Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld auf.

Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.

Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.

Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Charlotte-Margarethe Alexander (Siemensstraße 60) Hier wohnteCharlotte-Margarete Alexander, geb. Koppel (Jahrgang 1891) Deportiert 1941 Łódź Verschollen Siemensstr. 60() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Charlotte-Margarete Alexander im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Lilli-Ruth Alexander (Siemensstraße 60) Hier wohnteLilli-Ruth Alexander (Jahrgang 1927) Deportiert 1941 Łódź Verschollen Siemensstr. 60() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Lilli-Ruth Alexander im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Max Alexander (Siemensstraße 60) Hier wohnteMax Alexander (Jahrgang 1879) Deportiert 1941 Łódź Verschollen Siemensstr. 60() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Max Alexander im Mai 1942 von Litzmannstadt nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Helena Back (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteHelena Back, geb. Ehrlich (Jahrgang 1897) Deportiert 1941 Łódź ??? Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Helene Back im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Erich Blumgart (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteErich Blumgardt (Jahrgang 1908) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Erich Blumgardt im September 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Robert Blumgart (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteRobert Blumgardt (Jahrgang 1881) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Robert Blumgardt im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Rosa Blumgart (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteRosa Blumgardt, geb. Moses (Jahrgang 1883) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Rosa Blumgardt im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Johanna Callmann (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteJohanna Callmann, geb. Blumengardt (Jahrgang 1911) Deportiert 1941 Łódź ??? Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Johanna Callmann im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Max Callmann (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteMax Callmann (Jahrgang 1904) Deportiert 1941 Łódź ??? Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Max Callmann im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Hermann Caro (Ehrenfeldgürtel 171) Hier wohnteHermann Caro (Jahrgang 1915) Flucht 1933 England Holland interniert Westerbork deportiert 1943 Auschwitz ermordet 25.1.1943 Ehrenfeldgürtel 171() 120px|Stolperstein für Isidor Caro (Ehrenfeldgürtel 171) Hier wohnteDr. Isidor Caro (Jahrgang 1877) Deportiert 1942 Theresienstadt Tod am 28. August 1943 Ehrenfeldgürtel 171() Der Stolperstein erinnert an Dr. Isidor Caro, geboren am 6. Oktober 1876 oder 1877 in Żnin.

Isidor Caro war ein deutscher Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Köln. Verheiratet mit der Frauenrechtlerin Klara Beermann. Im Juni 1942 meldeten sich Isidor Caro und seine Frau für den ersten Transport Kölner Juden ins Ghetto Theresienstadt.Transportliste des Deportationszuges nach Theresienstadt, 15. Juni 1942, (III/1), Seite 7, Nr. 139/140 Isidor Caro war der letzte amtierende Rabbiner in Köln.Horst Matzerath, Elfi Pracht, Barbara Becker-Jákli (Hrsg.): Jüdisches Schicksal in Köln 1918-1945 - Katalog zur Ausstellung des Historischen Archivs der Stadt Kön/NS-Dokumentationszentrum (8. November 1988 bis 22. Januar 1989, im Kölnischen Stadtmuseum/Alte Wache), Stadt Köln 1988, Seite 26 Isidor Caro starb am 28. August 1943 an Unterernährung. In der offiziellen Todesfallanzeige wurde eine „Meningitis- und Pneumonie“ als Todesursache eingetragen.holocaust.cz: Todesfallanzeige des Ghettos Theresienstadt für Caro, Isidor Für Isidor Caro wurde an seiner Wirkungsstätte Vogelsanger Straße 1 ein weiterer Stolperstein verlegt. 120px|Stolperstein für Klara Caro (Ehrenfeldgürtel 171) Hier wohnteKlara Caro Deportation Ghetto Theresienstadt Tod am 27. September 1979 in New York Ehrenfeldgürtel 171() Der Stolperstein erinnert an Klara Caro, geboren am 6. Januar 1886 in Berlin. Klara Caro, Ehefrau von Isidor Caro, gründete 1926 die Kölner Ortsgruppe des Deutschen Jüdischen Frauenbunds und leitete diese bis zu ihrer Deportation in das Ghetto Theresienstadt. Sie überlebte und emigrierte in die USA, wo sie sich in der Women’s International Zionist Organisation und baute eine Art Bildungswerk für Frauen auf.

