Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Braunsfeld führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Braunsfeld auf.
Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.
Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.
Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteMarianne Ahlfeld-Heymann (Jahrgang 1905) Flucht 1933 Frankreich Interniert Gurs Geflohen 1940 Versteckt gelebt Befreit Voigtelstr. 9() Der am 19. März 2019 verlegte Stolperstein erinnert an Marianne Ahlfeld-Heymann, geboren am 7. Februar 1905 in Köln.
Marianne Heymann wuchs in einem liberalen Elternhaus in Köln auf. Ihre Schulausbildung erhielt sie an der Kaiserin Augusta-Schule; zu ihren Schulfreundinnen zählten Elsbeth Pollitz und Irmgard Keun. 1922 begann sie eine Ausbildung an der Kölner Kunstgewerbeschule und wechselte 1923 an das Bauhaus in Weimar. Hier besuchte sie die Klasse für Bildhauerei und Bühnenkunst. 1925 kehrte Heymann nach Köln zurück und fertigte Figuren für einen Puppenspieler. 1926 bis 1928 machte sie ein Volontariat an der Kölner Oper und arbeitete anschließend als Assistentin an das Mannheimer Nationaltheater. Ab 1929 entwarf sie Kostüme für zahlreiche Inszenierungen in Köln und Mannheim.
Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten emigrierte sie mit Hilfe von Familienangehörigen im April 1933 über Ascona nach Paris. In Frankreich lernte sie den sozialdemokratischen Tischler Hermann Ahlfeld (1892–1983) kennen. 1937 nahm sie an der Pariser Weltausstellung teil und erhielt eine Auszeichnung. Marianne Ahlfeld-Heymann wurde im Mai 1940 für einige Monate im Camp de Gurs interniert. Freigelassen, überlebte das Ehepaar Ahlfeld die deutsche Besatzung versteckt in Südfrankreich. Im Januar 1949 wanderte das Ehepaar mit den drei Kindern mit der Alija nach Israel aus, wo sie im Moschaw Kfar Chaim eine Tischlerei aufbauten, die das Überleben sicherte. Am 26. Juni 2003 starb sie in Haifa. alternativtext=Stolperstein für Alfred Alsberg, Am Morsdorfer Hof 35|120x120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteDr. Alfred Alsberg (Jahrgang 1883) Deportiert 1941 Łódź / Litzmannstadt Ermordet 14.11.143 Am Morsdorfer Hof 35() Der Stolperstein erinnert an Dr. Alfred Alsberg, geboren 1883, Besitzer des Kaufhauses Alsberg. Die Verlegung erfolgte am 12. Juni 2025. alternativtext=Stolperstein für Martha Alsberg, Am Morsdorfer Hof 35|120x120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteMartha Alsberg geb. Eichengrün (Jahrgang 1895) Deportiert 1941 Łódź / Litzmannstadt Chelmno / Kulmhof Ermordet 1944 Am Morsdorfer Hof 35() Der Stolperstein erinnert an Martha Alsberg, geboren 1895. Die Verlegung erfolgte am 12. Juni 2025. alternativtext=Stolperstein für Fritz-Richard Alsberg, Am Morsdorfer Hof 35|120x120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteFritz Richard Alsberg (Jahrgang 1920) Flucht 1939 England Am Morsdorfer Hof 35() Der Stolperstein erinnert an Fritz Richard Alsberg, geboren 1905. Die Verlegung erfolgte am 12. Juni 2025. alternativtext=Stolperstein für Heinz Alsberg, Am Morsdorfer Hof 35|120x120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteHeinz Alsberg (Jahrgang 1921) Flucht 1939 England Kanada Am Morsdorfer Hof 35() Der Stolperstein erinnert an Heinz Alsberg, geboren 1921. Die Verlegung erfolgte am 12. Juni 2025. alternativtext=Stolperstein für Eva Alsberg, Am Morsdorfer Hof 35|120x120px|Stolperstein für Marianne Ahlfeld-Heymann (Voigtelstraße 9) Hier wohnteEva Alsberg (Jahrgang 1924) Kindertransport 1939 Holland England Am Morsdorfer Hof 35() Der Stolperstein erinnert an Eva Alsberg, geboren 1924. Die Verlegung erfolgte am 12. Juni 2025. 120px|Stolperstein für Arnold Altberger (Aachener Straße 443) Hier wohnteArnold Altberger (Jahrgang 1905) Deportiert Ziel unbekannt Verschollen Aachener Str. 443() Der Stolperstein erinnert an Arnold Altberger, geboren 1905.
