mini|Mario Draghi, 2012 Der Draghi-Effekt bezeichnet die Reaktion der Finanzmärkte auf eine Äußerung, die Mario Draghi als Präsident der Europäischen Zentralbank am 26. Juli 2012 auf der Global Investment Conference im Lancaster House in London in freier Rede äußerte:Der Draghi-Effekt: Reaktion der Märkte auf die Aussagen des EZB-Chefs – Deutschlandfunk, am 27. Juli 2012; u. a. auch mit „In der ersten Reaktion gingen die Märkte gestern deutlich nach oben, doch schon heute war das Bild nicht mehr so einheitlich.“

Die durch die Eurokrise verunsicherten Finanzmärkte beruhigten sich daraufhin. Sie erwarteten, dass die EZB notfalls Staatsanleihen von Krisenländern aufkaufen würde. Nicht alle Mitglieder des EZB-Rates waren von Draghi eingeweiht worden. Bundesbankpräsident Jens Weidmann erfuhr Draghis Botschaft aus den Nachrichten.Adam Tooze, „Crashed – Wie zehn Jahre Finanzkrise die Welt verändert haben“. Siedler Verlag, München 2018, S. 510.

Der Begriff ist auch im Englischen verbreitet. Die Worte Draghis, insbesondere sein Whatever it takes, entwickelten sich zu einem politischen Schlagwort.

Weblinks

Zinspolitik: Draghis Knalleffekt – Zeit, am 12. September 2019 EZB-Präsident: Mario Draghi, Mann des Jahres – FAZ, am 23. Dezember 2012 (nur mit JavaScript lesbar); u. a. auch mit „Draghi-Effekt“

Einzelnachweise

Verbatim of the remarks made by Mario Draghi (englisch) – EZB, am 26. Juli 2012

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