Alina Pätz (* 8. März 1990 in Urdorf) ist eine Schweizer Curlerin. Sie ist mehrfache Schweizer Meisterin sowie Europa- und Weltmeisterin.
Biografie Alina Pätz spielt seit 1997 Curling. Ihren ersten internationalen Erfolg feierte sie an der Seite von Sven Michel als Weltmeisterin bei der Curling-Mixed-Doubles-Weltmeisterschaft 2011 in Saint Paul.
Sie gewann die Goldmedaille bei der Curling-Weltmeisterschaft 2012 in Lethbridge. 2012 und 2013 spielte sie für Regio Basel, erst unter Skip Manuela Siegrist, dann nach dem Wechsel Manuela Siegrists nach Aarau zum Team um Silvana Tirinzoni, wurde Pätz zum Skip. Als Ersatzspielerin im Team von Mirjam Ott, wurde sie bei der Curling-Weltmeisterschaft 2015 in Sapporo Weltmeisterin als Skip ihres eigenen Teams (mit Nicole Schwägli, Marisa Winkelhausen und Nadine Lehmann). Ausserdem war sie Ersatzspielerin im Team Ott bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. An den Olympischen Spielen in Sotschi nahm auch ihr Bruder Claudio Pätz teil.
2015 wurde Alina Pätz als Skip von Regio Baden Schweizer Meister. Das Team besiegte damals in den Playoffs die Welt- und Europameisterin Binia Feltscher aus Flims sowie in den Halbfinale den CC Aarau von Silvana Tirinzoni. Damit qualifizierte sich Alina Pätz als Skip zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft. Das Team von Regio Baden wurde von der früheren Weltmeisterin Mirjam Ott trainiert. An den Weltmeisterschaften in Sapporo gewann sie dann mit Regio Baden Gold.
Nach einer verpassten Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018 und für die Weltmeisterschaft 2018 löste sich das Team Pätz auf. Alina Pätz spielte in der Saison 2018/19 als Fourth neben Neuenschwander und Melanie Barbezat im CC Aarau von Silvana Tirinzoni. Mit diesem Team gewann sie bei der Europameisterschaft 2018 nach einer Finalniederlage gegen die Schwedinnen um Anna Hasselborg die Silbermedaille.
Der CC Aarau gewann in der Saison 2018/2019 die Schweizer Meisterschaft, womit sie sich für die Weltmeisterschaften in Silkeborg im Jahre 2019 qualifizierten. Bei der Weltmeisterschaft 2019 in Silkeborg gelang die Revanche: die schwedischen Curlerinnen wurden im Final mit 8:7 besiegt, was den Weltmeistertitel bedeutete.
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann das Schweizer Team mit Skip Tirinzoni die Vorrunde, verlor dann aber im Halbfinal gegen Japan und im Spiel um Bronze gegen das schwedische Team mit Skip Anna Hasselborg. Im Jahre 2022 gewann sie mit dem CC Aarau unter Skip Tirinzoni wieder den Schweizer Meisterschaft, womit sie sich wieder für die Weltmeisterschaften in Prince George Qualifizierten.
Bei der Weltmeisterschaft in Price George im gleichen Jahr gewann Pätz mit ihrem Team den Titel im Final gegen Südkorea. Dabei waren sie nach Kanada 2018 erst das zweite Team, das in allen 14 WM-Spielen siegreich blieb. Das Schweizer Team mit Silvana Tirinzoni als Skip wiederholte diesen Erfolg im Jahr darauf im schwedischen Sandviken.Curling-WM in Schweden. 4. WM-Titel in Serie ist Tatsache: Schweiz schlägt Norwegen. In: SRF Sport. 26. März 2023, abgerufen am 26. März 2023.
Im November 2023 gewann Pätz in Aberdeen mit Tirinzoni (Skip), Howald und Witschonke erstmals den Europameistertitel.Curling-EM in Aberdeen. Brillanter letzter Stein: Pätz sichert der Schweiz EM-Gold! In: SRF Sport. 25. November 2023, abgerufen am 25. November 2023.
