mini|Das Straßenschild der Großen Straße unterscheidet sich durch seine Frakturschrift von den übrigen Straßenschildern in der Innenstadt. mini|Die Große Straße mit Blick nach Süden. Der Turm gehört der Heiliggeistkirche. (2016) mini|Die Große Straße mit Blick nach Norden. Am Ende liegt die Marienkirche (2008). mini|Straßenbahnen, wie sie am 8. Oktober 1972 über die Große Straße fuhren Die Große Straße () in Flensburg ist eine Einkaufsstraße im Zentrum der Stadt, die den Verlauf des Holms nach Norden bis zum Nordermarkt fortführt.

Geschichte Entstehung der Großen Straße Die Straße war ursprünglich Teil der Herscopstrate (hochdeutsch: Herrschaftsstraße — im Sinne von: „Straße des Landesherren“),Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 439Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Große Straße die Hauptstraße Flensburgs, die nördlich vom Südermarkt begann und bis zum Nordertor reichte.Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: HeerwegSchriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 42 f. Die besagte „Herscopstrate“ wurde irgendwann später auch „Große Straße“ genannt. Seit wann genau ist unklar.Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 43 Jedoch belegt ist der Straßenname „Große Straße“ zumindest seit dem Jahr 1803.Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Große Straße Zur Mitte des 19. Jahrhunderts hin wurde die Herscopstrate in die heute noch existierenden einzelnen Straßen: Holm, Große Straße und Norderstraße aufgeteilt.Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 43 sowie Dieter Pust: Flensburger Straßennamen. 2., überarbeitete Auflage. Flensburg 2005. unter: Holm, Große Straße und Noderstraße Die „Große Straße“ besteht seit dem Jahr 1847 in ihrer heutigen Ausdehnung, von der Rathausstraße bis zum Nordermarkt.Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Große Straße In dem im selben Jahr erschienenen ersten Adressbuch Flensburgs sind die drei besagten Straßen schon zu finden.Adress-Buch der Stadt Flensburg 1847

Im Jahr 1881 wurden die Hausnummern der Stadt, die zuvor auf eine durchgehende Zählweise aller Häuser in sämtlichen Straßen beruhte, umgestellt. Die Häuser wurden je Straße neu durchnummeriert.Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Hausnummer Das Alte Rathaus Flensburgs konnte die Hausnummer 1 behalten, da sie der alten Nummer entsprach.Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Hausnummer Mit der Neunummerierung der Straßen erfolgte am 15. März 1881 auch die offizielle Bestätigung des Straßennamens „Großen Straße“.Flensburger Straßennamen. Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Artikel: Große StraßeVgl. Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 210

Groschen-Seite und 5-Pfennig-Seite Auf der Ostseite der Straße, zum Flensburger Hafen hin, entstanden seit dem Mittelalter große Kaufmannshöfe. Kaufleute und Handelsherren bevorzugten diese Seite der Straße wegen der verkehrsgünstigeren Lage. Sie errichteten dort Lager- und Packhäuser. Die Hofenden dieser Kaufmannshöfe wurden im 18. und 19. Jahrhundert mit Gartenanlagen versehen, die an der Straße Norderhofenden lagen. Diese Gartenanlagen wurden später aufgegeben und sind heute bebaut. Auf der Westseite, dem Hafen abgewandt, entstanden am dortigen stark abfallenden HangbereichLutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 144 nur kleinere Höfe. Dort ließen sich überwiegend Handwerker, Fuhrleute und kleinere Gewerbetreibende nieder. Diese weniger reiche Seite erhielt den Namen „5-Pfennig-Seite“,Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 43 f.Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 144 da sie nur wenige Pfennige Wert warDaher offenbar auch teilweise verkürzt zu „Pfennig-Seite“. Vgl. Flensburger Tageblatt: Ein Rundgang mit der Petuhtante, vom: 23. August 2016; abgerufen am: 11. April 2018 und die Ostseite, den Namen „Groschen-Seite“, da sie doppelt so teuer war, nämlich einen ganzen Groschen.Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 43 f.Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Groschen-Seite

