Deutscher Jugendschatz mit der Beilage „Gesundheitspflege und Jugenderziehung“ war ein Wochenblatt in Leipzig.

Geschichte Die Zeitschrift erschien erst im Verlag Thiele, dann bei Wilhelm Fink von 1. Jg. 1879, Nr. 1–52 bis 2. Jg. 1880, Nr. 1–26. Chefredakteure des Blattes waren Wilhelm Hasenclever und Bruno Geiser.

Es wurden über 1500 Exemplare als Abonnement vertrieben.

Mitarbeiter waren Wilhelm Liebknecht, Meta Wellmer, Rudolf Lavant, Eduard Reich, Heinrich Oidtmann, Emil Roßbach, Johannes Wedde (Pseudonym Silvanus), Max Vogler.

Um junge Leser zu erreichen, gründete der Kreis um Liebknecht mit dem Leipziger Verlag W. Fink damit die erste sozialistische illustrierte Jugendzeitschrift. Wie Wilhelm Hasenclever im Vorwort zum zweiten Jahrgang schrieb, musste die Zeitschrift (aus ungenannten Gründen) wieder eingestellt werden, man wolle aber „das Unternehmen ‚Jugendschatz‘ in anderer Form weiter führen“, was allerdings nicht geschah.

Im Vorwort heißt es:

An Stelle des eingestellten Wochenblattes, sollte mit demselben Titel ein alle Jahre Ende November zur Ausgabe gelangendes Weihnachts-Buch herausgebracht werden. Die Rubriken der Jugenderziehung und Gesundheitspflege übernahm von dem Jugendschatz fortan die „Neue Welt“. Das im Oktober 1880 mit dem Titel „Deutscher Jugendschatz Ein Festgeschenk für die reifere Jugend“ erschienene Weihnachts-Buch blieb in seiner politisch-ideologischen Aussagekraft hinter der Zeitschrift zurück und war vorläufig das letzte dieser Art.Deutscher Jugendschatz. Wochenschrift für Arbeiterfamilien im 19. Jahrhundert.

Erst 1887 (1. Auflage) und 1893 (2. Auflage), erschien von Hasenclever, unter dem Titel „Illustrirter Deutscher Jugendschatz. Eine Festgabe für Knaben, Jünglinge, Mädchen und Jungfrauen“, die Fortsetzung des Jugendschatzes.Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland 1840–1950: Band II: G–K, von Aiga Klotz, Illustrierter Deutscher Jugendschatz. Eine Festgabe für Knaben, Jünglinge, Mädchen und Jungfrauen, unter Hasenclever Seite 145.

Aus dem Vorwort:

Reprint Deutscher Jugendschatz. Erster Jahrgang 1879. Nachdruck. Nabu Press, 2012, ISBN 978-1-279-26391-4.

Literatur Werner Lesanovsky: Deutscher Jugendschatz. Wochenschrift für Arbeiterfamilien im 19. Jahrhundert. Eine literaturgeschichtliche Analyse der ersten proletarischen Wochenschrift. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1994, ISBN 3-631-46964-0.

Weblinks Deutscher Jugendschatz, mit der Beilage Gesundheitspflege und Jugenderziehung, 1. Jg., 1879 Rudolf Lavant: Gedichte aus dem Deutschen Jugendschatz.

Einzelnachweise

Kategorie:Jugendzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Deutschsprachige Wochenzeitung Kategorie:Zeitung (Sachsen, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Zeitung (Leipzig) Kategorie:Ersterscheinen 1879 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1880