Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Neustadt-Süd führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Neustadt-Süd auf.

Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Kunstprojektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu dokumentieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.

Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.

Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Rosalie Abrahamsohn (Elsaßstraße 16) Hier wohnte Rosalie Abrahamsohn, geb. Berghausen (Jahrgang 1868) Deportiert 1941 Für tot erklärt Elsaßstr. 16 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Rosalie Abrahamsohn im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie starb am 22. Dezember 1942 in Theresienstadt. 120px|Stolperstein für Gertrud Adler (Eifelstraße 27) Hier wohnte Gertrud Adler (Jahrgang 1901) Deportiert 1941 Riga Für tot erklärt Eifelstr. 27 () 120px|Stolperstein für Hermann Adler (Brüsseler Straße 4) Hier wohnte Hermann Adler (Jahrgang 1878) Deportiert 1941 Łódź Tod am 30. August 1942 Brüsseler Str. 4 () 120px|Stolperstein für Ida Adler (Brüsseler Straße 4) Hier wohnte Ida Adler, geb. Dember (Jahrgang 1876) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Brüsseler Str. 4 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Ida Adler im September 1942 von Litzmannstadt nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Ella Alexander (Metzer Straße 5) Hier wohnte Ella Alexander, geb. Rosenstern (Jahrgang 1879) Deportiert 1941 Riga Verschollen Metzer Str. 5 () 120px|Stolperstein für Moritz Alexander (Metzer Straße 5) Hier wohnte Moritz Alexander (Jahrgang 1878) Deportiert 1941 Riga Verschollen Metzer Str. 5 () 120px|Stolperstein für Henriette Aron (Bonner Straße 33) Hier wohnte Henriette Aron (Jahrgang 1898) Deportiert 1941 Łódź Bonner Str. 33 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Henriette Aron im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Henriette Aron (Metzer Straße 31) Hier arbeitete Henriette Aron 'Kamellenoma' (Jahrgang 1898) Deportiert 1941 Łódź/Litzmannstadt Ermordet 1942 Chelmno/Kulmhof Metzer Str. 31 () Der am 21. Oktober 2015 verlegte Stolperstein erinnert an Henriette Aron, geboren am 12. Juli 1898 in Oberwinter.

Die alleinstehende Geschäftsfrau Henriette (Henny) Aron war die Tochter von Adolf und Fanny Aron (geb. David) und führte einen Süßwarenladen in der Metzer Straße 31. Am 22. Oktober 1941 wurde sie in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert.Yad Vashem: Gedenkblatt für Henriette Aron, abgerufen am 10. März 2016. Nach neueren Informationen starb Henriette Aron im Vernichtungslager Kulmhof.Kölnische Rundschau vom 21. Oktober 2015: Gedenken an Kölner Jüdin „Kamelle-Oma“ bekommt einen Stolperstein, abgerufen am 10. März 2016. 120px|Stolperstein für Siegmund Aron (Mozartstraße 54) Hier wohnte Siegmund Aron (Jahrgang 1882) Deportiert 1941 Łódź Mozartstr. 54 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Siegmund Aron im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Sofie Aron (Mozartstraße 54) Hier wohnte Sofie Aron, geb. Levy (Jahrgang 1880) Deportiert 1941 Łódź Mozartstr. 54 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Sofie Aron im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Juliska Altmann (Aachener Straße 28) Hier wohnte Juliska Artmann, geb. Fellner (Jahrgang 1891) Deportiert 1941 Riga Aachener Str. 28 () Der im Juli 2000 verlegte Stolperstein erinnert an Juliska Artmann (geb. Fellner), geboren 1891. 120px|Stolperstein für Rosa Ascher (Kurfürstenstraße 18) Hier wohnte Rosa Ascher, geb. Friedland (Jahrgang 1887) Deportiert 1941 Łódź ??? Kurfürstenstr. 18 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Rosa Ascher im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolperstein für Doris Auerbach (Karolingerring 27) Hier wohnte Doris Marianne Auerbach (Jahrgang 1933) Flucht 1939 USA Karolingerring 27 () 120px|Verlegestelle vor dem Haus Karolingerring 27 120px|Stolperstein für Maria Auerbach (Karolingerring 27) Hier wohnte Maria Auerbach, geb. Beckers (Jahrgang 1909) Flucht 1939 USA Karolingerring 27 () 120px|Verlegestelle vor dem Haus Karolingerring 27 120px|Stolperstein für Paul Auerbach (Karolingerring 27) Hier wohnte Paul Josef Auerbach (Jahrgang 1902) Flucht 1939 USA Karolingerring 27 () 120px|Verlegestelle vor dem Haus Karolingerring 27 120px Mainzer Str. 32 wohnte Elfriede Bachmann, geb. Klaber (Jahrgang 1881) deportiert 1941 Łodz/Litzmannstadt ermordet 9.9.1943 Mainzer Straße 30-34 () 120px 120px Mainzer Str. 32 wohnte Max Bachmann (Jahrgang 1876) deportiert 1941 Łodz/Litzmannstadt ermordet 27.5.1942 Mainzer Straße 30-34 () 120px 120px|Stolperstein für Friedrich Bader (Engelbertstraße 12) Hier wohnte Friedrich Bader (Jahrgang 1898) Deportiert 1942 Minsk ??? Engelbertstr. 12 () Die Stolpersteine erinnern an die Eltern Friedrich Bader und Regina Bader und an deren Kinder Georg Bader und Regina Bader.

