Der Typ 97 150-mm-Infanterie-Mörser (jap. , Kyūnana-shiki chūhakugekihō) war ein Mörser, der vom Kaiserlich Japanischen Heer im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg und im Pazifikkrieg von 1937 bis 1945 eingesetzt wurde. Die Bezeichnung Typ 97 deutet dabei auf das Jahr der Truppeneinführung, das Jahr Kōki 2597 bzw. 1937 nach gregorianischem Kalender, hin.

Geschichte 1937 wurde der Typ 97 150-mm-Infanterie-Mörser als Nachfolger des Typ 96 150-mm-Infanterie-Mörsers in zwei verschiedenen Ausführungen eingeführt: einer Version mit kurzem und einer mit langem Rohr. Der Vorderlader-Mörser mit kurzem Rohr wog 232 kg und der mit langem Rohr 342 kg und war damit nur zirka halb so schwer wie sein Vorgänger. Der Typ 97 war ein Glattrohr-Mörser, der im Steilfeuer hochexplosive Granaten mit einem Gewicht von 23,8 kg verschießen konnte.U.S. Army Military History Institute, S. 67 Die Granaten hatten einen Explosionsradius von ca. 20 Metern, wobei Granatsplitter bis zu 30 Meter weit geschleudert werden konnten. Während der Schlacht um die Palau-Inseln war auf Peleliu mindestens ein Typ 97 150-mm-Infanterie-Mörser in einer Bunkerstellung im Einsatz.

Technische Daten mini|Oben: Typ 97 mit langem LaufUnten: Typ 97 mit kurzem Lauf Kaliber: 150,5 mm Geschützlänge: Lang: 1,935 m Kurz: 1,395 m Höhenrichtbereich: +45° bis +80° Geschützgewicht: Lang: 342 kg Kurz: 232,5 kg Geschossgewicht: 23,8 kg Mündungsgeschwindigkeit V0 = 212 m/s Maximale Reichweite: 3900 Produzierte Anzahl: 110

Literatur Japanese Mortars and Grenade Dischargers. U.S. Army Military History Institute.

Japanese Mortars and Grenade Dischargers. U.S. Army Military History Institute.

TM–E 30–480 

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geschütz Kaliber 100 mm bis 200 mm Typ #::97

en:Type 97 150 mm Infantry Mortar