mini|Johann Martin Will, Zeichnung seines Enkels Johann Sebastian Walch1936 im Besitz von Regina Walch, Augsburg Albert Haemmerle: Die Malerfamilie Walch aus Kempten – Augsburg. In: Viertel-Jahreshefte zur Kunst und Geschichte Augsburgs 2, 1936/37, S. 178; 2002 im Besitz der Joh. Walch GmbH & Co., Augsburg, Michael Ritter: Der Landkartenverlag Johannes Walch in Augsburg. In: Cartographica Helvetica 26, 2002, S. 23 Abb. 1. Johann Martin Will (* 24. Oktober 1727 in Kempten (Allgäu); † 1. Mai 1806 in Augsburg) war ein deutscher Kupferstecher und Verleger.
Leben mini|Kupferstich „Kayserlich Königlicher General Prinz von Anhalt Bernburg“, signiert Joh. Mart. Will mini|Andachtsbild, signiert Ioh. Martin Will Johann Martin Will war zunächst Mahlmüllergeselle. Er ließ sich in Augsburg nieder, wo er heiratete. 1755Davon abweichend nennt die Deutsche Nationalbibliothek das Jahr 1754 als Gründungsjahr, siehe diese Angaben gründete Johann Martin Will einen Kupferstichverlag,Hans-Jörg Künast: Joh. Walch GmbH & Co., in: Stadtlexikon Augsburg, online Schwerpunkte seiner verlegerischen Tätigkeit waren Bilder zur Kulturgeschichte (z. B. Trachten und Kinderspiele), Gebrauchsgraphik (z. B. Ausschneidebögen, religiöse Andachtsbilder), Porträtstiche, Karikaturen und historische Darstellungen. Hinzu kamen einige wenige kartographische Darstellungen.
Seine älteste Tochter war Anna Regina Will (* 1759), die im Januar 1786 den Miniaturmaler Johann Walch heiratete, der daraufhin im Verlag seines Schwiegervaters mitarbeitete. In der Folge wandte sich der Verlag vermehrt der Landkartenproduktion zu. 1789 konnte aus dem Erbe von Gustav Conrad Lotter (1746–1776) das Material der Landkartenverleger Matthäus Seutter und Tobias Conrad Lotter erworben werden, fast 25.000 einzelne Kartenblätter und 208 Kupferplatten.
Nach dem Tode Wills, der am 4. Mai 1806 in Augsburg begraben wurde, erbte Anna Reginas Ehemann Johann Walch den Willschen Verlag, der bis 1817 auch unter dem Zusatz „Erben“ fortgeführt wurde und aus dem später die Druckerei Joh. Walch hervorging.
Werke (Auswahl) Von den Arbeiten Johann Martin Wills sind neun Verlagswerke in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg nachgewiesen.Hans-Jörg Künast: Dokumentation: Augsburger Buchdrucker und Verleger. In: Helmut Gier, Johannes Janota (Hrsg.): Augsburger Buchdruck und Verlagswesen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Bibliothek des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels). Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03624-9, S. 1293.
Die Universitätsbibliothek der Universität Frankfurt am Main besitzt einen 1757 in Augsburg erschienenen, von ihm signierten Einblattdruck unter dem Titel Wunderbarliche Vorsicht u. Allmacht Gottes : welches die Gräfliche Promnitzische Stadt Sorau in der Laußnitz am 18. MonatsTag Julii erfahren ….Digitalisat aus der Sammlung Einblattdrucke Gustav Freytag.
Literatur Albert Haemmerle: Eine Porträtzeichnung des Johann Sebastian Lorenz Walch. In: Viertel-Jahreshefte zur Kunst und Geschichte Augsburgs 2, 1936/37, S. 177–180.
Hans-Jörg Künast: Dokumentation: Augsburger Buchdrucker und Verleger. In: Helmut Gier, Johannes Janota (Hrsg.): Augsburger Buchdruck und Verlagswesen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Bibliothek des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels). Harrassowitz, Wiesbaden 1997, ISBN 3-447-03624-9, S. 1293. Michael Ritter: Der Landkartenverlag Johannes Walch in Augsburg. In: Cartographica Helvetica 26, 2002, S. 23–29 (Digitalisat). 250 Jahre Druckerei Joh. Walch im über 2000 Jahre alten Augsburg (1755–2005). Walch, Augsburg 2005.
Weblinks
Will, Johann Martin bei europeana.eu
Anmerkungen
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