miniatur|Amalie Haehnel Amalie Haehnel, auch Amalie Hähnel, (1807 in Gießhübel (Böhmen)Nach Eisenberg und BLKÖ in Wien, laut Wienwiki und ÖML in Gießhübl-Sauerbrunn bei Karlsbad geboren, die ADB schreibt Großhübel zu Wien. Im Sterberegister wird als Geburtsort „Gishübel“ in Böhmen angegeben und ihr Alter mit 43; vgl. Archiv der Erzdiözese Wien; Wien, Österreich; Katholische Kirchenbücher; Pfarre: Unsere Liebe Frau zu den Schotten; Signatur: 9005; Laufendenummer: 03-19 (Quelle: Ancestry). – 2. Mai 1849 in Wien) war eine österreichische Opernsängerin (Alt, Mezzosopran) und Gesangspädagogin.
Leben Amalie Haehnel kam mit ihrer Familie im Alter von sechs Jahren nach Wien und erhielt ihre musikalische Ausbildung bei Antonio Salieri und Giuseppe Ciccimara und trat zuerst als Konzertsängerin vor das Publikum. Schon damals hatte ihre Stimme einen Umfang von über zwei Oktaven, vom cis bis zum zweigestrichenen fis und ihr Debüt erregte Aufsehen. Haehnels Theaterlaufbahn begann mit ihrer Darbietung der „Rosine“ im Barbier von Sevilla an der Wiener Hofoper.
Anschließend nahm sie Engagements an mehreren österreichischen Bühnen an und folgte 1832 schließlich einem Ruf an das Königstädtische Theater in Berlin. Dort wirkte sie mit großem Erfolg und wurde bald der Liebling des Publikums. 1841 berief man sie an die Königliche Bühne und zeichnete sie für ihre Leistungen mit dem Titel einer Kammersängerin aus. 1845 trat sie in den Verband des Hoftheaters und wirkte nunmehr als Stimmbildnerin.
Nach ihrem Rückzug von der öffentlichen Bühne trat sie oft auf den Sonntagsmusiken Fanny Hensels auf.Vgl. Hans-Günter Klein: „… mit obligater Nachtigallen- und Fliederblütenbegleitung“. Fanny Hensels Sonntagsmusiken. Wiesbaden 2005, S. 29.
Amalie Haehnel starb an den Folgen einer Bauchfelltuberkulose, sie wurde am 4. Mai 1849 in Wien beerdigt.Archiv der Erzdiözese Wien; Wien, Österreich; Katholische Kirchenbücher; Pfarre: Unsere Liebe Frau zu den Schotten; Signatur: 9005; Laufendenummer: 03-19 (Quelle: Ancestry).
Schüler (Auswahl) Clara Stich
Literatur
Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 379, (). Ludwig Eisenberg: Das geistige Wien. Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, Mittheilungen über Wiener Architekten, Bildhauer, Bühnenkünstler, Graphiker, Journalisten, Maler, Musiker und Schriftsteller. Wien: Daberkow 1889 ff.
Carl von Ledebur: Tonkünstler-Lexicon Berlin’s von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Ludwig Rauh, Berlin 1861, S. 219 (Digitalisat).
Weblinks
Amalie Haehnel Bild in der Sammlung Manskopf der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Opernsänger Kategorie:Kammersänger Kategorie:Mezzosopran Kategorie:Alt Kategorie:Gesangspädagoge Kategorie:Geboren 1807 Kategorie:Gestorben 1849 Kategorie:Frau