Montret [] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Louhans und zum Gemeindeverband Bresse Louhannaise Intercom’. Die Gemeinde hat Einwohner (Stand ), sie werden Montretois, resp. Montretoises genannt.
Geografie mini|links|Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Montret liegt in der Landschaft Bresse an der Departementsstraße D978 (Louhans–Saint-Germain-du-Plain), die sie ungefähr in Süd-Nord-Richtung durchzieht.
In der Gemeinde entspringt das Flüsschen La SerréeLa Serrée, Länge 11,6 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei in Montret auf ca. 204 m, Mündung bei in Savigny-sur-Seille auf ca. 175 m, La Serrée auf sandre.eaufrance.fr, fließt nach Süden und bildet die südwestliche Gemeindegrenze. Im Südosten entspringt der Ruisseau de BarbetteRuisseau de Barbette, Länge 6,0 km, Zufluss zur Seille, Quelle bei in Montret auf ca. 206 m, Mündung bei in Sornay auf ca. 175 m, Ruisseau de Barbette auf sandre.eaufrance.fr und bildet einen Teil der Gemeindegrenze. Im Nordosten bildet ein Bief, ein künstlich angelegter Wasserlauf, der zur Bewirtschaftung der Étangs dient, einen Teil der Grenze. Die Gemeinde weist eine stattliche Zahl von Étangs auf.
Waldflächen finden sich vorwiegend im Nordosten und im Westen der Gemeinde, vor allem das Gebiet nördlich des Bourg wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Zur Gemeinde gehören die folgenden Weiler und Fluren: les Berthoux, Bocquin oder le Boquin, le Bois-Renard, Bois-Saint-Marcel, le Bordiau, la Bretonnière, les Cadoles, les Cadoles-des-Bois, Carcabeaux, les Chaintres, Champ-Constantin, la Chapelles oder les Chapelles, la Charme, Charmoissy, les Chagniots, le Creusot, la Croix, les Crots, les Dions, l’Etang-Guyon, le Fahy, la Forêt, la Garluchotte, la Gauberge, le Gaudemey, la Magnience, les Maisons-Neuves, Montroux, le Pré-Pucin, la Rongère, Teppe-des-Bois, les Trigots, Vernet-au-Beau, Viennette, les Vignolles, la Ville-Léna, la Villeneuve.
Klima Das Klima in Montret ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,2 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1055 mm, dabei ist der November mit 113 mm der niederschlagsreichste, während März als trockenster Monat 73 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2700 Sonnenstunden gezählt.
Toponymie Eine erste Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1179, in dem der Name Mons Aureus (deutsch: Goldberg) genannt wird. Über verschiedene Entwicklungen wurde der Name zur heutigen Ortsbezeichnung, die im Übrigen traditionell als Mon-tré ausgesprochen wird.
Geschichte Montret liegt an einer Römerstraße, die von Chalon-sur-Saône über Louhans nach Lons-le-Saunier führte, es wurden einige archäologische Funde zutage gefördert. Das Gemeindegebiet gehörte zum großen Teil zum Marquisat von Branges, zusammen mit anderen Orten der Region. Les Trigots gehörten zum Kloster Tournus, Bordiau, le Fahy und les Berthoux zu Saint-Pierre in Chalon-sur-Saône. 1856 war im Weiler Bordiau noch eine Motte sichtbar, die eine Höhe von drei Metern aufwies. Die alte Kirche befand sich nahe einer Quelle an der Straße vom Dorfzentrum Richtung Saint-Vincent-en-Bresse, sie wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört. 1862 wurde die neue Kirche erbaut, die dem Heiligen Loup geweiht ist, dem achten Bischof von Chalon-sur-Saône. Die Knabenschule, Friedensrichterhaus und Mairie wurden 1845 erbaut, 1870 der Bahnhof der Linie Chalon-sur-Saône–Lons-le-Saunier, die 1955 aufgegeben wurde. Die Mädchenschule datiert aus 1901, die Post von 1909 und 1910 wird die alte freie Schule zur Polizeistation. Heute befindet sich die Mairie in einem alten Lebensmittelgeschäft. Julien Duriez, Kunstmaler aus Chalon-sur-Saône, der in Saint-Usuge geboren wurde, wohnte in Montret. Die Serrée bildete die Grenze zwischen Droit Écrit und Droit Coutumier. 1988 bestanden noch 28 Landwirtschaftsbetriebe. Am 1. August 1849 wurde der Weiler Montroux von Savigny-sur-Seille losgelöst und mit Montret vereinigt.
