Wolfgang Engels (* 13. Mai 1908 in Braunschweig; † 1983Die GND nennt als Todesjahr 1971. Abfragedatum: 30. Januar 2015.) war ein deutscher Schauspieler, Theaterleiter, Hörspiel- und Synchronsprecher.
Leben Wolfgang Engels begann seine Theaterlaufbahn 1928 am Leipziger Schauspielhaus, bis 1932 spielte er des Weiteren am Staatstheater Dresden und auf den Bühnen in Erfurt, Freiburg i. Breisgau, Halberstadt und Krefeld. In der Spielzeit 1940/41 war er in Darmstadt engagiert. Ab 1945 leitete Engels drei Jahre lang das Stadttheater Konstanz und wechselte dann nach Bremen, wo er bis 1954 blieb. Später wirkte er noch in Bonn, Kassel und an der Landesbühne Hannover.Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, .
Seit Ende der 1950er-Jahre war Wolfgang Engels in einer Vielzahl von Fernsehproduktionen zu sehen, erstmals in dem 1957 entstandenen Fernsehfilm Korruption unter der Regie von Franz-Peter Wirth. Ferner sah man ihn u. a. in dem Straßenfeger Der Tod läuft hinterher (1967), in dem Fünfteiler Bauern, Bonzen und Bomben nach Hans Fallada (1973) und in mehreren Folgen der Krimiserie Der Kommissar.
Als Synchronsprecher lieh Wolfgang Engels u. a. Jean Gabin (Martin Roumagnac, 1946), Eric Porter (Der Untergang des Römischen Reiches, 1964) und Peter Cushing (Die Todeskarten des Dr. Schreck, 1965) seine Stimme.
Darüber hinaus war Engels umfangreich an Hörspielproduktionen beteiligt, so z. B. in Totentanz von Wolfgang WeyrauchTotentanz oder Trommeln in der Nacht von Bertolt BrechtTrommeln in der Nacht.
Wolfgang Engels war verheiratet mit der Opernsängerin Hannefried Grether.Karl-Josef Kutsch/Leo Riemers: Großes Opernlexikon, Band 4, 2003
Filmografie (Auswahl) 1957: Korruption 1963: Freunde wie Wölfe 1964: Polizeirevier Davidswache 1965: Party im Zwielicht 1965: Das Haus 1965: Doktor Murkes gesammelte Nachrufe 1966: Der Mitbürger 1966: Ein Schloß 1967: In aller Stille 1967: Die Letzten 1967: Phädra 1967: Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger – Diener gesucht 1967: König Ödipus 1967: Dieser Platonow... 1967: Die fünfte Kolonne – Ein Anruf aus der Zone 1967: Der Tod läuft hinterher 1968: Schinderhannes 1968: Ein Bürger von Calais 1968: Versetzung 1968: Der Richter von Zalamea 1968: Graf Öderland 1968: Ping Pong 1969: Peter Brauer 1969: Die Kleinbürger 1969: Mond über dem Fluß 1969: Goldene Städte 1969: Der Kommissar – Ein Mädchen meldet sich nicht mehr 1970: Recht auf Gewissen 1970: Der Tod des Deputierten Jean Jaurès 1970: Die blinden Ameisen 1970: Pater Brown – Der Vamp von Protters Pond 1970: Der Kommissar – ...wie die Wölfe 1971: Die Journalistin – Affäre Pagel 1971: Ein Vogel bin ich nicht 1971: Der verliebte Teufel 1971: Operation Walküre 1971: Narrenspiegel 1971: Iwanow 1971: Der Kommissar – Der Tod des Herrn Kurusch 1972: Land 1972: Hamburg Transit – Mord auf Spesenkonto 1972: Deutsche Novelle 1973: Bauern, Bonzen und Bomben 1974: Aus Liebe zum Sport – Die Reise 1974: Nebel 1974: Graf Yoster gibt sich die Ehre – Vier Herren spielen Poker 1974: Der Kommissar – Drei Brüder 1974: Telerop 2009 – Es ist noch was zu retten – Wir dürfen in die Boote 1974: Trotzki in Coyoacán 1975: Sonderdezernat K1 – Sackgasse 1975: PS - Geschichten ums Auto 1975: Berlin – 0:00 bis 24:00 1975: Zahnschmerzen 1975: Watussi 1977: Generale – Anatomie der Marneschlacht 1978: Gesucht wird … – Emil Beermann