Friedrich Bader kämpfte als Soldat im Ersten Weltkrieg, wurde verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. 1925 heiratete er Sara Sibirski und bekam mit ihr drei Kinder, Joseph-Martin-Menashe (geb. 1925), George-Richard-Reuven (geb. 1927) und Adolf-BernhardtAdi (geb. 1931). Im März 1931, etwa vier Monate nach der Geburt des jüngsten Sohns Adi, starb Sara Bader an einer Lungenentzündung. Zwei Jahre später heiratete Friedrich seine Schwägerin Regina-Rivka, die 1935 ihren Sohn Kurt-Katriel auf die Welt brachte. Die älteren Jungen besuchten gemeinsam jüdische Schulen in Köln. Nach der „Machtergreifung“, wanderten Reginas Brüder nach Palästina aus.

1938 wurde die Familie zwangsumgesiedelt in eine Straße, in der ausschließlich Jüdinnen und Juden wohnten. Während der Novemberpogrome am 9./10. November 1938 nahmen die Nationalsozialisten Friedrich fest und verschleppen ihn in ein Konzentrationslager. Er wehrte sich gegen seine Inhaftierung und wurde schließlich freigelassen. Für seine Freilassung sprachen seine Dienste im Ersten Weltkrieg und das ihm verliehene Eiserne Kreuz. Die Familie beantragte eine Einwanderungserlaubnis in die USA, doch wegen eines medizinischen Problems von Kurt Bader verzögerte sich die Ausreise, bis sie nicht mehr möglich war. Der siebenjährige Adi wurde mit Hilfe eines Bekannten im Januar 1939 auf einem Frachtschiff über die Niederlande hinausgeschmuggelt und traf in Antwerpen seinen Onkel Max, den Bruder Friedrichs. Max brachte Adi zu einer katholischen Familie in Kapellen, die den Jungen aufnahm. Der elfjährige Georg wurde in ein nichtjüdisches Waisenhaus in Antwerpen gebracht. Der 14-jährige Menashe verließ Deutschland mit der Jugend-Alija und erreichte Palästina im Dezember 1939. Friedrich, Regina und Kurt Bader blieben zurück in Köln.

Adi überlebte versteckt in einem Kloster in Belgien. Georg wurde in Antwerpen verhaftet, in das Lager Mechelen verschleppt und am 26. September 1942 in Auschwitz ermordet. Der Onkel Max Bader wurde ebenfalls ermordet. Friedrich und Regina wurden am 20. Juli 1942 von Köln nach Minsk deportiert und ermordet, mit ihnen der fünfjährige Sohn Kurt.

