mini|Klaus Hupe 2010 Klaus Hupe (* 12. Oktober 1928 in Hannover; † 24. September 2024) war ein deutscher Chirurg und Standespolitiker.
Leben Hupes Eltern sind der kaufmännische Direktor August Hupe und seine Ehefrau Erika. Klaus Hupe wuchs mit drei Geschwistern auf. Im Alter von 14 Jahren wurde er als Flakhelfer eingesetzt. Kurz vor Kriegsende zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, geriet er für zwei Monate in britische Gefangenschaft. Ab dem Wintersemester 1948/49 studierte er an der Friedrich-Alexander-Universität Medizin. 1950 wurde er Mitglied des Corps Lusatia Leipzig, das damals in Erlangen ansässig war.Kösener Corpslisten 1996, 87/1111 Er bestand 1954 das Staatsexamen und wurde zum Dr. med. promoviert.Dissertation: Die Hüftkopfnekrose im Anschluss an eine mediale Schenkelhalsfraktur. Diss. Univ. Erlangen, 19. Februar 1954, Von 1955 bis 1959 war Hupe an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig, davon drei Jahre in der Pathologie und ein Jahr in der Inneren Medizin. Danach durchlief er die chirurgische Ausbildung bei Max Schwaiger an der Philipps-Universität Marburg. Seit 1966 Facharzt und Oberarzt, konnte er 1967 unter Schwaigers Nachfolger Horst Hamelmann die Habilitation abschließen.Habilitationsschrift: Klinische und tierexperimentelle Untersuchungen zur Fettembolie.Bericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Deutsche Forschungsgemeinschaft, 1968, S. 190 Nach vier Jahren als Privatdozent wurde er 1971 zum apl. Professor ernannt. Die Paracelsus-Klinik in Marl wählte ihn im Dezember 1969 zum Chefarzt der Chirurgischen Abteilung. Von 1985 zur Pensionierung im Jahr 1993 war er Ärztlicher Direktor der Klinik. Klaus Hupe engagierte sich jahrzehntelang in der ärztlichen Selbstverwaltung. Er setzte sich besonders für die Qualitätssicherung in der Chirurgie und für die ärztliche Fortbildung ein. Von 1982 bis 1995 war er Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.
Auszeichnungen Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer Silberner Ehrenbecher und Goldene Ehrennadel der Ärztekammer Westfalen-Lippe Stimberg Zeitung; abgerufen am 12. Februar 2015 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, Verdienstkreuz am Bande (1989) Am 11. Mai 2010 wurde Klaus Hupe auf dem 113. Deutschen Ärztetag in Dresden aufgrund seiner herausragenden Verdienste um das deutsche Gesundheitswesen und die Ärzteschaft die Paracelsus-Medaille der Bundesärztekammer verliehen. (PDF 44 KB) abgerufen am 19. Juli 2022.
Veröffentlichungen Aktuelle Fragen aus der Allgemein-Chirurgie: Frühkomplikationen nach Laparotomie, Mehrfachverletzungen, obere Gastrointestinalblutung; Bericht über e. Symposium in Gelsenkirchen Aktuelle Fragen aus d. Allgemein-Chirurgie, Frühkomplikationen nach Laparotomie, Mehrfachverletzungen, Obere Gastrointestinal-Blutung. B.-Braun-Dexon-GmbH, 1978 Gallenblasen- und Gallenwegsdarstellung im Säuglings- und Kleinkindesalter mit einem oral verabreichten Kontrastmittel. 1967 Flurescenzmikroskopische Untersuchungen von Blutausstrichen und Urinproben nach intravenöser Fettinfusion. In: Langenbacks Archiv für klinische Chirurgie, Band 314, 1966 Diverse. In: Bruns’ Beiträge zur klinischen Chirurgie, 216, 1968 (Register S. 759)
Literatur Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2003, S. 4008.
Weblinks
Wissenschaftliche Beiträge von Klaus Hupe in PubMed
Einzelnachweise
Kategorie:Chirurg Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger der Paracelsus-Medaille Kategorie:Person (Marl) Kategorie:Person (Ärztekammer Westfalen-Lippe) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2024 Kategorie:Mann