Jina (, ) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage von Jina im Kreis Sibiu Die Gemeinde Jina liegt im Norden des Zibinsgebirges (Munții Cibin oder Munții Cindrel), südwestlich des Siebenbürgischen Beckens. Im historischen Mühlbacher Stuhl am Pârâul Negru – ein linker Nebenfluss des Cibin (Zibin) – befindet sich der Ort Jina auf etwa sieben Hügel, im Südosten des Kreises Sibiu. An der Kreisstraße (drum județean) DJ 106E liegt der Ort etwa 23 Kilometer westlich von der Kleinstadt Săliște (Selischte); die Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) liegt etwa 45 Kilometer östlich von Jina entfernt.

Die ältere Kirche im Zentrum des Ortes liegt bei einer Meereshöhe von (2979 Fuß),In: Verhandlungen u. Mittheilungen des siebenbürgischen Vereins für Naturwissenschaften zu Hermannstadt Jahrg. VI. Nr. 4, April 1855. der restliche Ort erstreckt sich über sieben Hügel bis auf eine Höhe von .Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.

Geschichte Der Ort Jina wurde erstmals 1468 urkundlich erwähnt. Am südöstlichen Ende des Ortes liegt eine Siedlung von Löffelzigeunern, die sich mit der Holzschnitzerei beschäftigen. Der Ort ist bekannt durch die einheimische Volkstracht und dem jährlich im Juli dort stattfindenden Folklorefestival Sus pe muntele din Jina.

Das Hauptgewerbe der Bevölkerung sind die Viehzucht (hauptsächlich die Schäferei) und die Holzverarbeitung.

Bevölkerungsentwicklung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 1846 1702 1

143 1900 3177 3140 15 11 11 1941 4211 4206 1 2 2 1977 4425 4423 1

1 2011 3750 3209

381 (Roma 160) 2021 3396 3074

322 (Roma 58) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl, gleichzeitig auch die der Rumänen, 1977 erreicht. Die höchste Bevölkerungszahl der Rumäniendeutschen wurde 1900, die der Magyaren (17) 1890 und die der Roma (218) wurde 1890 registriert. Des Weiteren bekannten sich neun als Ukrainer.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Die rumänische-orthodoxe Kirche Buna Vestire,Nicoleta Ioniță: Die Buna Vestire in Jina, am 25. März 2014 bei sibiunews.net abgerufen am 29. Dezember 2014 (rumänisch) 1795/96 errichtet und das Haus bei Nr. 213 stehen unter Denkmalschutz. Neben der Buna Vestire-Kirche steht eine Holzkapelle, etwa 1826 errichtet. Hierher wurden die Überreste der ehemaligen Grabstätten neben der Kirche umgebettet, nachdem der heutige Friedhof bei Dealul Boii angelegt wurde. Die Sf. Mihail și Gavril Kirche, von 1937 bis 1939 errichtet, auch die „Catedrala Munților“ (Kathedrale der Berge) genannt, hat zwei separate Eingänge; Bild der Sf. Mihail și Gavril Kirche bei marginimeasibiului.com. – einen für Männer und einen für Frauen – und bietet Platz für etwa 2000 Besucher. abgerufen am 10. Januar 2015 (rumänisch). „Museul Pastoral“, das ethnographische Museum der Familie Morariu (Hirten Museum).

Weblinks

Jina bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise