Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Kalk führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Kalk auf.
Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.
Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.
Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Eugenie Cohen (Kalker Hauptstr. 139) Hier wohnteEugenie Cohen geb. Berlin (Jahrgang 1875) Deportiert 1943 Theresienstadt Ermordet 25.7.1943 Kalker Hauptstr. 139() Die am 11. November 2025 verlegten Stolpersteine erinnern an Eugenie Cohen und Max Cohen. Pate ist das Imgardis-Gymnasium. Eugenie Berlin wurde am 22. August 1875 in Gelsenkirchen geboren. Ende der 1880er Jahre zog die Familie nach Köln, und der Vater Joseph Berlin eröffnete ein Geschäft für Glas- und Porzellanwaren in der Severinstraße. Max Cohen wurde am 3. April 1876 in Anhalt in Westfalen geboren; wann er und Eugenie heirateten, ist unbekannt. Anfang der 1910er Jahre eröffnete Max Cohen ein Haushaltswarengeschäft in der Kalker Hauptstraße 139. Das Ehepaar Cohen hatte zwei Töchter: Sophia Lili wurde am 4. Februar 1906 in Gelsenkirchen geboren, die zweite Tochter Lotte wurde ebenfalls dort am 23. Oktober 1907 geboren und starb im Alter von 22 Jahren. Ihr Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Köln-Deutz.
Nach der „Machtergreifung“ geriet das Geschäft der Cohens in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste Konkurs anmelden. Eugenie und Max Cohen zogen in die Bismarckstr. 37, in ein Mehrfamilienhaus, das den Kindern von Eugenie Cohens verstorbenem Bruder Noé gehörte und die ebenfalls dort lebten. Die Eheleute mussten zwangsweise noch mehrfach umziehen und wurden schließlich im Deportationslager Müngersdorf gefangen gehalten. Von dort aus wurden die Eheleute am 15. Januar 1943 in de Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort wurde Eugenie Cohen am 25. Juli 1943 ermordet, Max Cohen beging am 15. Mai 1944 Suizid.
Die Tochter Sophia Lili war 1933 mit ihrem Ehemann Elie de Botton ins Ausland geflohen und überlebte den Holocaust.Pressemitteilung des NS-Dokumentationszentrums Köln, 7./10. November 2025. 120px|Stolperstein für Max Cohen (Kalker Hauptstr. 139) Hier wohnteMax Cohen (Jahrgang 1876) Deportiert 1943 Theresienstadt Flucht in den Tod 15.5.1944 Kalker Hauptstr. 139() 120px|Stolperstein für Dr. Kurt Frankenstein (Buchforststraße 2) Am EvangelischenKrankenhaus KalkArbeiteteDr. Kurt Frankenstein (Jahrgang 1877) Entlassen 1933 Tot 16. Mai 1937 Buchforststr. 2() Der am 19. März 2019 verlegte Stolperstein erinnert an Dr. Kurt Frankenstein, geboren am 17. Oktober 1877 in Landeshut, Schlesien.
Kurt Frankenstein wurde als jüngstes von drei Kindern des aus Schlesien stammenden Louis Frankenstein und seiner Frau Hulda geboren. Nach dem Studium der Medizin promovierte er 1900 über ein gynäkologisches Thema. 1907 erhielt er eine Anstellung als Leiter der Gynäkologischen Klinik in Köln-Kalk. Im Ersten Weltkrieg wurde Kurt Frankenstein zum Militärdienst eingezogen.
Zwei Monate nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Kurt Frankenstein von der Klinikleitung aufgefordert, seine Entlassung einzureichen. Trotz der Erwiderung Frankensteins, dass er evangelisch getauft ist, militärische Auszeichnungen im Ersten Weltkrieg erhalten hat und in einer Einrichtung der evangelischen Kirche beschäftigt ist, so dass die Bestimmungen des am 7. April 1933 erlassenen Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums nicht auf ihn angewendet werden können, wurde er entlassen. Bis zu seinem Tod praktizierte er in seinem Wohnhaus, im Kaiser-Wilhelm-Ring 24, weiter. Seit 1912 war Kurt Frankenstein aktives Mitglied der Schlaraffia. 1933 wurde der Oberschlaraffe Kurt Frankenstein wie alle nicht arischen Mitglieder aus der Schlaraffia ausgeschlossen. Am 16. Mai 1937 starb Kurt Frankenstein in Bonn und wurde auf dem Kölner Westfriedhof bestattet.
Vor seinem ehemaligen Wohnhaus am Kaiser-Wilhelm-Ring 24 wurden weitere Stolperstein für Dr. Kurt Frankenstein und seine Familie verlegt. 120px|Stolperstein Köln, Bernhard Horn (Kalker Hauptstraße 100) Hier wohnteBernhard Horn (Jahrgang 1881) Deportiert Auschwitz Ermordet Kalker Hauptstraße 100() 120px|Stolperstein Köln, Karl Heinz Rolf Walter Horn (Kalker Hauptstraße 100) Hier wohnteKarl Heinz Rolf Walter Horn (Jahrgang 1919) Deportationsziel unbekannt ??? Kalker Hauptstraße 100() 120px|Stolperstein Köln, Martha Horn (Kalker Hauptstraße 100) Hier wohnteMartha Horn, geb. Bier (Jahrgang 1889) Deportiert Für tot erklärt Kalker Hauptstraße 100() 120px|Stolperstein Köln, Amalie Katz (Remscheider Straße 67) Hier wohnteAmalie Katz (Jahrgang 1909) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Remscheider Straße 67() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Amalie Katz im September 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein Köln, Berta Katz (Remscheider Straße 67) Hier wohnteBerta Katz, geb. Strauss (Jahrgang 1881) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Remscheider Straße 67() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Berta Katz im September 1942 von Litzmannstadt nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein Köln, Jakob Katz (Remscheider Straße 67) Hier wohnteJakob Katz (Jahrgang 1884) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Remscheider Straße 67() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, starb Jakob Katz am 8. Juni 1945 im Ghetto Litzmannstadt. 120px|Stolperstein Köln, Hans Martin (Höfestraße 8) Hier wohnteHans Martin (Jahrgang unbekannt) Ermordet 1933 im Polizeipräsidium Höfestraße 8() Der Stolperstein erinnert an Hans Martin, geboren am 24. November 1911 in Köln-Kalk. Der ledige Fabrikarbeiter Hans/Johann Martin starb als politisch Verfolgter am 28. September 1933 im damaligen Polizeipräsidium an der Krebsgasse 1/3 im Alter von 21 Jahren. 120px|Stolperstein für Julius Mendel (Bertramstraße 18) Hier wohnteJulius Mendel (Jahrgang 1872) Deportiert 1942 Theresienstadt ??? Bertramstraße 18 (heute Hausnummer 12–22)() 120px|Stolperstein für Edmund Meyer (Kalk-Mülheimer Straße 14) Hier wohnteEdmund Meyer (Jahrgang 1875) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet 11. Mai 1942 Chelmno/Kulmhof Kalk-Mülheimer Straße 14() Der Stolperstein erinnert an Edmund Meyer, geboren am 31. März 1875 in Köln.
Edmund Meyer war verheiratet mit Sophie Meyer (geborene Bier). Am 22. Oktober 1941 wurden sie gemeinsam in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. In der Transportliste wurde als Berufsbezeichnung für Edmund Meyer „Metzger“ eingetragen. Edmund Meyer starb am 12. Dezember 1941 im Ghetto Litzmannstadt.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Meyer, EdmundYad Vashem: Gedenkblatt für Edmund MeierNS-Dok: Gedenkbucheintrag für Edmund MeyerDeportationslisteliste von Köln nach Litzmannstadt am 22. Oktober 1941, Blatt 14, Eintrag 652Deportationslisteliste von Köln nach Litzmannstadt am 22. Oktober 1941 Im Totenbuch des Krankenhauses des Ghetto Litzmannstadt wurde als offizielle Todesursache eine Lungenentzündung angegeben. 120px|Stolperstein für Sophie Meyer (Kalk-Mülheimer Straße 14) Hier wohnteSophie Meyer, geb. Bier (Jahrgang 1880) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet 11. Mai 1942 Chelmno/Kulmhof Kalk-Mülheimer Straße 14() Der Stolperstein erinnert an Sophie Meyer (geborene Bier), geboren am 28. Oktober 1880 in Porz-Ensen.
