Der Salober, auch Zwölferkopf, ist ein hoher Berg im Falkensteinkamm der Allgäuer Alpen an der bayerisch-tiroler Grenze bei Pfronten und Vils.
Lage und Landschaft Der wenig ausgeprägte Gipfel ist der höchste Punkt des Falkensteinkamms am Nordrand der Allgäuer Alpen. Er befindet sich südwestlich vom Weißensee im Füssener Gemeindegebiet, und nordwestlich der Stadt Vils.
Zum Namen Der Gipfel wird in der bayerischen Amtlichen Topographischen Karte (ATK25)geoportal.bayern.de (Direktlink; fehlt aber in der Namenssuche) als Salober geführt. Die dazugehörige Saloberalpe liegt östlich auf österreichischer Seite. In der Österreichischen Karte (ÖK50) ist dieser Berg als Zwölferkopf verortet;AMAP online (Detail; in der Datenbank Geonam/Suche, aber nicht in österreichischem Gebiet) diesen Namen führt die bayrische Karte aber 500 Meter westlich auf Kote 1287. Hingegen findet sich auf älteren österreichischen Karten der Name Salober auf der 1000 Meter westlich liegenden Kote 1177,etwa Zweite Landesaufnahme (Layer Zweite (Franziszeische) Landesaufnahme 1801/1805 und 1816/1821) oder Franziszäischer Kataster (Layer Dritte Landesaufnahme 1864/1887 Schwarzweiß); online bei TIRIS: Historische Kartenwerke Tirol, 3. Landesaufnahme dort 1174. und dieser Berg als Zirmgrat. Der Grat bildete ursprünglich die Grenze der Herrschaft Vils, die Saloberalpe gehörte aber lange als Voralpe zur Stadt Füssen.Thaddäus Steiner: Füssen: ehemaliger Landkreis Füssen. Verlag Kommission für Bayerische Landesgeschichte, 2005, ISBN 978-3-7696-6861-2 (= Band 9 von Historisches Ortsnamenbuch von Bayern: Schwaben, ), Eintrag Alpe Saluber, S. 150, Sp. 1 (). Der Name SaluberEs gibt ihn noch bei Bad Hindelang und am Tannberg, älter Zaluber, steht wohl zu (m.) ‚gesund, wohlfeil, schön‘ (auch landschaftlich).(unbekannter Artikel) in Beiträge zur Namenforschung, Band 41, Ausgaben 1–4, Verlag C. Winter, 2006, S. 447 ();zum Vokabel siehe saluber, Duden online; saluber, Wiktionary englisch.
Der Name Zwölfer bezieht sich wohl auf die Orte Roßmoos respektive Wiedmar, zu denen er Mittag anzeigt. Westlich liegt noch der Einerkopf (1280 m),Zu diesem Gipfelnamen sind sich beide Karten einig. dessen Lage vermuten lässt, dass dieser Berg der eigentliche Zwölferkopf ist.Für den westlicheren Gipfel läge der gemeinsame Bezugspunkt irgendwo am unbesiedelten Nordfuß des Kammes, nicht im Siedlungsraum. Plausibel erschiene eine alte Wegmarke an der Landstraße am östlichen Ortsrand.
Wege Der Gipfel kann leicht als Abstecher vom Weg von der Ruine Falkenstein zum Alatsee bestiegen werden.Wanderwege im Allgäu: Alatsee, Weißensee und Ruine Falkenstein, Abschnitt Über den Zirmgrat zurück zum Alatsee, Tourenbeschreibung auf wanderwege-allgaeu.de (abgerufen am 10. Januar 2015; Zitat wörtlich).Gipfelbuch: Kollegenwanderung Pfronten – Tag 2 – 16.06.2013, Tourenbeschreibung von Manuel Kern auf gipfel-blog.blogspot.co.at Dieser Weg ist ein Teil der Via Alpina (Triest–Monaco, Violetter Weg Slowenien–Vorarlberg, Etappe A63 Füssen–Pfronten). Zustiege sind auch von Vils über die Saloberalm oder auf dem Forstweg bei Rossmoos/Benken von Norden möglich.
Weblinks
Einzelnachweise
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