Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Bickendorf führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Bickendorf auf.
Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.
Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.
Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein Köln, Betty Blumenthal (Akazienweg 1) Hier wohnteBetty Blumenthal (Jahrgang 1894) Interniert 1942 Lager Müngersdorf Deportiert 1942 Theresienstadt 1943 Auschwitz Ermordet 1944 Akazienweg 1() Der im November 2013 verlegte Stolperstein erinnert an Elisabeth (Betty) Blumenthal, geboren am 11. Mai 1894 in Köln-Buchheim.
Die unverheiratete Elisabeth Blumenthal war die Tochter von Hermann und Sibilla Blumenthal (geb. Wolff). Die Familie lebte in der damals neu gebauten Wohnsiedlung der GAG am Akazienweg. 1936 wurde die Familie gezwungen, in ein sog. „Judenhaus“ an der Ecke Bismarckstraße/Venloer Straße zu ziehen. 1941 wurden Hermann Blumenthal und seine Töchter im Lager Müngersdorf interniert. Am 15. Juni 1942 wurden sie mit dem Transport III/1 von Köln in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Elisabeth Blumenthal und ihre Schwester Johanna kamen von dort aus am 23. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Blumenthal, ElisabethYad Vashem: Gedenkblatt für Elisabeth BlumenthalDeportationsliste Köln-Theresienstadt am 15. Juni 1942, (III/1)Deportationsliste Köln-Theresienstadt am 15. Juni 1942, (III/1), Seite 23, Eintrag Nr. 456ksta.de: Kunstaktion Stolpersteine gegen das Vergessen, abgerufen am 14. März 2017120px|Stolperstein Köln, Hannah Blumenthal (Akazienweg 1) Hier wohnteHannah Blumenthal (Jahrgang 1899) Interniert 1942 Lager Müngersdorf Deportiert 1942 Theresienstadt 1943 Auschwitz Ermordet 1944 Akazienweg 1() Der im November 2013 verlegte Stolperstein erinnert an Johanna (Hannah) Blumenthal, geboren am 12. August 1899 in Köln-Mülheim.
Die unverheiratete Johanna Blumenthal war die Tochter von Hermann und Sibilla Blumenthal (geb. Wolff). Die Familie lebte in der damals neu gebauten Wohnsiedlung der GAG am Akazienweg. 1936 wurde die Familie gezwungen, in ein sog. „Judenhaus“ an der Ecke Bismarckstraße/Venloer Straße zu ziehen. 1941 wurden Hermann Blumenthal und seine Töchter im Lager Müngersdorf interniert. Am 15. Juni 1942 wurden sie mit dem Transport III/1 von Köln in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Johanna Blumenthal und ihre Schwester Elisabeth kamen von dort aus am 23. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Blumenthal, JohannaYad Vashem: Gedenkblatt für Johanna BlumenthalDeportationsliste Köln-Theresienstadt am 15. Juni 1942, (III/1), Seite 23, Eintrag Nr. 455120px|Stolperstein Köln, Hermann Blumenthal (Akazienweg 1) Hier wohnteHermann Blumenthal (Jahrgang 1868) Interniert 1942 Lager Müngersdorf Deportiert 1942 Theresienstadt Ermordet 16. Januar 1943 Akazienweg 1() Der im November 2013 verlegte Stolperstein erinnert an Hermann Blumenthal, geboren am 5. Februar 1868 in Treptow, Pommern.
