mini|320px|Die Quelle der Schlichem bei Tieringen

Die Schlichem ist ein 34 km langer Fluss im Zollernalbkreis und dem Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg, der nach ungefähr westlichem Lauf bei Epfendorf von rechts in den oberen Neckar mündet.

Name Im Jahr 1334 wurde das Flüsschen als Schlichinn zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom althochdeutschen Wort slih für „Furche“ ab. Das Benennungsmotiv dürfte sich von der Schlichemklamm herleiten.

Geographie Verlauf Die Quelle der Schlichem liegt 1,5 Kilometer nördlich von Tieringen (Stadtteil von Meßstetten) auf einer Höhe von . Das Flüsschen nähert sich bald in der Ortsmitte von Tieringen der Europäischen Wasserscheide auf circa 50 Meter. Jenseits von dieser entspringt ebenfalls auf Tieringer Gemarkung die Obere Bära, die zur Donau fließt.

Auf ihrem 34,4 Kilometer langen Weg nach Westen durch die Schwäbische Alb, das Albvorland und die Gäulandschaft beidseits des Neckarlaufs durchquert oder streift die Schlichem folgende Orte und Gemeinden (in Klammern jeweils die ungefähre Flusshöhe im geschlossenen Siedlungsbereich des Ortes):

Tieringen (815-) Hausen am Tann (725-) Ratshausen (672-) Schömberg (635-; die Stadt liegt bis auf wenige Gebäude links über dem Fluss) Dautmergen (600-) Täbingen ( an der Fischermühle; das Dorf selbst liegt links auf der Höhe um den zufließenden Weihergraben) Rosenfeld-Leidringen (577- zwischen Micheles- und Brestneckermühle; das Dorf selbst liegt rechts über dem Talhang) Dietingen-Rotenzimmern (505-) Dietingen-Böhringen (494-; an Böhringer Mühle) Epfendorf-Harthausen ( an Ramsteiner Mühle; das Dorf selbst liegt talfern auf der rechten Hochebene) Epfendorf ( bei Butschhof; die Stadt selbst liegt gegenüber der Mündung)

Bei Schömberg wird die Schlichem durch die Schlichemtalsperre auf zu einem Stausee aufgestaut, der auch als Badesee ausgebaut ist. Er wird vom Schlichem-Viadukt der Bahnstrecke Balingen–Schömberg (früher Bahnstrecke Balingen-Rottweil) überquert.

Östlich gegenüber von Epfendorf mündet die Schlichem rund zwei Kilometer unterhalb der so genannten Schlichemklamm (lokaler Name Schlichem-Gumpen) im sich bis hinab zu diesem ziehenden Naturschutzgebiet Schlichemtal von rechts in den oberen Neckar.

Einzugsgebiet Das knapp 109 km² große Einzugsgebiet der Schlichem grenzt im Nordwesten an dasjenige des kleinen abwärtigen Neckar-Zuflusses Schenkenbach. Hinter der anschließenden, sehr langen Wasserscheide im Nordosten konkurriert zunächst die Stunzach, dann länger deren Vorfluter Eyach. Im Südosten läuft die schon erwähnte Obere Bära über die Bära zur Donau, dann an der linken Wasserscheide zunächst im Süden der rechte Bära-Oberlauf Untere Bära. Im Südwesten streben einige jenseitige Bäche wieder von rechts zum Neckar, erwähnenswert darunter sind nacheinander die mittelgroße Starzel und der kleine Weiherbach, die über die Prim zu diesem abfließen, und der direkte Zufluss Wettebach.

Die größten Höhen im Einzugsgebiet erheben sich über die Hochflächen beidseits des Oberlauftals in der Alb, die oft über liegen. Der höchste Punkt ist der bewaldete Gipfel des Rainen südöstlich von Ratshausen auf , über den die südliche Wasserscheide zieht. Die ähnlich hohe rechte Wasserscheide am oberen Laufabschnitt mit auf dem Gipfel Gespaltener Fels der Schafberg-Hochebene reicht knapp über die 1000-Meter-Grenze.

Zuflüsse und Seen Bei weitem größter Nebenfluss ist der dem Unterlauf von links und aus dem Südosten zulaufende, mitsamt seinem Oberlaufstrang etwa 14 km lange Schwarzenbach, der im Albvorland südlich von Schömberg entsteht und etwa ein Viertel des Gesamteinzugsgebietes beiträgt.

Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche und Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. In Klammern stehende Gewässerbezeichnungen sind keine Eigennamen, sondern beschreibend. In der Regel ohne Mühlkanäle.

Die auf Karten als Ursprung der Schlichem ausgewiesene Quelle liegt auf etwa etwa 1,5 km nördlich der Ortsmitte von Meßstetten-Tieringen. Das Gewässer fließt zunächst südlich.

