mini|Elke Koska (2013) Elke Koska (* 1947 oder 1953 (?)Die Künstlerin gibt selbst ihr Geburtsjahr nicht an. In der Literatur werden zwei unterschiedliche Geburtsjahre angegeben. Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Musicals Hair wird als Geburtsdatum 4. Mai 1947 (Borken) discogs: Elke Koska und in einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 7. Dezember 1970 das Alter mit 23 angegeben, während im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek als Geburtsjahr 1953 DNB-Eintrag: Elke Koska gelistet wird.) ist eine deutsche Schauspielerin und Kunstmanagerin. 1969 lernte Koska den späteren deutschen Aktionskünstler HA Schult kennen, wurde seine Muse, Ehefrau und Managerin und beteiligte sich an vielen seiner Performanceaktionen.welt.de: Berufswelt einer Muse, abgerufen am 20. Januar 2015.

Leben

mini|Elke Koska mit HA Schult, Jürgen Roters und Bernhard Mattes bei der Rückkehr des Flügelautos auf das Dach des Kölnischen Stadtmuseums (2013) Nach dem Besuch einer Nonnenschule begann Koska zunächst eine Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Hier spielte sie unter anderem mit Rainer Werner Fassbinder und Hanna Schygulla im Antiteater. Sie übernahm Rollen in Theaterstücken von Fassbinder,David Barnett: Rainer Werner Fassbinder and the German Theatre. Cambridge University Press, 2005, ISBN 978-0-521-85514-3, S. 37 f. Fernsehfilmen und TV-Serien. 1968 spielte sie an der Seite von Donna Summer in der deutschen Version des Musicals Hair die Rolle der Jeanie und erreichte mit dieser Produktion Platz 4 der Hitparade.Media Control Charts History. Abgerufen am 6. August 2025Haare (Hair), 1968, Polydor 2459188

1969 lernte Koska den Künstler Hans-Jürgen Schult kennen, den sie wenig später heiratete. Sie beendete ihre Schauspielerkarriere und widmete sich den künstlerischen Aktionen und der Organisation der Performanceauftritte ihres Ehemanns und der Inszenierung der Marke HA Schult. Er bezeichnete Koska als seine Muse; sie wurde selbst fester Bestandteil seiner Kunstaktionen.freundederkuenste.de: Exklusivinterview Michaela Boland trifft Elke Koska, die schrillste Muse aller Zeiten, abgerufen am 20. Januar 2015.

Sie inszenierte sich mit schriller Kleidung, auffälliger roter Haarfarbe und exzentrischem Make-up über Jahrzehnte selbst als Aktionskünstlerin und konzipiert auch eigene Ausstellungen. International bekannt wurde sie 1996 mit dem HA-Schult-Projekt Trash People, das sich weltweit provozierend mit dem wachsenden Wohlstandsmüll auseinandersetzt.haschult.de: Trashpeople, abgerufen am 20. Januar 2015. Sie begleitete, managte und ermöglichte die Kunstaktionen HA Schults weltweit.welt.de: Berufswelt einer Muse, abgerufen am 20. Januar 2015.

Nach der Scheidung von HA Schult nach 25 Ehejahren arbeitete sie weiterhin als seine Managerin., abgerufen am 20. Januar 2015. Mediale Aufmerksamkeit erreichte Elke Koska durch ihren Kölner Wohnort in der rechtsrheinischen Rampe der Deutzer Brücke., abgerufen am 20. Januar 2015. Aus den fensterlosen Räumen, die sie 15 Jahre bewohnte, musste sie 2010 wegen Renovierungsarbeiten an der Brücke ausziehen.

Koska besitzt eine Sammlung von mehreren Tausend Teekannen, Tassen und anderen Alltagsgegenständen. Nach weiteren Stationen in Köln lebt sie seit 2016 in Hürth und heiratete nach der Scheidung von Schult zwei weitere Male.

Regiearbeiten Biokinetische Landschaft, 1970Documenta GmbH (Hrsg.): Documenta 5. Kassel 1972, S. 105. Touristensituation, 1970 Gastarbeitersituation 1970 Die Stadtstraße, 1971 (zusammen mit HA Schult)

Filmografie Apropos Film, 1970 Elke, 1970 Lenz, 1971 Antarktis, 1971 Der Lift, 1972 Brandstiftung und Mietwucher aus der Reihe: Das Fernsehgericht tagt, 1972 Germany, 1976

Gastauftritte WWF Club, 1980 alfredissimo!, 1995 Das perfekte Promi-Dinner, 2008 Maria Heiderscheidt im Gespräch mit Elke Koska, SFB, 1994

Literatur Während der Zusammenarbeit mit HA Schult arbeitete Elke Koska auch als Herausgeberin zahlreicher Kataloge und Begleitbücher. Bei einigen Werken war sie selbst Mitautorin: Die Schultfrage Art is life. Ha Schult s rally through Germany, DuMont, Köln 1971, mit HA Schult und Thomas Lüttge

Anmerkungen

Weblinks

Elke Koska bei Discogs freundederkuenste.de: Exklusivinterview – Michaela Boland trifft Elke Koska, die schrillste Muse aller Zeiten, abgerufen am 20. Januar 2015

Einzelnachweise

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