Hermann Blumenthal war in Posen Schlachthofdirektor, bis er 1920 eine Stellung als Standesbeamter in Köln-Mitte bekam. Hier lebte er mit seiner Familie in der damals neu gebauten Wohnsiedlung der GAG am Akazienweg. Seine Frau Sibilla starb 1934 an Leberkrebs. 1936 wurde die Familie gezwungen, in ein sog. „Judenhaus“ an der Ecke Bismarckstraße/Venloer Straße zu ziehen. 1941 wurden Hermann Blumenthal und seine Töchter im Lager Müngersdorf interniert. Am 15. Juni 1942 wurden sie mit dem Transport III/1 von Köln in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort starb er an den Folgen der Mangelernährung am 16. Januar 1943. Seine Töchter wurden am 23. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz verbracht.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Blumenthal, HermannDeportationsliste Köln-Theresienstadt am 15. Juni 1942, (III/1), Seite 23, Eintrag Nr. 454 120px|Stolperstein für Marusja Ermakowa (Vitalisstraße 218) Hier lebte zwangsweiseMarusja Ermakowa (Jahrgang 1922) Sowjetische Zwangsarbeiterin Lackfabrik Herbig-Haarhaus Tot 13. November 1942 Vitalisstr. 218(Verlegestelle Ecke Vogelsanger Straße)() Der am 22. November 2017 verlegte Stolperstein erinnert an Marusja Ermakowa, geboren am 18. Januar 1922 in Tereschow.
Die Zwangsarbeiterin Marusja Ermakowa starb am 13. oder 18. November 1942 in der Hilfsklinik des Jüdischen Wohlfahrtszentrums Ottostraße 85 und wurde auf dem Kölner Westfriedhof beerdigt.ns-dokumentationszentrum: Gräber der „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ in Köln - Ermakowa, Marusja
Der Stolperstein wurde von den Fraktionen in der Bezirksvertretung Ehrenfeld beim Rat der Stadt Köln im Gedenken an getötete Zwangsarbeiter*innen beantragt.ratsinformation.stadt-koeln.de: Bescheidenes Gedenken an getötete Zwangsarbeiter*innen, abgerufen am 10. Dezember 2017 120px|Stolperstein Köln, Karl Frankenstein (Häuschensweg 18) Hier wohnteKarl Frankenstein (Jahrgang 1891) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Tot 7. Februar 1942 Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Karl Frankenstein, geboren am 13. März 1891 in Northeim.
Der Arbeiter Karl Carl Karol Frankenstein wohnte in Hannover, Köln und in der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch. Mit dem 8. Transport wurde er am 21. Oktober 1941, von Köln aus, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, dort starb er am 7. Februar 1942.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Frankenstein, Karl Carl KarolDeportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 22. Oktober 1941Deportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 22. Oktober 1941 Blatt 12, Eintrag Nr. 599
Der ursprüngliche Stolperstein wurde im April 2001 verlegt. Seit 2003 zeigte die Verlegestelle deutliche Spuren von massiver Gewalteinwirkung. Am 2. März 2011 wurden die Steine am Häuschensweg 18 neu verlegt. Im Juni 2017 wurden die Steine vorübergehend sichergestellt, damit sie bei anstehenden Baumaßnahmen nicht beschädigt werden. 120px|Stolperstein Köln, Albert Herz (Häuschensweg 18) Hier wohnteAlbert Herz (Jahrgang 1877) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet Mai 1942 in Kulmhof/Chelmno Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Albert Herz, geboren am 22. September 1877 in Nümbrecht.
Der Arbeiter Albert Herz war der Sohn von Bernhard und Regine Herz (geb. Speier). Verheiratet war er mit Mathilde Herz (geb. Herz). Gemeinsam wurden sie mit dem 16. Transport am 30. Oktober 1941, von Köln aus, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, von dort aus kamen sie im Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof. Dort verliert sich ihre Spur.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Herz, AlbertDeportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941Deportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941 Blatt 18, Eintrag Nr. 861Yad Vashem: Gedenkblatt für Albert Herz
Der ursprüngliche Stolperstein wurde im April 2001 verlegt. Seit 2003 zeigte die Verlegestelle deutliche Spuren von massiver Gewalteinwirkung. Am 2. März 2011 wurden die Steine am Häuschensweg 18 neu verlegt. Im Juni 2017 wurden die Steine vorübergehend sichergestellt, damit sie bei anstehenden Baumaßnahmen nicht beschädigt werden. 120px|Stolperstein Köln, Harry Herz (Häuschensweg 18) Hier wohnteHarry Herz (Jahrgang 1935) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet September 1942 in Kulmhof/Chelmno Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Harry Herz, geboren am 22. November 1935 in Köln.