Den Stolperstein für Arnold Alteberger stifteten Schülerinnen und Schüler des Georg-Büchner-Gymnasium (Köln)., abgerufen am 1. März 2016 120px|Stolperstein für Amalie Banner (Aachener Straße 443) Hier wohnteAmalie Banner (Jahrgang 1923) Deportiert 1938 Neu-Bentschen 1940 Warschau Ermordet 1941 Aachener Str. 443() Der Stolperstein erinnert an Amalie Malka Banner, geboren am 25. Februar 1923 in Köln.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Banner, Amalie Malka
Amalie Banner, genannt „Malchen“, wurde in der Drachenfelsstraße geboren. Nach dem Tod der Mutter 1928 wuchs sie im Abraham-Frank-Haus, einem jüdischen Waisenhaus in der Aachener Straße 443 auf. „Malchen“ die eigentlich Tänzerin werden wollte, musste aufgrund einer Knochentumor-Erkrankung 1934 im israelitischen Asyl in Ehrenfeld von den Chirurgen Alfred Roseno und Trude Löwenstein ein Bein amputiert werden. Nach ihrer Rekonvaleszenz besuchte die Israelitische Volksschule Lützowstraße und begann 1938 eine Schneider- und Modistenlehre. Weil der Vater Simon Banner die polnische Staatsangehörigkeit besaß, wurde er mit seinen Töchtern Selma und Amalie gezwungen, Deutschland am 28. Oktober 1938 im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ zu verlassen. Über das „Behelfslager“ Neu-Bentschen konnte „Malchen“ zunächst zu einer Tante nach Posen ziehen und dort eine Ausbildung zur Modistin machen. Kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges zog die Familie Banner nach Warschau, wo sie nach der Besetzung durch die Deutschen Truppen im Warschauer Ghetto isoliert wurden. Aus dieser Zeit sind mehrere Briefe von „Malchen“ Banner erhalten. Die letzte Nachricht von Amalie Banner stammt vom 28. November 1941. Danach gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Man geht davon aus, dass sie mit ihrer Familie im Ghetto verhungert ist.Horst Matzerath, Elfi Pracht, Barbara Becker-Jákli (Hrsg.): Jüdisches Schicksal in Köln 1918–1945 - Katalog zur Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Kön/NS-Dokumentationszentrum (8. November 1988 bis 22. Januar 1989, im Kölnischen Stadtmuseum/Alte Wache), Stadt Köln 1988, Seite 307NS-Dok: Biografie Banner, AmalieDen Stolperstein für Amalie Banner stifteten Schülerinnen und Schüler des Georg-Büchner-Gymnasium (Köln). 120px|Stolperstein für Selma Banner (Aachener Straße 443) Hier wohnteSelma Banner (Jahrgang 1924) Deportiert 1938 Neu-Bentschen 1940 Warschau Ermordet 1941 Aachener Str. 443() Der Stolperstein erinnert an Selma Banner, geboren am 6. April 1924 in Köln.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Banner, Selma
Nach dem Tode der Mutter 1928 wuchs sie im Abraham-Frank-Haus, einem jüdischen Waisenhaus in der Aachener Straße 443 auf. Weil der Vater Simon Banner die polnische Staatsangehörigkeit besaß, wurde er mit seinen Töchtern Amalie und Selma gezwungen, Deutschland am 28. Oktober 1938 im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ zu verlassen. Über das „Behelfslager“ Neu-Bentschen wurde Selma Banner 1940 ins Warschauer Ghetto deportiert, dort starb sie 1941.Den Stolperstein für Selma Banner stifteten Schülerinnen und Schüler des Georg-Büchner-Gymnasium (Köln). 120px|Stolperstein für Elise Barth (Wiethasestraße 37) Hier wohnteElise Barth (Jahrgang 1874) Flucht 1939 Belgien Verhaftet 1942 Interniert Deportiert 1942 Ermordet in KZ Auschwitz Wiethasestr. 37() Der Stolperstein erinnert an Elise/Elisa Barth (geb. Meyer), geboren am 19. Dezember 1874 in Beurig.