Die Straße seit dem 20. Jahrhundert Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Flensburger Straßenbahn eingerichtet, die bis Anfang der 1970er Jahre auch entlang der Großen Straße fuhr. Anfang der 1970er Jahre wurde die Große Straße, wie auch der Holm, zur Fußgängerzone umgestaltet.Vgl. Schriften der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (Hrsg.): Flensburg in Geschichte und Gegenwart. Flensburg 1972, S. 412 sowie: Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 144 In den Jahren 2007/2008 wurden die beiden Straßen Holm und Große Straße umfassend saniert und neu gestaltet. Beide Straßen erhielten eine neue Bepflasterung aus wetterbeständigen chinesischen Granit aus der Provinz Shandong.Flensburger Tageblatt: Tourismus: Von Kaufleuten und Fabelwesen, vom: 5. September 2016; abgerufen am: 27. März 2018Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg!. Flensburg 2009, Artikel: Chinesischer Granit Des Weiteren wurden zeitgleich die Bänke und Lampen der beiden Straßen ersetzt. Ein Brunnen aus runden Betonwannen, der sich zuvor im Fußgängerzonenbereich der Großen Straße befand, wurde offenbar ebenfalls in dieser Zeit entfernt.Vgl. Foto in: Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel: Fußgängerzone

Seit 2015 ist eine Sanierung verschiedener Hinterhöfe der Großen Straße geplant.Flensburger Tageblatt: Förderung vom Bund: 1,6 Millionen Euro für die Kulturachse, vom: 21. Januar 2015, Flensburger Tageblatt: Flensburg: SH ebnet den Weg für Südermarkt-Umbau, vom: 19. Februar 2015, Flensburger Tageblatt: Denkmalschutz in Flensburg: Start zur zweiten Altstadt-Erneuerung, vom: 5. April 2016 sowie: Flensburger Tageblatt: Flensburg: Neuer Glanz für die Altstadt, vom: 15. April 2016; jeweils abgerufen am: 4. April 2018 Damit soll auch neuer Wohnraum geschaffen werden, den die Stadt Flensburg benötigt.Flensburger Tageblatt: Gegen Zweckentfremdung von Wohnraum: Daumenschrauben für Hausbesitzer?, vom: 26. Januar 2017; abgerufen am: 4. April 2018

Besondere Gebäude mini|Der Anfang der Großen Straße beim Thingplatz mini|Die Union-Bank in der Großen Straße 2 mini|Giebel vom Gewerkschaftshaus in der Großen Straße 21/23 mini|„Flaschen-Wappen“ am Haus Große Straße 36 mini|Das Stadthaus Große Straße 48, in dem Große Kurfürst Friedrich Wilhelm im Jahr 1658 nächtigte mini|Das alte Hotel Rasch, das heute als Burger-Restaurant dient mini|Der Schrangen, unweit der Marienkirche Der Gesamte Bereich steht seit vielen Jahren immer wieder im Fokus des Denkmalschutzes.Flensburger Tageblatt: Denkmalschutz in Flensburg: Start zur zweiten Altstadt-Erneuerung, vom: 5. April 2016; abgerufen am: 27. März 2018 Verschiedene von der Tourismus-Agentur Flensburger Förde angebotene Stadtführungen beschäftigen sich heutzutage mit der historischen Bebauung entlang der Großen Straße sowie auch mit den Höfen, die sich der Straße anschließen.Flensburger Tageblatt: Tourismus: Von Kaufleuten und Fabelwesen, vom: 5. September 2016; abgerufen am: 27. März 2018Vgl. auch: Flensburger Tageblatt: Tourismus in Flensburg: Neue Gästeführer – aus Liebe zu Flensburg, vom: 9. Juni 2017 sowie Flensburger Tageblatt: Tourismus in Flensburg: Höfliche Gänge: Die Charme-Offensive, vom: 25. Januar 2014; jeweils abgerufen am: 4. April 2018 In der Straße befinden sich eine ganze Anzahl von Kulturdenkmalen (Vgl. dort).Lutz Wilde: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein. Band 2, Flensburg, S. 144 ff. Als historisch und architektonisch bedeutsam gelten insbesondere die folgenden Gebäude und Objekte:

Große Straße 1: Dort auf dem Thingplatz stand früher das Alte Rathaus der Stadt. Heute befindet sich dort ein Schnellrestaurant.