mini|Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts Sternberg (2015) Das Amtsgericht Sternberg war ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bezirk des Landgerichts Schwerin und vorher in Mecklenburg-Schwerin.

Gerichtssitz und -bezirk Das Gericht hatte seinen Sitz in der Stadt Sternberg.§ 4 Abs. 1 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991, GVOBl. M-V 1991, S. 103 (PDF; 83,6 kB). Der Gerichtsbezirk umfasste das Gebiet des damaligen Landkreises Sternberg.§ 4 Abs. 8 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991. Dem Amtsgericht Sternberg war das Landgericht Schwerin übergeordnet.§ 3 Abs. 3 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991. Zuständiges Oberlandesgericht war das Oberlandesgericht Rostock.

Geschichte Mecklenburg-Schwerin Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden die bestehenden Gerichte des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin aufgelöst und Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte gebildet. Das Amtsgericht Sternberg war dem Landgericht Güstrow und dem Oberlandesgericht Rostock nachgeordnet.Verordnung zur Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 27. Januar 1877 vom 31. Mai 1879; in: Regirungeblatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 1879 Nr. 20, S. 131 ff., Digitalisat Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1880, S. 462 online

Sein Gerichtsbezirk umfasste die Stadt Sternberg und Teile des Dominialamtes Crivitz (Kukuk und Hohen Pritz), des Dominialamtes Warin (Dabel, Gägelow, Holzendorf, Kobrow, Loiz, Pastin, Klein Raden, Rosenow, Witzin und Neu Krug), des ritterschaftlichen Amtes Crivitz (Dessin, Klein Pritz und Wamckow), des ritterschaftlichen Amtes Mecklenburg (Eickelberg und Eickhof), des ritterschaftlichen Amtes Schwerin (Grünenhagen und Lübzin) und des ritterschaftlichen Amtes Sternberg (Bolz, Borkow, Buchenhof, Groß Görnow, Klein Görnow, Mustin, Groß Raden, Rothen, Ruchow, Stieten und Zülow).Mecklenburg-Schwerinsches Staatshandbuch, 1916, S. 294–295, Digitalisat

DDR In der DDR wurden die Amtsgerichte 1952 aufgelöst und einheitlich Kreisgerichte gebildet. In Sternberg entstand so das Kreisgericht Sternberg, welches dem Bezirksgericht Schwerin nachgeordnet war. Gerichtssprengel war der Kreis Sternberg.

Nach dem Jahr 1989 Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden die Kreisgerichte wieder aufgehoben und erneut Amtsgerichte, darunter das Amtsgericht Sternberg, gebildet.§ 4 Abs. 1 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991, GVOBl. M-V 1991, S. 103 (PDF; 684 kB). Am 31. Dezember 1997 wurde das Gericht aufgehoben und in eine Zweigstelle des Amtsgerichts Parchim umgewandelt. Die Zweigstelle wurde am 13. Oktober 2001 geschlossen.Verordnung vom 3. September 2001, GVOBl. M-V 2001, S. 358.

Gebäude Das Gericht befand sich in einem denkmalgeschützten Gebäude in der Luckower Straße 23. (PDF; 46,5 kB) unter der Identitätsnummer 1890.

Weblinks

Einzelnachweise

Sternberg Sternberg Kategorie:Sternberg Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1952 Kategorie:Gerichtsgründung 1991 Kategorie:Aufgelöst 1997