern als Primadonna ans Hoftheater in Stuttgart. 1825 ging sie ans Nationaltheater München. Auch am Theater Augsburg und an der Bühne Würzburgs hat sie gesungen. In Opern von Mozart, Rossini, Weber und Meyerbeer sang sie die Hauptrollen. Im Jahr 1841 beendete sie ihre Laufbahn als Opernsängerin, trat jedoch weiterhin als Konzertsängerin auf.Frauenleben in Magenza. Die Porträts jüdischer Frauen aus dem Mainzer Frauenkalender und Texte zur Frauengeschichte im jüdischen Mainz, Mainz 2010, S. 12 Ihr letztes Konzert gab sie 1855, danach verbrachte sie ihren Lebensabend in Berlin bei ihrem Sohn, dem Violinisten und Konzertmeister Julius Stern (~1823–1904).Bei Kutsch/Riemens wird ihr Sohn irrtümlich mit Julius Stern (1820–1883) identifiziert; es handelt sich aber um eine andere Person.
Laut dem Rabbiner und Historiker Meyer Kayserling war Karoline Stern die erste jüdische Sängerin, die die Bühne betrat und gefeiert wurde.Meyer Kayserling: Die jüdischen Frauen in der Geschichte, Literatur und Kunst, Leipzig 1879
Sie war verheiratet mit dem Musiker Joseph Stern.
Weblinks
An eine Sängerin (Buch der Lieder 1827); Gedicht von Heinrich Heine auf wikisource.org
Einzelnachweise
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