Die Saison 2014/15 war die dritte Spielzeit des Eishockey-Bewerbes der Inter-National-League, die als länderübergreifender Nachfolger der Nationalliga fungiert. Meister wurde der EHC Lustenau.
Veränderungen
Titelverteidiger wäre der HC Neumarkt gewesen, doch nach der personellen Neuorganisation des italienischen Eishockeyverbandes wurde den Teams aus Südtirol eine weitere Spielzeit in der INL untersagt. Die Inter National League musste diese Entscheidung akzeptieren. Mitschneidend dürfte der Umstand gewesen sein, dass mit dem italienischen Verband nur ein Ein-Jahres-Vertrag über die Teilnahme unterzeichnet wurde. Daneben musste auch HDK Maribor bekanntgeben, dass er nicht an der INL teilnehmen kann. Mit den zwei neuen österreichischen Klubs, den Steelers Kapfenberg und den Kitzbühler Adlern bestritten letztendlich 11 Teams die Saison 2014/15.
Um nach dem Ausstieg der fünf italienischen Vereine aus der Inter-National-League den finanziellen Verlust durch die entgangenen Heimspiele zu kompensieren, schuf der Österreichische Eishockeyverband in der Saison 2014/15 einen zusätzlichen Bewerb für die zweithöchste Spielklasse, den Österreich-Cup, an dem ausschließlich die österreichischen INL-Klubs teilnahmen.
Teilnehmende Mannschaften
In der nachstehenden Tabelle sind die Eckdaten der teilnehmenden Mannschaften aufgeführt. Wie bereits in der Vorsaison trug der EHC Bregenzerwald seine Spiele im Messestadion Dornbirn, der Heimstätte des EBEL-Clubs EC Dornbirn aus, da die Mannschaft in ihrer Heimatstadt Alberschwende nur über eine Freiluftarena verfügt.
Mannschaft Im Vorjahr Trainer Stadion Kapazität EHC Bregenzerwald Vizemeister der INL Henrik Alfredsson Messestadion Dornbirn 4.270 HK Slavija Ljubljana Qualifizierungsrunde, Rang 3 Jaka Avgustinčič Ledena dvorana Zalog 1.200 EK Zell am See Halbfinale Milan Mazanec Eishalle Zell am See 2.600 HK Triglav Kranj Qualifizierungsrunde, Rang 3 Gorazd Drinovec Arena Zlato Polje 800 VEU Feldkirch Viertelfinale Miloš Holaň Vorarlberghalle 5.200 EHC Lustenau Viertelfinale Heikki Mälkiä Rheinhalle 2.200 HK MK Bled Qualifizierungsrunde, Rang 5 Valerij Sahraj Hokejska dvorana Bled 1.800 HK Celje Qualifizierungsrunde, Rang 5 Rok Rojsek Ledena dvorana Celje 1.100 HDD Jesenice Viertelfinale Roman Pristov Športna dvorana Podmežakla 4.500 EC Kitzbühel Meister NAHL 2013/2014 Jeffrey Job Sportpark 1.700 Steelers KapfenbergVizemeister NAHL 2013/14als Kapfenberg Bulls Štefan Mikeš Sportzentrum Kapfenberg4.000
Modus Gespielt wurde ein Grunddurchgang in Form einer einfachen Hin- und Rückrunde. Anschließend wurden zwei Gruppen gebildet und eine weitere einfache Hin- und Rückrunde ausgetragen. Die fünf bestplatzierten Clubs spielten in einer Meisterrunde das Heimrecht für das Viertelfinale aus, die ersten drei erhielten ein Wahlrecht für ihren Viertelfinal-Gegner. Die übrigen Clubs bildeten die Qualifikationsgruppen. Die Plätze 1–3 dieser Gruppe qualifizierten sich für das Viertelfinale. Anschließend folgten Viertelfinale im Modus „Best of Seven“, Halbfinale und Finale im Modus Best of Five.
3-Punkte Regel Im Grunddurchgang wurden die Punkte wie folgt vergeben: 3 Punkte für einen Sieg in regulärer Spielzeit, 2 Punkte für einen Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschießen, 1 Punkt für eine Niederlage nach Penaltyschießen, 0 Punkte für eine Niederlage in regulärer Spielzeit.
Grunddurchgang
Hauptrunde Rang Team Sp S OTS OTN N T GT Torv Pkt 1 EHC Bregenzerwald 20 14 1 3 2 75 42 +33 47 2 EHC Lustenau 20 13 3 0 4 92 45 +47 45 3 HDD Jesenice 20 13 1 4 2 110 45 +65 45 4 VEU Feldkirch 20 11 5 1 3 84 38 +46 44 5 EK Zell am See 20 13 2 0 5 79 58 +21 43 6 Steelers Kapfenberg 20 7 3 1 9 74 73 +1 28 7 HK Triglav Kranj 20 7 0 0 13 61 83 −22 21 8 EC Kitzbühel 20 6 1 0 13 68 81 −13 20 9 HK Celje 20 5 0 5 10 77 110 −33 20 10 HK MK Bled 20 3 0 0 17 35 143 −108 9 11 HK Slavija Ljubljana 20 2 0 2 16 45 82 −37 8 Stand: 25. Jänner 2015; Legende: Sp = Spiele, S = Siege nach regulärer Spielzeit, OTS = Siege nach Verlängerung oder Penaltyschießen, OTN = Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschießen, N = Niederlage nach regulärer Spielzeit, T= Tore, GT = Gegentore, Torv = Torverhältnis, Pkt = Punkte
Master Round Rang Team Sp S OTS OTN N T GT Torv Bonus Pkt 1 EK Zell am See 8 4 1 0 3 28 27 +1 0 14 2 VEU Feldkirch 8 4 0 1 3 25 21 +4 1 14 3 HDD Jesenice 8 4 0 0 4 31 26 +5 2 14 4 EHC Lustenau 8 3 1 0 4 25 30 −5 3 14 5 EHC Bregenzerwald 8 3 0 1 4 21 26 −5 4 14
Stand: 21. Februar 2015 (Endstand der Master Round)
Qualifying Round Rang Team Sp S OTS OTN N T GT Torv Bonus Pkt 1 EC Kitzbühel 10 7 1 1 2 45 20 +25 2 26 2 Steelers Kapfenberg 10 6 1 0 3 57 26 +31 4 24 3 HK Slavija Ljubljana 10 6 0 0 4 29 32 −3 0 18 4 HK Celje 10 4 1 1 4 41 44 −3 1 16 5 HK Triglav Kranj 10 2 0 0 8 27 46 −19 3 9 6 HK MK Bled 10 2 0 1 7 27 58 −31 0 7
Stand: 21. Februar 2015 (Endstand der Qualifying Round)
Playoffs Die drei bestplatzierten Mannschaften der Master Round haben das Heimrecht sowie das Wahlrecht für den Viertelfinalgegner. Bei der Wahl wurde durchwegs nicht so sehr auf die Platzierung in der Qualifying Round (gleiches konnte man auch in der EBEL beobachten), sondern eher auf kurze Anfahrtswege geachtet.Das 4. Spiel in der Serie Jesenice gegen Ljubljana hatte ursprünglich Jesenice in der Verlängerung gewonnen. Diese wurde – entgegen den Regeln der INL mit fünf – auf Anordnung der Schiedsrichter mit vier Feldspielern ausgetragen. Da der Siegestreffer in einem Powerplay für Jesenice fiel, wurde der Anzeige des Schiedsrichterobmannes von Slowenien stattgegeben und einer Wiederholung der Overtime angeordnet .Da Slavija Ljubljana den Wiederholungstermin nicht wahrnehmen konnte, wurde die Overtime und damit das 4. Spiel der Serie zugunsten von Jesenice strafbeglaubigt. Jesenice stieg damit in das Halbfinale auf.
Playoff-Baum
Kader des INL-Meisters INL-MeisterEHC LustenauTorhüter: Simon Büsel, Tommi Virtanen, Martins Raitums
Verteidiger: Martin Oraže, David Slivnik, Marco Zorec, Oskars Martins Freimanis, Patrick Ratz, Tobias Schwendinger, Mathias Schwabegger, Michael Kutzer
Angreifer: Scott Barney, Toni Saarinen, Max Wilfan, Andris Siksnis, Stefan Wiedmaier, Thomas Auer, Kevin Schraven, Teemu Lepaus, Dominic Haberl, Christian Gmeiner, Dominik Oberscheider, Lukas Fritz Trainer: Heikki Mälkiä
Zuschauerstatistik Die folgende Tabelle gibt die Zuschauerzahlen der Vereine wieder. Angeführt sind die Heimspiele mit Stand 9. April 2015 (Ende der Saison) sowie die Gesamtsumme der Liga.
Heimspiele Rang Mannschaft SP ZU SCHN 1 VEU Feldkirch 19 35.017 1.843 2 EHC Lustenau 20 25.520 1.276 3 EK Zell am See 18 22.122 1.229 4 EC Bregenzerwald 16 22.096 1.381 5 HDD Jesenice 18 10.260 570 6 EC Kitzbühel 17 8.313 489 7 HC Kapfenberger 17 6.086 358 8 HK Slavija 17 2.771 163 9 HK Celje 15 2.595 173 10 HK Triglav Kranj 15 2.190 146 11 HK MK Bled 15 1.590 106 Liga Gesamt 187 138.560 741
Weblinks Spielplan 2014/15 und Details zu den Klubs, PDF-Datei Playoffs, auf laola1.at
Einzelnachweise
#2014/15 Kategorie:Eishockeysaison 2014/15