Die Liste von Tunnelbahnhöfen enthält eine Aufstellung von Tunnelbahnhöfen der Eisenbahnen (einschließlich S-Bahnen) nach Ländern.
¹ Bahnhöfe mit Regional- und Fernverkehr (also nicht oder nicht nur S-Bahn-Betrieb) sind fett, Bahnhöfe in Bau sind kursiv gesetzt. ² Eröffnungsjahr der unterirdischen Bahnsteiganlagen. Viele Bahnhöfe existierten schon wesentlich länger als Bauwerk an der Oberfläche. ³ Nur Bahnsteiggleise
Deutschsprachige Länder In allen großen Stadtregionen im deutschsprachigen Raum gibt es S-Bahn-Systeme, von denen viele Tunnelbahnhöfe besitzen. Die meisten Flughafenbahnhöfe liegen im Tunnel unter oder neben dem Terminalgebäude. Großstädtische Hauptbahnhöfe mit Bahnhofsteilen im Tunnel für den Regional- und Fernverkehr gibt es in Berlin, Zürich, Wien (vereinzelt halten Fernzüge in der unterirdischen Verkehrsstation) und (in Bau) in Stuttgart (Stuttgart 21).
Deutschland In Deutschland war geplant, einige große Kopfbahnhöfe wie etwa in München, Frankfurt am Main oder Stuttgart in durchgängige Tunnelbahnhöfe umzubauen (so genanntes Konzept München 21, Frankfurt 21 bzw. Stuttgart 21). Aufgrund der enormen Kosten wurden diese Pläne zum Teil massiv eingeschränkt bzw. fallen gelassen. Lediglich in Stuttgart wird ein Tunnelbahnhof mit 8 Gleisen für den Nah- und Fernverkehr errichtet. Für den Regional- und Stadtverkehr wurden hingegen zahlreiche Tunnelbauten errichtet.
Für den Eisenbahn-Betrieb in Tunnelstrecken mit Bahnhöfen existieren von der EBO abweichende Vorschriften, für die es keine einheitlichen Sonderregelungen gibt. Für die Gleichstrom-S-Bahn-Netze in Berlin und Hamburg beschreibt die Richtlinie 464 der Deutschen Bahn den Betriebsablauf des gesamten S-Bahn-Verkehrs. Die Wechselstrom-S-Bahnen sind als vollwertige Eisenbahnen konzipiert, wobei der Betriebsablauf in der Richtlinie 408 definiert ist, in der der Betriebsablauf für andere Zuggattungen festgelegt ist. In Ergänzung zu dieser Richtlinie gibt es individuelle Ordnungen zur Einfahrt in die einzelnen Tunnel, die etwa die Einfahrterlaubnis auf bestimmte Fahrzeugtypen beschränken, eine Geschwindigkeitsbegrenzung festlegen und Sicherheitsaspekte regeln. Im Einzelfall ist auf Tunnelstrecken zudem ein Fahrzeugabstand in Sichtweite genehmigt, was auf herkömmlichen Eisenbahnstrecken außerhalb von Bahnhofsbereichen nicht gestattet ist.
Zusätzlich zu den Tunnelbahnhöfen in der folgenden Liste – einschließlich der zwei schon fertiggestellten, jedoch noch nicht in Betrieb genommenen S-Bahnhöfe am Berliner Hauptbahnhof und am Frankfurter Ostbahnhof – sind drei weitere in konkreter Planung – allesamt an der Zweiten Stammstrecke der S-Bahn München.