Der CSV 1910 Krefeld (offiziell: Crefelder Sportverein 1910 e. V.) war ein Sportverein aus Krefeld. Die erste Fußballmannschaft spielte ein Jahr in der höchsten niederrheinischen Amateurliga.

Geschichte Der Verein wurde am 15. August 1910 als SC Comet Crefeld gegründet. Namensgeber des Leichtathletikvereins war der Halleysche Komet, der im Gründungsjahr die Erde passierte. Im Mai 1921 fusionierte der Verein mit dem 1855 gegründeten Crefelder TV zum Crefelder TSV 1855, bevor die Fußballer, Leichtathleten und Hockeyspieler sich zwei Jahre später im Rahmen der Reinlichen Scheidung als Crefelder SV 1910 abspalteten. Ab 1944 bildete der Verein zusammen mit den Sportfreunden Krefeld und SuS 08 Krefeld eine Kriegsspielgemeinschaft, bevor der Crefelder SV im Jahre 1945 wie alle Krefelder Sportvereine aufgelöst wurde.Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7: Vereinslexikon. AGON-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 272.

Im November 1945 erfolgte die Neugründung als CSV 1910 Krefeld, der am 5. Dezember 1945 mit dem VfL Marathon Krefeld eine Spielgemeinschaft bildete. Der VfL Marathon Krefeld wurde als Breitensportgemeinschaft Edelstahlwerke Krefeld gegründet und hatte sich im Jahre 1940 in VfL Marathon Krefeld umbenannt. Als Werksmannschaft erhielt der VfL Marathon Krefeld keine Genehmigung der Militärregierung, was zur Bildung der Spielgemeinschaft führte. Am 19. Oktober 1951 fusionierte der CSV 1910 Krefeld mit dem VfL Marathon Krefeld zum CSV Marathon 1910 Krefeld.

Fußball CSV 1910 Krefeld Sportlich waren die Krefelder bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutungslos. 1946 qualifizierte sich der CSV 1910 Krefeld für die seinerzeit erstklassige Bezirksliga Linker Niederrhein, wo die Mannschaft Vizemeister hinter dem Rheydter Spielverein wurde. Ab 1947 gehörte der Verein der Landesliga Niederrhein, seinerzeit die höchste Amateurliga, an. Zwei Jahre später wurden die Krefelder dort Vizemeister mit einem Punkt Rückstand auf den Duisburger SpV. Am 25. Juli 1949 fusionierte die Lizenzfußballabteilung des CSV 1910 Krefeld mit der des Lokalrivalen Union Krefeld zum CSV Union Krefeld. Die Genehmigung des Verbandes erfolgte erst am 15. Oktober 1949. Als CSV Union Krefeld qualifizierte sich der Verein für die neu geschaffene II. Division West und erreichte Platz fünf in der Saison 1949/50. Am 30. April 1951 wurde der Zusammenschluss aus CSV 1910 Krefeld und Union Krefeld wieder gelöst und der CSV 1910 Krefeld wurde in die Bezirksklasse eingeteilt.

Nachfolgeverein CSV Marathon Krefeld

Unter dem neuen Namen stiegen die Krefelder im Jahre 1954 in die Kreisklasse ab, schafften aber den direkten Wiederaufstieg. Im Jahre 1962 stieg der CSV Marathon in die Landesliga Niederrhein auf. Drei Jahre später stieg die Mannschaft als abgeschlagener Tabellenletzter wieder ab und wurde in der folgenden Bezirksklassensaison 1965/66 in die Kreisklasse durchgereicht. Erst im Jahre 1970 gelang der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Vier Jahre später ging es wieder runter in die 1. Kreisklasse. Es folgten viele Jahre auf Kreisebene, bevor im Jahre 1989 die Rückkehr in die Bezirksliga gelang.

1994 stiegen die Krefelder wieder in die Kreisliga A ab und pendelten in den folgenden Jahrzehnten zwischen den Kreisligen A und B. Im Jahre 2024 gelang dann der erneute Aufstieg in die Bezirksliga. Während der Aufstiegssaison 2023/24 spielte der Ex-Profil Samed Yesil für die Krefelder und erzielte 43 Saisontore.

Leichtathletik Nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Aufstieg der Leichtathleten des CSV 1910 Krefeld. Mit Guido von Mengden als Geschäftsführer sowie Otto Peltzer und Bert Sumser als Trainer wurde unter anderem ein 4-mal-400-Meter-Staffelteam zusammengebracht, das von 1951 bis 1955 viermal Deutscher Meister wurde. 1951 gewannen sie zudem die Internationalen Britischen Meisterschaften in London in 3:17,4 min. Dies war nicht nur das Verdienst des Schlussläufers Hans Geister, sondern auch von Georg Niepoth, Leonhard Lickes und Wolfgang Miedecke. Hans Geister wurde zudem 1951 Deutscher Meister und 1952–54 Vizemeister auf der 400-Meter-Strecke. Dieter Hoppenrath wurde 1950 Deutscher Meister im Hochsprung. In den 1960er Jahren schloss der Mittelstreckenläufer Arnd Krüger, in den 1970er Jahren der Langstreckenläufer Detlef Uhlemann an diese Tradition an.

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemaliger Fußballverein aus Krefeld Kategorie:Vereinsgründung 1910 Kategorie:Aufgelöst 1951