Emil Weigand (* 20. November 1837 in Berlin; † 25. März 1906 ebenda) war ein deutscher Medailleur und Münzstempelschneider.
Leben Weigand war der Sohn des Graveurs Cuno Weigand(t). Er besuchte zunächst das Gymnasium zum Grauen Kloster und begann anschließend eine Ausbildung bei seinem Vater. Zugleich war er ein Schüler der Berliner Kunstakademie und absolvierte später die akademische Graveurschule bei Karl Johann Fischer. In den Jahren 1863 bis 1866 war er im Atelier von Alfred Benjamin Wyon in London tätig. Ab 1866 war er an der Königlichen Münze in Berlin beschäftigt. Am 11. Februar 1867 wurde er zweiter Münzmedailleur und 1887 Nachfolger des Ersten Münzmedailleurs Friedrich Wilhelm Kullrich bei der Berliner Münze, die inzwischen als Preußische Staatsmünze firmierte. In den nächsten beiden Jahren war die Stelle des zweiten Medailleurs unbesetzt. Weigand arbeitete 39 Jahre lang für diese Institution und zog sich zum 1. April 1905 ins Privatleben zurück.
Werke 1875: Entwurf der Vorderseite der in der neuen Münzstätte Hamburgs geprägten Reichsmünzen. 1878: Auf das Attentat (Medaille)Germanischen Nationalmuseum Nürnberg – Objektkatalog 1879: Auf die Goldene Hochzeit (Medaille)Germanischen Nationalmuseum Nürnberg – Objektkatalog 1886: Gestaltung (oder Stempel?!) der Graefe-Medaille in Zusammenarbeit mit Ferdinand Hartzer 1888: Gestaltung der Kronen-Orden-Medaille (Preußen) 1888: Gestaltung der Schießpreis-Medaille unter Friedrich III. 1896: Entwurf des Wilhelm-Ordens Die Zehn- und Fünfmarkstücke in Gold und die Fünf- und Zweimarkstücke in Silber Kaiser Wilhelms I., sämtliche Münzen mit dem Bildnis Kaiser Friedrichs und Kaiser Wilhelms II. Prägungen für Hamburg, Lübeck, Oldenburg, Sachsen-Altenburg und Waldeck sowie Stempel ausländische Prägungen für Ägypten, Mexiko, Deutsch-Ostafrika, Neuguinea und Marokk.
Literatur
Leonard Forrer: Biographical Dictionary of Medallists. Band 6, Spink & Son, London 1916, S. 423–425.
Klaus Sommer: Emil Weigand, sein Medaillenwerk. Osnabrück 1989.
Weblinks Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V.: Emil Weigand, medaillenkunst.de, abgerufen am 4. Januar 2015
Einzelnachweise
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