Brechen, im 19. Jahrhundert auch Brecken, war eine Hofschaft in Hückeswagen im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Die Hofschaft fiel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wüst.
Lage und Beschreibung Brechen lag im Tal des Scheuerbachs im östlichen Hückeswagen an der Grenze zu Radevormwald. Nachbarorte waren Scheuer, Niederdahlhausen, Herweg, Heinhausen, Fockenhausen und Siepersbever auf Hückeswagener und Lichteneichen und Hönde auf Radevormwalder Stadtgebiet. Ebenfalls abgegangen ist Oberdahlhausen.
Die Hofschaft war über eine Zufahrtsstraße aus Richtung Siepersbever erreichbar.
Geschichte 1484 wurde der Ort das erste Mal in Kirchenrechnungen urkundlich erwähnt. Schreibweise der Erstnennung: Breckmann.Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. Oberbergische Abteilung 1924 e. V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3 (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband 1). Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt den Hof als Brecken. Im 18. Jahrhundert gehörte der Ort zum bergischen Amt Bornefeld-Hückeswagen.
1815/16 lebten 18 Einwohner im Ort. 1832 gehörte Brechen unter dem Namen Brecken der Herdingsfelder Honschaft an, die ein Teil der Hückeswagener Außenbürgerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Hückeswagen war. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Weiler kategorisierte Ort hatte zu dieser Zeit zwei Wohnhäuser und vier landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 15 Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf. Theil 2: Die statistische Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle und das alphabetische Ortsnamenverzeichniß enthaltend. Schreiner, Düsseldorf 1836, S. 12; digitale-sammlungen.de
Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland werden 1885 zwei Wohnhaus mit vier Einwohnern angegeben. Der Ort gehörte zu dieser Zeit zur Landgemeinde Neuhückeswagen innerhalb des Kreises Lennep.Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen. Königliches Statistisches Bureau (Preußen), Berlin 1888 (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band 12, ). In der Ausgabe von 1895 wird Brechen nicht mehr aufgeführt.Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen. Königliches Statistisches Bureau (Preußen), Berlin 1897 (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band 12).
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in Hückeswagen Kategorie:Ersterwähnung 1484