Böllatgraben, von links und Süden auf etwa etwas westlich von Tieringen, 0,8 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa am Hang nördlich-unterhalb des Meßstettener Heidenhofs. Hier ist die Schlichem nach ihrer Rechtskurve durch Tieringen schon auf Westlauf. Engenbach, von rechts und Norden auf etwa an zwei letzten Gebäuden Tieringens in Außerdorflage, 0,5 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf über neben der Steigenstrecke der L 440 von Tieringen nach Weilstetten. Reutegraben, von links und Süden auf etwa , 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf über am Waldhang nordöstlich des Stromelsberges und läuft fast ganz im Wald. Rötegrabenbach, von rechts und Nordnordwesten auf etwa , 2,0 km und ca. 3,0 km². Entsteht auf etwa in einer Talbucht zwischen Lochenstein () und Wenzelstein () südwestlich von diesem. Ist bald Gemeindegrenzbach von Meßstetten zu Hausen am Tann. Waldhausbach, von rechts und Nordwesten auf etwa nach Durchqueren von Hausen am Tann am Ortsrand, 2,9 km und 3,5 km². Entsteht auf etwa am oberen Osthang der Plettenberg-Hochebene (bis ). Schlichembach, mit rechtem Oberlauf Kleiner Schlichembach, von links und Südsüdosten auf , 2,3 km und ca. 2,9 km². Der Kleine Schlichembach entsteht auf etwa in einer Schlucht nördlich des Obernheimer Weilers Tanneck. Der Unterlauf ist Grenzbach zwischen Hausen am Tann und Ratshausen. (Waldhangbach), von links und Süden auf etwa , 1,2 km und ca. 0,8 km². Entsteht am Nordosthang des Rainen () auf etwa . 10px Passiert auf etwas unter den Ratshauser See links am Lauf etwa 800 Meter östlich des Ortsrandes von Ratshausen, 1,7 ha. (Waldhangbach), von links und Südwesten auf über etwa 500 Meter vor dem Ratshausener Ortsrand, 0,8 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa am Nordostabhang des Ortenbergs (). Steinlegraben, von rechts und Nordosten auf am oberen Ortsrand von Ratshausen, 1,2 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa im Hangwald unterhalb der Ruine von Burg Plettenberg am Südsporn der gleichnamigen Hochfläche. Egertbächle, von links und Süden im östlichen Ratshausen, 1,3 km ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa am Nordhang des Ortenbergs. Wettebach, von links und Süden in Ratshausen, 1,9 km und ca. 0,8 km². Die oberste Quelle entspringt auf etwa an der Grenze der Deilingener Wohnsiedlung auf dem Ortenberg-Westhang zum Hangwald. Talgraben, von rechts und Nordosten auf etwa in Ratshausen am Beginn eines Gewerbeareals, 0,9 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa unterm Südwestsporn des Plettenbergs. Mittelbach, von links und Süden auf etwa über einen Mühlkanalrest am westlichen Ortsende von Ratshausen an der Brücke zur Gewerbezone, 3,1 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa am Nordrand des Hauptteils von Deilingen. Holzingerberggraben, von rechts und Nordosten auf etwa nahe einem Feldkreuz etwas westlich von Ratshausen, 0,8 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa im Wald nördlich der Industriezone, unbeständig bei dann bis doppelter Länge auf bis etwa unweit der Quelle des Talgrabens. Weilenbach, von links und Südwesten auf etwa an der Oberen Säge von Schömberg, 2,4 km und 2,0 km². Entsteht auf über am Waldrand im Süden über Weilen in den Rinnen. Mit fast ebenso großem linkem Unterlauf-Zufluss Brandbächle.Von hier an fließt die Schlichem in nördliche bis nordwestliche Richtung. Hätzenbolgraben, von rechts und Ostnordosten auf knapp zwischen Schömberg-Obere Säge und Schömberg-Untere Säge, 1,6 km und 0,7 km². Entsteht auf etwa östlich des von ihm durchlaufenen Ulgen. Waldbach. Reisbruckgraben, von links und Südwesten wenige Schritte nach dem vorigen, 0,7 km und ca. 0,5 km². Entsteht beständig auf etwa im Nordosten des Waldes Witthau, unbeständig mit dann etwa 0,9 km längerem Lauf am Rand einer zur Halblichtung überwachsenen alten Grube in dessen Südwesten auf fast . mini|320px|Schlichemtalsperre bei Schömberg 10px Fließt auf in den fast 1,4 km langen, anfangs recht schmalen Stausee der Schlichemtalsperre ein, 10,4 ha, die sich bis an dessen Weiler Untere Säge vorbei bis an den Rand des Ortskerns von Schömberg selbst zieht. mini|784x784px|Erddamm der Schlichemtalsperre|links Hölzlegraben, von rechts und Nordosten in den Stausee unterhalb der Unteren Säge, 1,2 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa im Grahlehen. Größtenteils Waldbach. Scheubühlgraben, von links und Südwesten noch vor dem Schlichem-Viadukt über den See, 0,9 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa im bewaldeten Teil des Bürgle. Räßentälebach, von links und Südwesten unterhalb des Viadukts in den See, 1,2 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf unter bei den Sportplätzen am Südrand von Schömberg.Nach dem See geht die Schlichem auf Nordlauf. Galgenbühlgraben, von rechts und Nordosten auf etwa nach der Schlichembrücke der B 27, 2,1 km und 1,9 km². Entsteht auf etwa am Ostrand des Waldes um den Palmbühl () zum Esch. Tiefer Sulzgraben, von rechts und Ostnordosten auf über an der Kläranlage von Dotternhausen, 1,1 km und rund 0,5 km². Entsteht auf über in den alten Abbaugruben westlich des Zementwerks von Dotternhausen. 10px Beidseits der Mündung des vorigen liegen zwei Weiher von zusammen 1,0 ha rechts der Schlichem. (Klingenwaldbach), von links und Südwesten auf etwa gegenüber von Dormettingen über der rechten Talhöhe, 1,1 km und ca. 0,9 km². Entspringt der Fließquelle Schönhagerlochbrunnen auf etwa im Hungerbühl nahe dem Schömberger Berghof.Wenig unterhalb wechselt die Schlichem auf Nordwestlauf. Erlenwiesengraben, von links und Südwesten auf knapp am Ostrand von Dautmergen, 1,7 km und 2,2 km². Entsteht auf über im Teufental. Sulzgraben, von links und Westsüdwesten auf rund in Dautmergen, 1,0 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf meist unter südöstlich von Rosenfeld-Täbingen nahe der Römerstraße. Hohler Graben, von rechts und Nordosten auf etwa im abwärtigen Dautmergen, 1,2 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa zwischen Hülen und Hohem Rain. Weiherbach, von links und Südwesten in die Schlichem selbst auf wenig oberhalb der Brücke der K 7170 von Täbingen nach Balingen-Erzingen, 2,3 km und 2,0 km². Entsteht auf etwa im Lützelfeld am Nordrand der Gemarkung von Zimmern unter der Burg. Golterngraben, von rechts und Nordosten eben noch vor der Kreisstraßenbrücke in den abgezweigten Mühlgraben zur Fischersmühle bei Täbingen, 2,3 km und ca. 1,5 km². Entfließt auf etwa dem unteren von zwei Teichen am Rand des Hart. Erlenbach, von rechts und Ostnordosten auf zwischen Micheles- und Brestneckermühle von Rosenfeld, 3,5 km und 6,5 km². Entsteht auf etwa am Seehof von Rosenfeld.Hier knickt die Schlichem auf Westlauf. Heimbach, von rechts und Norden auf etwa etwa einen halben Kilometer östlich von Dietingen-Rotenzimmern, 2,0 km und 1,9 km². Der längere linke Oberlauf entsteht auf etwa am Nordrand der Rodungsinsel um den Bettenberger Hof von Dietingen. Waldenbach, von links und Südsüdosten auf unter in Rotenzimmern, 1,9 km und 2,2 km². Entsteht auf etwa wenig vor der Südspitze des Klingenwaldes am Rotenzimmerner Königsrain. Landschaftsschutzgebiet Waldenbachtal im Tal. Augraben, von rechts und Norden auf etwa nahe einem Feldkreuz zwischen Rotenzimmern und Böhringen, 2,5 km und 1,4 km². Entsteht auf wenig über nördlich des Bettenbergs neben dem Hartweg. Größtenteils Waldklingenbach. Durchfließt den angestauten, 0,6 ha großen Waldsee. Schwarzenbach, von links und Südosten auf unterhalb von Böhringen gegenüber der Kläranlage von Dietingen, 13,8 km und 26,8 km². Entsteht auf etwa etwa einen halben Kilometer nördlich des Ortsrandes von Schömberg-Schörzingen in einer kleinen, lockeren Waldinsel. (Abfluss des Egelsees), von rechts und Norden auf etwa im Naturschutzgebiet Schlichemtal in den rechten Triebwerkskanal zur Ramsteiner Mühle von Epfendorf, 1,5 km und ca. 1,1 km². Entsteht auf etwa etwas westlich des Egelsees, den das Gewässer dann durchläuft.