Im Februar 2024 holte sie unter Skip Silvana Tirinzoni mit dem CC Aarau die vierte Schweizer Meisterschaft in Folge. Im März gewann sie mit Silvana Tirinzoni, Selina Witschonke und Carole Howald die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften in Sydney, Canada. Im November verteidigte das Schweizer Team den Europameistertitel vom Vorjahr. Im finnischen Lohja gewannen die Schweizerinnen erneut alle elf Spiele. Im Final besiegten sie Schweden mit 8:4.
Im März 2025 nahm das Team an den Weltmeisterschaften in Uijeongbu teil. Es gewann die Gruppenphase mit elf Siegen und nur einer Niederlage und qualifizierte sich zum sechsten Mal in Folge für den Final, den es jedoch wie im Vorjahr gegen das kanadische Team um Skip Rachel Homan verlor.Curling: WM-Final der Frauen – Kanada ist zu stark: WM-Silber für die Schweizer Curlerinnen, SRF Sport, 23. März 2025, abgerufen am 23. März 2025. Drei Wochen später gewann das Schweizer Team gegen den gleichen Gegner den Final des Grand-Slam-Turniers in Toronto und konnte sich so für die Niederlage an der WM revanchieren.Sieg beim Grand Slam – Schweizer Curlerinnen revanchieren sich für WM-Finalniederlage, SRF Sport, 14. April 2025, abgerufen am 14. April 2025. Die Schweizerinnen gewannen das Saisonabschlussturnier zum zweiten Mal in Folge.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 gewann die 35-Jährige am 22. Februar im Schweizer Team in Cortina d’Ampezzo mit Silvana Tirinzoni (Skip), Carole Howald (Second), Selina Witschonke (Lead) und Stefanie Berset (Ersatz) im Finale die Silbermedaille gegen das Team aus Schweden.So ticken Tirinzoni und Pätz – Curling-Frauen jagen Schweizer Gold-Rekord (21. Februar 2026)Ein Schweizer Schlussbouquet am letzten Olympiatag: Einmal Silber und zweimal Bronze runden die Rekordspiele ab (22. Februar 2026)
Da Tirinzoni nach den Olympischen Spielen zurücktrat, formte Pätz ein neues Team, das sie als Skip anführt. Zu diesem gehören Selina Witschonke, Renée Frigo und Stefanie Berset.Frigo und Berset stossen dazu – Team von Alina Pätz komplettiert, SRF Sport, 15. Mai 2026, abgerufen am 16. Mai 2026.
Erfolge Olympische Winterspiele 2014: 4. Rang Sotschi () 2022: 4. Rang Peking ()
Weltmeisterschaft 2012: 1. Rang Lethbridge () 2015: 1. Rang Sapporo () 2019: 1. Rang Silkeborg () 2021: 1. Rang Calgary () 2022: 1. Rang Prince George () 2023: 1. Rang Sandviken () 2024: 2. Rang Sydney () 2025: 2. Rang Uijeongbu ()
Mixed-Doubles-Weltmeisterschaft 2011: 1. Rang Saint Paul ()
Europameisterschaft 2012: 5. Rang Karlstad () 2013: 3. Rang Stavanger () 2018: 2. Rang Tallinn () 2019: 3. Rang Helsingborg () 2022: 2. Rang Östersund () 2023: 1. Rang Aberdeen () 2024: 1. Rang Lohja ()
Junioren-Weltmeisterschaft 2011: 6. Rang Perth ()
Privatleben Alina Pätz studierte Sportmanagement in Magglingen. Neben dem Curling arbeitet sie bei einer Sportagentur in Baar zu einem 60-%-Pensum. Ihr Vater war auch schon Curler und Curlingtrainer und ihr Bruder ist der Curlingeuropameister Claudio Pätz. Sie ist mit dem Curler Sven Michel, mit dem sie auch an der Curling Mixed Meisterschaft im Jahre 2011 teilgenommen hat, liiert.
Weblinks
Website des Teams Tirinzoni
Alina Pätz bei Swiss Olympians
Einzelnachweise
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