mini|Das 2020 abgerissene Jagdschloss, 2011 mini|Das Jagdschloss 1862 Das Jagdschloss Oberhof befand sich in der Landstadt Oberhof im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen.

Geschichte Vorgängerbauten Bereits 1616 ließ Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar bei Oberhof im Amt Schwarzwald ein Jagdschloss auf dem Grundstück eines fürstlichen Hauses mit acht Gemächern auf der „Wiese dabei“ errichten. Das neue Schloss war von einem viereckigen Wall umgeben. Ab sofort hielt der Weimarer Hof hier zweimal im Jahr große Hofjagden. 1634 brannte dieses Gebäude ab. Nachdem das Amt Schwarzwald 1640 an das neu gegründete Herzogtum Sachsen-Gotha gefallen war, wurde erst nicht an einen Wiederaufbau gedacht. Dafür baute Herzog Ernst I. ein fürstliches Haus in Oberhof.

Diese Bauten führte sein Enkel Herzog Friedrich II. durch. 1717 kam noch ein fürstlicher Geleitshof für Jagdgäste hinzu.Heiko Laß: Jagd- und Lustschlösser des 17. und 18. Jahrhunderts in Thüringen. Michael Imhof Verlag, 2006, ISBN 3-86568-092-5, S. 353 und 354.

Das herzogliche Jagdschloss Von 1830 bis 1832 ließ Herzog Ernst I. einen Neubau errichten. Dies stand in Zusammenhang mit dem zeitgleichen Bau einer Straße von Gotha nach Coburg, die den Kamm des Thüringer Waldes bei Oberhof querte. Herzog Ernst II. war meist im Herbst zur Jagd anwesend.Harald Sandner: Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha 1826 bis 2001; Eine Dokumentation zum 175-jährigen Jubiläum des Stammhauses in Wort und Bild. Druck- und Verlagsanstalt Neue Presse, Coburg 2001, ISBN 3-00-008525-4, S. 297. Innen und außen war das Gebäude mit weit über zweihundert Jagdtrophäen geschmückt. 1839 waren der sächsische König Friedrich August II. sowie zehn weitere Fürsten und Prinzen zu Gast im Jagdschloss.Ein Schloss in Schutt und Asche. Meininger Tageblatt, 5. März 2020. S. 11. Im Dreikaiserjahr 1888 weilten die kaiserlichen Prinzen Wilhelm, Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm von Preußen als Gäste des Herzogshauses für mehrere Wochen im Jagdschloss., aufgerufen am 9. Februar 2015. 1926 erfolgte der Umbau zum Offiziersheim.

Das Schloss wurde zu DDR-Zeiten als Wohnhaus genutzt und stand seit den 1990er Jahren leer. Nach einem Brand 2002 und dem Wasserschaden durch das Löschwasser erfolgte in den Jahren 2006 und 2007 ein Rückbau der Wohnungen. Die Stadt Oberhof als Eigentümer beauftragte 2012 die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, einen Käufer und Investor für das Gebäude zu finden.Herzogliches Jagdschloss steht zum Verkauf. insuedthueringen.de, 10. Oktober 2012, abgerufen am 2. Februar 2015.

Das herzogliche Jagdschloss war aufgrund seines Bauzustandes und Erscheinungsbildes nicht als Kulturdenkmal eingestuft worden. 2020 wurde das Gebäude für den Hotelneubau The Grand Green abgebrochen.Jetzt geht es los: Das Jagdschloss wird abgerissen. insuedthueringen.de, 12. Februar 2020.

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