Die Verlegung der Stolpersteine für Klara Caro und ihre Kinder wurde vom Kölner Frauengeschichtsverein initiiert. Der Sohn Hermann Caro war psychisch krank und wurde von seinen Eltern in die vermeintliche Sicherheit der niederländischen Klinik Het Apeldoornsche Bosch gebracht, 1943 von dort nach Auschwitz deportiert und ermordet. Für ihn wurde ein weiterer Stolperstein an der Vogelsanger Str. 1, Gymnasium Kreuzgasse, verlegt. Seine Schwester Rut konnte der Verfolgung entkommen; sie starb 2009 in Argentinien. 120px|Stolperstein für Ruth Caro (Ehrenfeldgürtel 171) Hier wohnteRuth Caro, verh. Melamid (Jahrgang 1918) Flucht 1936 England 1944 USA Ehrenfeldgürtel 171() 120px|Stolperstein für Erich Dreifuss (Siemensstraße 29) Hier wohnteErich Dreifuss (Jahrgang 1905) Deportiert 1941 Łódź Ermordet 1942 in Kulmhof Siemensstr. 29(Verlegestelle Ecke Eichendorffstraße)() 120px|Stolperstein für Hedwig Dreifuss (Siemensstraße 29) Hier wohnteHedwig Dreifuss, geb. Löwenberg (Jahrgang 1883) Deportiert 1941 Łódź Ermordet 1942 in Kulmhof Siemensstr. 29(Verlegestelle Ecke Eichendorffstraße)() 120px|Stolperstein für Henriette Ehrlich (Nußbaumerstraße 7) Hier wohnteHenriette Ehrlich, geb. Frankenberg (Jahrgang 1889) Deportiert 1941 Łódź Kulmhof Ermordet 19. Mai 1942 Nußbaumerstr. 7() 120px|Stolperstein für Hermann Ehrlich (Nußbaumerstraße 7) Hier wohnteHermann Ehrlich (Jahrgang 1877) Deportiert 1941 Łódź Kulmhof Ermordet 19. Mai 1942 Nußbaumerstr. 7() Hier wohnteHelmuth Hertz (Jahrgang 1921) Deportiert 1942 Theresienstadt ??? Nußbaumerstr. 78(Verlegestelle Nußbaumerstr. 78)() Der beschädigte Stolperstein für Helmuth Hertz lag zuvor an der Adresse Georgstr. 14–16. Er soll durch einen neuen Stein ersetzt werden, um später dann an die Adresse Nußbaumerstr. 78 verlegt zu werden. 120px|Stolperstein für Helmuth Hertz (Nußbaumerstr. 78) Hier wohnteViktor Hertz (Jahrgang 1885) Deportiert 1941 Riga ??? Nußbaumerstr. 78(Verlegestelle Nußbaumerstr. 78)120px() Der Stein für Viktor Hertz lag zuvor an der Adresse Georgstr. 14–16. Er wurde von dort und an die Adresse Nußbaumerstr. 78 umverlegt. 120px|Stolperstein für Helmuth Hertz (Nußbaumerstr. 78) Hier wohnteViktor Helmut Hertz (Jahrgang 1921) Deportiert 1942 Richtung Osten Ermordet Nußbaumerstr. 78(Verlegestelle Nußbaumerstr. 78)() 120px|Stolperstein für Helmuth Hertz (Nußbaumerstr. 78) Hier wohnteWalter Hertz (Jahrgang 1923) Deportiert 1941 Łódź / Litzmannstadt 1944 Auschwitz Todesmarsch 1945 KZ Mauthausen KZ Ebensee Ermordet 13.4.1945 Nußbaumerstr. 78(Verlegestelle Nußbaumerstr. 78)() Die Verlegung des Stolpersteins erfolgte am 16. Juni 2025. 120px|Stolperstein für Helene Elsbach (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteHelene Elsbach, geb. Löwenstein (Jahrgang 1889) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Helene Elsbach im Sommer 1944 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Julius Elsbach (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteJulius Elsbach (Jahrgang 1882) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() 120px|Stolperstein für Anna Fassbender (Ehrenfeldgürtel 136) Hier wohnteAnna Fassbender, geb. Bonheim (Jahrgang 1881) Vor Deportation Flucht in den Tod 20. Oktober 1941 Ehrenfeldgürtel 136()Der Stolperstein erinnert an Anna Faßbender geb. Bonheim, geboren am 2. Dezember 1881 in Wiesbaden.

Ihre Eltern waren Mayer und Emma Bonheim geb. Süßkind. Sie starb am 20. Oktober 1941 im Alter von 59 Jahren im Jüdischen Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld an einer Schlafmittelvergiftung. Sie war verheiratet mit Leopold Faßbender (s. unten).

Die Schwester von Anna, Elly Bonham, geboren am 22. Dezember 1888 in Wiesbaden, die mit Anna und Leopold im Ehrenfeldgürtel 136 wohnten, beging Suizid durch Schlafmittelvergiftung gemeinsam mit Anna und Leopold. Elly Bonham starb auch im Jüdischen Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld.Historisches Archiv Köln, Archiv des Landesarchiv NRW, Sterberegister Köln Ehrenfeld für 1941, 9 S/1941r, Band 3, Nr. 919, S. 124. Siehe auch Eintrag auf Mapping the Lives. 120px|Stolperstein für Leopold Fassbender (Ehrenfeldgürtel 136) Hier wohnteLeopold Fassbender (Jahrgang 1877) Vor Deportation Flucht in den Tod 20. Oktober 1941 Ehrenfeldgürtel 136()Der Stolperstein erinnert an Leopold Faßbender, geboren am 2. Juni 1877 in Remagen.

Leopold Faßbender war verheiratet mit Anna Bonheim (s. oben). Er starb am 20. Oktober 1941 im Alter von 64 Jahren im Jüdischen Krankenhaus in Köln-Ehrenfeld an einer Schlafmittelvergiftung. 120px Hier wohnteHans Fohren (Jahrgang 1913) im Widerstand/KJVD 'Schutzhaft' 1933 Flucht 1934 Holland 1936 Spanien internationale Brigaden tot 20. Nov. 1936 Madrid Subbelrather Straße 274() 120px|Stolperstein für Alfred Frank (Eichendorffstraße 43) Hier wohnteAlfred Frank (Jahrgang 1882) Deportiert 1941 Riga Ermordet Für tot erklärt Eichendorffstr. 43() Der Stolperstein erinnert an Alfred Frank, geboren am 22. August 1882 in Rheydt.

Alfred Frank war der Sohn von Klementine und Eduard Frank. Alfred Frank war mit Rosa Hirsch verheiratet, gemeinsam wurden sie am 7. Dezember 1941 in das Ghetto Riga deportiert. Dort verliert sich seine Spur.bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag Frank, AlfredYad Vashem: Gedenkblatt für Alfred Frank 120px Hier wohnteHelmut Frank (Jahrgang 1913) gedemütigt/entrechtet Flucht 1937