Sulzdorf ist ein Gemeindeteil von Meeder im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geographie Der Weiler Sulzdorf liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich von Coburg. Südlich fließt der Sulzbach vorbei. Gemeindeverbindungsstraßen nach Wiesenfeld bei Coburg, Glend und Beuerfeld führen durch den Ort.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung Sulzdorfs wird auf das Jahr 1340 datiert.Horst Graßmuck:Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 64 Der am Ort vorbeifließende Sulzbach war namensgebend.

Anfang des 14. Jahrhunderts lag Sulzdorf im Herrschaftsbereich der Henneberger. 1353 kam der Ort mit dem Coburger Land im Erbgang zu den Wettinern und war somit ab 1485 Teil des Kurfürstentums Sachsen, aus dem später das Herzogtum Sachsen-Coburg hervorging. 1636, im Dreißigjährigen Krieg, waren von sieben Häusern noch zwei bewohnt.Eva Herold: Bertelsdorf und seine Höhe. Verlag Frankenschwelle KG, 1997, S. 23

Im Jahr 1857 hatte Sulzdorf 40 Einwohner, die in acht Häusern lebten. Die Gemeinde gehörte mit Moggenbrunn zum Schulbezirk Beuerfeld.Eva Herold, Robert Wachter: Moggenbrunn Das goldene Dorf Die Bauern und das Schloß. Meeder 1994, S. 70 In einer Volksbefragung am 30. November 1919 stimmte 1 Sulzdorfer Bürger für den Beitritt des Freistaates Coburg zum thüringischen Staat und 18 stimmten dagegen. Somit gehörte ab dem 1. Juli 1920 Sulzdorf zum Freistaat Bayern.Coburger Zeitung, Ausgabe Nr. 281 vom 2. Dezember 1919 1925 hatte das 112,93 Hektar große Dorf 33 Einwohner, die alle der evangelischen Kirche angehörten, und 7 Wohngebäude. Die Schule lag im 2,0 Kilometer entfernten Beuerfeld und die evangelische Kirche im 3,8 Kilometer entfernten Meeder.Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925, München, 1928

Im Jahr 1964 wurde Sulzdorf nach Wiesenfeld eingegliedert, wo auch der Schulunterricht stattfand. Am 1. Mai 1978 folgte die zwangsweise Eingemeindung von Wiesenfeld nach Meeder. 1987 hatte der Gemeindeteil 35 Einwohner und 7 Wohnhäuser.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohnerzahl 1857 40 1910 33 1933 42 1939 33 2004 36Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2007. Verlag de Gruyter, ISBN 978-3-00-042206-5. 2019 23

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Einzelnachweise

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