mini|Reste eines spätmittelalterlichen Triebweges im Steigerwald mini|Grenzstein zum Triebweg aus dem 16. Jahrhundert mini|Amtliches Straßenschild mit erläuternder Legendentafel zur Triftstraße in Eldagsen Triebweg, auch Treibweg, Viehweg,Blatt 196 der Sächsischen Meilenblätter von 1792 Herdweg oder Triftweg bzw. Viehtrift, Viehdrift, oder Kuhtrift, werden Wege des Viehtriebs genannt, die von Stallungen zu Weideplätzen oder zu Tränken führen bzw. verschiedene Weiden verbinden. Diese Routen führen in der Regel über die Allmende, das von der gesamten Bevölkerung genutzte Land.
Beispiele Bekanntestes Beispiel ist der Almauf- und -abtrieb in den Alpen. Es gibt aber auch ein Netz von Triftwegen in Spanien (cañadas), in Teilen Südwestfrankreichs (z. B. Ténarèze) und selbst in Marokko (siehe auch Agadir (Speicherburg)). Die meisten und längsten dieser Wege wurden in der Regel nur zweimal jährlich genutzt – einmal beim Hinweg, das andere Mal beim Rückweg.
Weginstallationen Zur Steuerung der Herden wurden auf den Wegen Viehgitter, Viehgatter oder sonstige Viehsperren installiert. Triebwege haben auch historische Bedeutung und wurden im Spätmittelalter mit Triebsteinen abgegrenzt. Der Triebweg war damit mit dem Recht verbunden, durch fremde Besitzungen und Herrschaften Vieh treiben zu dürfen, der Weg durfte dabei nicht verlassen werden und das Weiden an den Rändern war verboten. Heute noch vorhandene Spuren solcher Triebwege, z. B. in Form von Hohlwegen gelten als schützenswerte Kulturlandschaftselemente.
Straßen- und Flurnamen Vielerorts erinnern Straßen- und Flurnamen – auch in Varianten wie etwa „Schaftrift“ oder „Triftstraße“ – an diese landwirtschaftliche Vergangenheit. Die Nutzung befestigter Wege als Viehtriebwege bewahrt die Weideflächen vor Trittschäden.Ländlicher Straßen- und Wegebau – Alm- und Alpwege.
Weiters beziehen sich Namen von Gebäuden oder Hofstellen auf einen Triftweg, wie Triftweber oder Triftschuster in der Ortschaft Rettenbach in Deutschlandsberg in der Steiermark.
Sonstiges Im Deutschen Wörterbuch, begründet von den Brüdern Grimm, wird unter Verweis auf Lexer Viehweg vom mittelhochdeutschen Wort vihewec hergeleitet. Das Wörterbuch sieht Viehweg als „zugang zur weide und das recht darauf“ sowie als „straszen-, wegname“. Johann Georg Krünitz gibt in seiner Oeconomischen Encyclopädie diese Erläuterung:
Siehe auch Im Wasserbau wird der Begriff Triebwasserweg manchmal auf Triebweg verkürzt.
„Viehweg“ gibt es auch als Familiennamen,Telefonbuch.de abgerufen am 8. August 2022. siehe z. B. Theodor Viehweg.
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Einzelnachweise
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