Doris Helga Kunz (* 1974 in Erlangen) ist eine deutsche Chemikerin und Professorin.

Ausbildung und Werdegang Nach ihrem Abitur am Ehrenbürg-Gymnasium in Forchheim studierte Doris Kunz von 1993 bis 1997 Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und promovierte dort bis zum Jahr 2000. Sie schloss mit der Schrift Aminosäurefunktionalisierte Cyclopentadienyl-(Gruppe 4) und (Gruppe 8)-Metallkomplexe: Darstellung und Reaktivität ab. Im Anschluss arbeitete sie als Postdoc zwei Jahre lang an der Yale University und habilitierte sich bis 2008 am Institut für organische Chemie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Anschließend hatte die Wissenschaftlerin verschiedene Dozenturen an der Universität Stuttgart, der Universität Heidelberg und der Universität von Burgund in Dijon.

Seit 2009 hat sie eine Professur für Anorganische Chemie an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität in Tübingen inne.

Forschungsgebiete Die Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe Kunz umfassen die Chemie von mehrzähnigen N-heterocyclischen Carben-Liganden sowie Mono- und Dipyrido Carbene. Auch die Entwicklung neuer Synthesewege von N-heterocyclischen Carbenen gehört zu den Forschungsinteressen der Arbeitsgruppe. Außerdem forscht Kunz an der Synthese ionischer Liganden und deren Einsatz in der Katalyse chemischer Reaktionen.

Auszeichnungen

1998–2000: Doktorandenstipendium des Fonds der Chemischen Industrie 2001–2002: Postdoktorandenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) 2001–2008: Postdoktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Emmy Noether-Programms 2005: Thieme Journal Preis 2007: Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger Preis

Literatur (Auswahl)

Methodische Aspekte zur Rekonstruktion prähistorischer Besiedlungsmuster. Landschaftsgenese vom Ende des Neolithikums bis zur Eisenzeit im Gebiet des südlichen Oberrheins. In: Freiburger Archäologische Studien 5, Rahden/Westfalen 2007. Highly Ylidic Imidazoline-Based Fulvenes as Suitable Precursors for the Synthesis of Imidazolium-Substituted Metallocenes. In: Chemistry – A European Journal. Band 14, Ausgabe 35, S. 10909–10914, 8. Dezember 2008, DOI: 10.1002/chem.200801956. Das Neolithikum in Flintbek, Kr. Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein. Eine feinchronologische Studie zur Besiedlungsgeschichte anhand von Gräbern. In: Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung 20, Bonn 2022. D. Hofmann, D. Mischka und S. Scharl (Hrsg.): The eve of destruction? Local groups and large-scale networks during the late fourth and early third millenium BC in central Europe, Leiden 2025, DOI: 10.59641/qq545tc. mit J. Kneisel, M. Furhol et al. (Hrsg.): A haunting spectre. Archaeological studies of social organisation, economic practice, and inequality. A Festschrift for Johannes Müller on the occasion of his 65th birthday. In: Universitätsforschungen zur Prähistorischen Archäologie 413, Bonn 2025. mit Z. Golec Mírova, M. Golec et al.: Amber workshops in Central Europe during the Early Iron Age. Technology, chemical analyses, and Amber Roads. In: Journal of Archaeologigal Science 191106569, 2026. DOI: 10.1016/j.jas.2026.106569.

Weblinks Homepage der Arbeitsgruppe Kunz in Tübingen

Einzelnachweise

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