Adi Bader wanderte im Juni 1946 nach Palästina aus. Menashe schloss sich der Untergrundorganisation Haganah an, trat in die IDF ein und kämpfte im israelischen Unabhängigkeitskrieg. Später heiratete er seine Freundin Ruth.

2000 reichte Menashe Gedenkblätter bei Yad Vashem ein. Im Jahr 2013 übergaben die Angehörigen im Rahmen des Projekts „Gathering the Fragments“ Dokumente und Fotografien der Familien Bader und Sibirski an Yad Vashem. 120px|Stolperstein für Georg Richard Bader (Engelbertstraße 12) Hier wohnte Georg Richard Bader (Jahrgang 1927) Flucht Belgien Deportiert Ermordet in Auschwitz Engelbertstr. 12 () 120px|Stolperstein für Kurt Bader (Engelbertstraße 12) Hier wohnte Kurt Bader (Jahrgang 1935) Deportiert 1942 Minsk ??? Engelbertstr. 12 () 120px|Stolperstein für Regina Bader (Engelbertstraße 12) Hier wohnte Regina Bader, geb. Sibirski (Jahrgang 1909) Deportiert 1942 Minsk ??? Engelbertstr. 12 () 120px|Stolperstein für Adele Benjamin (Hochstadenstraße 26) Hier wohnte Adele Benjamin, geb. Neumark (Jahrgang 1885) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Hochstadenstr. 26 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Adele Benjamin im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolpersteine Köln, Else Benjamin (Rolandstraße 63) Hier wohnte Else Benjamin, geb. Nachmann (Jahrgang 1874) Deportiert 1941 Łódź Für tot erklärt Rolandstr. 63 () Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Else Benjamin im Mai 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet. 120px|Stolpersteine Köln, Emil Benjamin (Rolandstraße 63) Hier wohnte Emil Benjamin (Jahrgang 1874) Deportiert 1941 Łódź Tod am 9. März 1942 Rolandstr. 63 () 120px Hier wohnte Irene Benjamin, geb. Notowitz (Jahrgang 1921) Flucht Holland interniert Westerbork deportiert 1944 KZ Bergen-Belsen 'Der verlorene Zug' befreit 23.4.1945 Tröbitz Salierring 46 () 100px Die Stolpersteine erinnern an Dr. Max Benjamin, geboren 16. Mai 1889 und seine Familienangehörigen. Benjamin war Kinderarzt und Schularzt an jüdischen Schulen. Er floh mit seiner Familie nach Amsterdam, wurde dort aber 1943 verhaftet, von seiner Familie getrennt und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo er als Arzt im „Zigeunerlager Auschwitz“, dann bei 180 nicht-jüdischen Warschauer Kindern als Arzt eingesetzt wurde. Während er das Vernichtungslager überlebte, wurde seine Frau Irma Benjamin, geborene Kahn, ermordet. Sein Sohn Karl Benjamin wurde befreit, starb aber kurz vor Kriegsende an den Folgen seiner Gefangenschaft. Die Tochter Irene Benjamin überlebte im KZ Bergen-Belsen.

Für den Sohn Karl Benjamin wurde in der Schreibweise Carl ein weiterer Stolperstein vor dem Gymnasium Kreuzgasse (Neustadt-Nord) verlegt, dessen Schüler er gewesen war. 120px Hier wohnte Irma Johanna Benjamin, geb. Kahn (Jahrgang 1891) Flucht 1939 Holland interniert Westerbork deportiert 1943 Auschwitz 1943 KZ Ravensbrück ermordet Salierring 46 () 120px Hier wohnte Karl Benjamin (Jahrgang 1918) Flucht 1937 Holland interniert Westerbork deportiert 1944 Theresienstadt Auschwitz befreit tot an den Folgen 28. Feb. 1945 Salierring 46 () 120px Hier wohnte Dr. Max Benjamin (Jahrgang 1889) ‘Schutzhaft’ 1938 KZ Dachau Flucht 1939 Holland interniert Westerbork deportiert 1943 Auschwitz befreit Salierring 46 () 120px|Stolperstein für Arthur Berger (Luxemburger Straße 37) Hier wohnte Arthur Berger (Jahrgang 1914) Deportiert 1941 Łódź