Harry Herz war der Sohn von Karl Sally Herz und seiner Frau Marga (geb. Levy). Die Familie wurde mit dem 8. Transport am 22. Oktober 1941, von Köln aus, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, von dort aus kam Harry Herz gemeinsam mit seiner Mutter im September 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof. Dort verliert sich ihre Spur.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Herz, HarryDeportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941 Blatt 2, Eintrag Nr. 94
Der ursprüngliche Stolperstein wurde im April 2001 verlegt. Seit 2003 zeigte die Verlegestelle deutliche Spuren von massiver Gewalteinwirkung. Am 2. März 2011 wurden die Steine am Häuschensweg 18 neu verlegt. Im Juni 2017 wurden die Steine vorübergehend sichergestellt, damit sie bei anstehenden Baumaßnahmen nicht beschädigt werden. 120px|Stolperstein Köln, Karl Sally Herz (Häuschensweg 18) Hier wohnteKarl Sally Herz (Jahrgang 1907) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Kulmhof/Chelmno Ermordet 7. Juli 1944 Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Karl Sally Herz, geboren am 6. Juni 1907 in Köln.
Der Kraftfahrer Karl Sally Herz war mit Marga Herz (geb. Levy) verheiratet. Gemeinsam hatten sie den Sohn Harry Herz. Die Familie wurde mit dem 8. Transport am 22. Oktober 1941, von Köln aus, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, von dort aus kam Karl Sally Herz am 7. Juli 1944 in das Vernichtungslager Kulmhof. Dort verliert sich seine Spur.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Herz, Karl sallyDeportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941 Blatt 2, Eintrag Nr. 96
Der ursprüngliche Stolperstein wurde im April 2001 verlegt. Seit 2003 zeigte die Verlegestelle deutliche Spuren von massiver Gewalteinwirkung. Am 2. März 2011 wurden die Steine am Häuschensweg 18 neu verlegt. Im Juni 2017 wurden die Steine vorübergehend sichergestellt, damit sie bei anstehenden Baumaßnahmen nicht beschädigt werden. 120px|Stolperstein Köln, Marga Herz (Häuschensweg 18) Hier wohnteMarga Herz, geb. Levy (Jahrgang 1909) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet September 1942 in Kulmhof/Chelmno Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Marga Herz (geborene Levy), geboren am 10. Dezember 1909 in Köln.
Die Arbeiterin Marga Herz war mit Karl Sally Herz verheiratet. Gemeinsam hatten sie den Sohn Harry Herz. Die Familie wurde mit dem 8. Transport am 22. Oktober 1941, von Köln aus, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, von dort aus kam Marga Herz gemeinsam mit ihrem Sohn im September 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof. Dort verliert sich ihre Spur.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Herz, MargaDeportationsliste Köln-Ghetto Litzmannstadt am 30. Oktober 1941 Blatt 2, Eintrag Nr. 95
Der ursprüngliche Stolperstein wurde im April 2001 verlegt. Seit 2003 zeigte die Verlegestelle deutliche Spuren von massiver Gewalteinwirkung. Am 2. März 2011 wurden die Steine am Häuschensweg 18 neu verlegt. Im Juni 2017 wurden die Steine vorübergehend sichergestellt, damit sie bei anstehenden Baumaßnahmen nicht beschädigt werden. 120px|Stolperstein Köln, Mathilde Herz (Häuschensweg 18) Hier wohnteMathilde Herz (Jahrgang 1880) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet Mai 1942 in Kulmhof/Chelmno Häuschensweg 18() Der am 2. März 2011 neu verlegte Stolperstein erinnert an Mathilde Herz, geboren am 17. November 1880 in Polch.