Hörspiele (Auswahl) 1948: Von Mäusen und Menschen – Regie: Gert Westphal 1948: Das flandrische Weihnachtsspiel – Regie: Gert Westphal 1949: Das Zeitalter der Angst – Regie: Gert Westphal 1949: Monte Cassino – Regie: Gert Westphal 1950: Der Schnee vom Kilimandscharo – Regie: Heinz-Günter Stamm 1950: Der blinde Geronimo und sein Bruder – Regie: Günter Siebert 1951: Der Kaiser von Amerika – Regie: Karl Peter Biltz 1951: Der Bahnwärter – Regie: Heinz-Günter Stamm 1952: Caesar und Cleopatra – Regie: Theodor Steiner 1952: Nausikaa und Odysseus – Regie: Carl Nagel 1953: Das Schiff der Verdammten – Regie: Oswald Döpke 1953: Heroische Komödie – Regie: Peter Arthur Stiller 1954: König Nicolo – Regie: Wilhelm Semmelroth 1954: Die Stunde nach zwölf – Regie: Carl Nagel 1955: Um Großes zu beginnen – Regie: Armas Sten Fühler 1955: Tote Seelen – Regie: Carl Nagel 1955: Hans Fallada: Der Trinker – Regie: Ludwig Cremer 1956: Polizeiakte X. Eine Sendereihe aus der Praxis der Kriminalistik (1. Folge: Vier Jahre danach) – Regie: Günter Bommert 1956: Eine gut befestigte Stadt – Regie: Carl Nagel 1957: Die Mauer – Regie: Oswald Döpke 1957: Giordano Bruno – Regie: Theodor Steiner 1958: Im Jahre neun ... – Regie: Carl Nagel 1958: Das Traumkissen – Regie: Carl Nagel 1959: Die Farm der Tiere – Regie: Günter Bommert 1959: Guter Nachbar gesucht – Regie: Hans Rosenhauer 1960: Heute abend kam Besuch – Regie: Ulrich Lauterbach 1960: Das Museum der Krüge – Regie: Ernst Drolinvaux 1961: Der Mörder bin ich oder: 20 Tote und kein Mörder – Regie: Albert Pelle 1961: Die Zeiten ändern sich – Regie: Oswald Döpke 1961: Wolfgang Weyrauch: Totentanz (General) – Regie: Martin Walser (BR/NDR) 1962: Der Blaumilchkanal – Regie: Horst Loebe 1962: Noah bricht auf – Regie: Roland H. Wiegenstein 1963: Kreuzverhör – Regie: Ulrich Lauterbach 1963: Der Lokalredakteur – Regie: Horst Loebe 1964: Trommeln in der Nacht – Regie: Günter Bommert 1964: Solo für Störtebeker – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1965: Mare Nostrum – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1965: Smetse Smee – Regie: Gustav Burmester 1966: Sieben gute Eigenschaften – Regie: Gustav Burmester 1966: Fred Hoyle: Die schwarze Wolke (Dr. Herrick) – Regie: Otto Düben (Hörspielbearbeitung, Science-Fiction-Hörspiel – WDR) 1966: Francis Durbridge: Paul Temple und der Fall Genf – Regie: Otto Düben (Original-Hörspiel, Kriminalhörspiel – WDR) 1967: Klauböcke und Spione – Regie: Wolfram Rosemann 1967: Aufstiegsspiele – Regie: Hans Gerd Krogmann 1968: Dialog am Vorabend einer Gerichtsverhandlung – Regie: Fränze Roloff 1968: Prozeß in Nürnberg – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1969: Die Nebenklägerin – Regie: Jan Fuchs 1969: Das Feld – Regie: Gustav Burmester 1970: 2000 Bäume – Regie: Otto Düben 1970: Sonderaktion Epsilon – Regie: Otto Düben 1971: Adam Riese und der große Krieg – Regie: Oswald Döpke 1971: Das Experiment – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1972: Das Fest des Königs Ahab – Regie: Hein Bruehl 1972: Sie sind mein Zeuge – Regie: Oswald Döpke 1973: Begrenzte Veränderung – Regie: Hans Gerd Krogmann 1973: Dreimal Zeit – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1973: Portrait einer dicken Frau – Regie: Mathias Neumann 1974: Schnelles Geld – Regie: Hans Gerd Krogmann 1974: Ich, Heinrich von Kleist, kann da im Grund für alle Schriftsteller sprechen, liebe Lehrerinnen und Lehrer – Regie: Horst Loebe 1975: Die Reparatur – Regie: Hans Gerd Krogmann 1976: Bericht von einer Forschungsreise – Regie: Heiner Schmidt 1976: Reise in eine verhangene Landschaft voller Katastrophen – Regie: Hans Rosenhauer 1977: Der letzte Tag von Lissabon – Regie: Hans Rosenhauer 1978: Ein Halsband für die Königin – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1979: Der Mann aus Granada – Regie: Otto Düben
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