Elise Barth wurde 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Barth, Elise Elisa 120px|Stolperstein für Albert Bendix (Hültzstraße 24) Hier wohnteAlbert Bendix (Jahrgang 1879) Flucht 1939 Holland Flucht in den Tod 15. April 1940 Zandvoort Hültzstr. 24() Der am 26. September 2019 verlegte Stolperstein erinnert an Albert Bendix, geboren am 12. August 1879 in Dülmen.
Albert Bendix war Direktor des Barmer Bankvereins Hinsberger, Fischer & Comp. sowie der Geschäftsinhaber der Barmer Bankvereins Hinsberger, Fischer & Comp. KG a. A., Köln sowie Litauischer Konsul für Westfalen, die Rheinprovienz und den oldenburgischen Landesteil Birkenfeld.bundesarchiv.de: Biografischer Eintrag für Albert Bendix Der einflussreiche Bankier war Aufsichtsratsmitglied mehrerer Industrieunternehmen. Von 1933 bis zu seiner Vertreibung nach Holland 1939 war Bendix Vorstand der jüdischen Gemeinde in Köln. Am Tag nach der deutschen Besetzung der Niederlande, am 15. Mai 1940, sah Albert Bendix keinen Ausweg mehr und es blieb ihm in Zandvoort nur die Flucht in den Tod.Ortsfamilienbuch Coesfeldbundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Bendix, Albert
Der fälschlicherweise vor dem Haus Hültzstraße 7 verlegte Stolperstein für Albert Bendix wurde am 26. September 2019 erneuert und zusammen mit den Stolpersteinen für Bertha und Hans Josef Bendix und Henriette Stern vor dem Wohnhaus der Familie in der Hültzstraße 24 verlegt. 120px|Stolperstein für Bertha Bendix (Hültzstraße 24) Hier wohnteBertha Bendix, geb. Löwenberg (Jahrgang 1878) Flucht 1939 Holland Flucht in den Tod 15. April 1940 Zandvoort Hültzstr. 24() Der am 26. September 2019 verlegte Stolperstein erinnert an Bertha Bendix (geb. Löwenberg), geboren am 25. Dezember 1878 in Hörde.
Bertha Löwenberg wurde als jüngste Tochter von Jacob und Jeanette Löwenberg in Hörde geboren. Sie heiratete den Bankdirektor Albert Bendix. Das Ehepaar hatte einen Sohn (Hans Josef, geb.1909). 1939 flüchtete die Familie in die Niederlande. Gemeinsam mit Berthas älterer Schwester Henriette Stern wohnten sie in Zandvoort in der Brederodestraat 98. Am Tag nach der deutschen Besetzung der Niederlande, am 15. Mai 1940, sah die Familie Bendix keinen Ausweg mehr und es blieb ihnen nur die Flucht in den Tod. Bertha Bendix wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Haarlem begraben. 120px|Stolperstein für Hans Josef Bendix (Hültzstraße 24) Hier wohnteHans Josef Bendix (Jahrgang 1909) Flucht 1939 Holland Flucht in den Tod 15. April 1940 Zandvoort Hültzstr. 24() Der am 26. September 2019 verlegte Stolperstein erinnert an Hans Josef Bendix, geboren am 22. Juli 1909 in Bonn.
Hans Josef Bendix wurde 1909 als Sohn von Albert und Bertha Bendix in Bonn geboren. Gemeinsam mit seinen Eltern flüchtete er 1938 in die Niederlande. Die Familie lebte in der Brederodestraat 98 in Zandvoort. Am Tag nach der deutschen Besetzung der Niederlande, am 15. Mai 1940, sah die Familie Bendix keinen Ausweg mehr und es blieb ihnen nur die Flucht in den Tod. Hans Josef Bendix wurde neben seinen Eltern auf dem Jüdischen Friedhof in Haarlem begraben. 120px|Stolperstein für Annie Benjamin (Pauliplatz 13) Hier wohnteAnnie Benjamin, geb. Graumann (Jahrgang 1903) Deportiert Auschwitz Für tot erklärt Pauliplatz 13() Der Stolperstein erinnert an Annie Benjamin (geb. Graumann), geboren am 23. August 1903 in Köln.
Annie Benjamin konnte zunächst nach Frankreich emigrieren, wurde später im Sammellager Drancy inhaftiert und am 14. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Benjamin, Annie