Die Herren von Montret Montret gehörte fast ganz zum Marquisat von Branges.
Der Weiler les Trigots (ganz im Westen der Gemeinde) war ein Lehen der Benediktiner von Tournus. Die Weiler le Bordiau, le Fahy und les Berthoux waren ein Lehen der Benediktinerabtei Sankt Peter von Chalon-sur-Saône. Im 18. Jahrhundert gehörte das Lehen einem de Beauverand, Herr von Vernotte und Juif.
Heraldik Das offizielle Wappen der Gemeinde scheint durch diese nicht angewendet zu werden, Abbildungen sind ebenfalls nicht bekannt. Nicht bekannt ist zudem seine Herkunft. Blasonierung: In Blau ein goldener Sparren, begleitet von zwei goldenen Muscheln im Haupt und einer goldenen Rose im Schildfuß.
Bevölkerung mini|Kirche von Montret – geweiht dem Saint-Loup
+ Bevölkerungs- und Wohnstruktur Bevölkerungsstruktur Anzahl Einwohner männlich weiblich davon Ausländer Anteil %763407356263,4
Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen weist einen Überhang zugunsten der Männer auf, sie machen 53,2 % der Bevölkerung aus. Dabei sind 52 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre. Die Gruppe der unter 15-Jährigen macht 19 % der Bevölkerung aus. Demgegenüber sind 29 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter. Diese Struktur dürfte auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass seit 1999 dank einer regen Bautätigkeit die Wohneinheiten um 26 % zugenommen haben. Dadurch dürfte ein starker Zuzug von jungen Familien mit Kindern erfolgt sein. Wohnstruktur Anzahl Wohneinheiten davon Häuser Wohnungen Sonstige Zu-/Abnahme seit 1999430386386+26,5 % = 90 WE davon Hauptwohnsitz 346Zweit- oder Ferienwohnsitz44vakant39
Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen In der Gemeinde befinden sich nebst der Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen: +Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023) Branche Anzahl BetriebeIndustrie und verarbeitendes Gewerbe5Baugewerbe8Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie12Information und Kommunikation2Finanz- und Versicherungsdienstleistungen3Grundstücks- und WohnungswesenFreiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen8Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen13Sonstige Dienstleistungen6Land- und Forstwirtschaftsbetriebe12 In der Gemeinde befinden sich eine Bäckerei und eine Metzgerei, ein Gemischtwarenladen und ein Coiffeursalon. Ferner sind im Ort eine Autogarage, zwei Bauhandwerksbetriebe, drei Maler/Gipser und drei Installateurbetriebe. Die Gemeinde verfügt über je einen Tennis- und einen Fußballplatz, sowie eine Turn- und Sporthalle, eine Post und einen Polizeiposten. Mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner weitgehend in Louhans.
Geschützte Produkte in der Gemeinde Als AOC-Produkte sind in Montret Volaille de Bresse und Dinde de Bresse, ferner Crème et beurre de Bresse zugelassen.
Bildungseinrichtungen In der Gemeinde besteht eine École primaire (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon untersteht und von 58 Schülern in drei Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A.
Öffentlicher Verkehr In Montret befinden sich zwei Haltestellen der Linie LR 703 (lignes régulières) der Linie Louhans-Châteaurenaud ↔ Chalon-sur-Saône.
Während der Schulzeiten verkehren die Busse zwei- bis dreimal täglich, während der Ferienzeiten teilweise auf Verlangen, an Sonn- und allgemeinen Feiertagen ist der Verkehr eingestellt.
Persönlichkeiten Julien Duriez, Kunstmaler aus Chalon-sur-Saône, wohnte und wirkte in Montret
Literatur
Weblinks
Siehe auch Liste der Monuments historiques in Montret
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté