Hardan () ist ein jesidisches Dorf im Norden des Irak. Das Dorf liegt im Distrikt Sindschar nördlich des Dschabal Sindschar im Gouvernement Ninawa. Der Ort gehört zu den umstrittenen Gebieten des Nordiraks.

Geschichte Am 3. August 2014 eroberten Kämpfer des Islamischen Staats das Dorf und vertrieben die jesidische Bevölkerung. Dabei wurden sie von Sunniten aus den Nachbardörfern unterstützt.Newsobserver.com: , abgerufen am 1. Februar 2015. Am 19. Dezember 2015 gelang kurdischen Peschmerga die Rückeroberung.Iran German Radio: 9 Massengräber mit Jesiden im Irak entdeckt , 31. Dezember 2014, abgerufen am 1. Februar 2015. Beim Ausheben von Verteidigungsstellungen fand man mehrere Massengräber. Man vermutet, dass es sich bei den Toten um 530 vermisste Bewohner des Dorfes handelt. Vor dem Überfall lebten 200 Familien in Hardan.heute.de: , abgerufen am 1. Februar 2015. Etwa 7000 Jesiden sollen in den ersten Augusttagen 2014 in Hardan und den umliegenden Dörfern ermordet worden sein.

Siehe auch Ezidikhan Kocho Verfolgung der Jesiden

Einzelnachweise

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