Sophie Meyer war die Tochter von Isaak und Fanny Bier. Verheiratet war sie mit Edmund Meyer. Am 22. Oktober 1941 wurden sie gemeinsam in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Im Mai 1942 wurde Sophie Meyer in das Vernichtungslager Kulmhof verbracht. Dort verliert sich ihre Spur...bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Meyer, Sophie Sophia SofieYad Vashem: Gedenkblatt für Sophie MeierYad Vashem: Gedenkbucheintrag für Sophie MeyerDeportationslisteliste von Köln nach Litzmannstadt am 22. Oktober 1941, Blatt 14, Eintrag 653 120px|Stolperstein für Jakob Schmitz (Peter-Stühlen-Straße 86)Peter-Stühlen-Str. 86wohnteJakob Schmitz (Jahrgang 1889) Im Widerstand / KPD Verhaftet 6. Februar 1935 'Vorbereitung Hochverrat' Verurteilt 12. November 1935 Gefängnisstrafe Entlassen 1937 Peter-Stühlen-Str. 86() Der am 6. Oktober 2020 verlegte Stolperstein erinnert an Jakob Schmitz, geboren 1889. 120px|Stolperstein für Juliane Schmitz (Peter-Stühlen-Straße 86)Peter-Stühlen-Str. 86wohnteJuliane Schmitz, geb. Klerk (Jahrgang 1889) Im Widerstand / KPD Verhaftet 6. Februar 1935 'Vorbereitung Hochverrat' Verurteilt 12. November 1935 Gefängnisstrafe Entlassen 1936 Peter-Stühlen-Str. 86() Der am 6. Oktober 2020 verlegte Stolperstein erinnert an Juliane Schmitz (geb. Klerk), geboren 1889. Hier wohnte eineSinteza (Jahrgang 1876) Ermordet 29. März 1943 in Auschwitz 38 Kurze Straße 2a() Verfolgt als Sinti. Dieser Stolperstein ist seit mehreren Jahren verschollen. 120px|Stolperstein für eine Sinteza (Nr. 146) (Vietorstraße 82) Hier wohnte eineSinteza (Jahrgang 1902) Deportiert am 21. Mai 1940 146 Vietorstraße 82() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für eine Sinteza (Nr. 90) (Vietorstraße 100) Hier wohnte eineSinteza (Jahrgang 1893) Deportiert am 21. Mai 1940 90 Vietorstraße 100() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für eine Sinteza (Nr. 86) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte eineSinteza (Jahrgang 1920) Deportiert am 21. Mai 1940 86 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für eine Sinteza (Nr. 81) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte eineSinteza (Jahrgang 1916) Deportiert am 21. Mai 1940 81 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 75) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1936) Deportiert am 21. Mai 1940 75 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 85) (Vietorstraße 100) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1931) Deportiert am 21. Mai 1940 85 Vietorstraße 100() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 93) (Vietorstraße 100) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1936) Deportiert am 21. Mai 1940 93 Vietorstraße 100() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 87) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1935) Deportiert am 21. Mai 1940 87 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 83) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1905) Deportiert am 21. Mai 1940 83 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 74) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1907) Deportiert am 21. Mai 1940 74 Kurze Straße 2a() Verfolgt als SintiWurde ins Generalgouvernement deportiert 120px|Stolperstein für ein Sinto (Nr. 145) (Kurze Straße 2a) Hier wohnte einSinto (Jahrgang 1916) Deportiert am 21. Mai 1940