miniatur|Ortsteil Sammühle Die Sammühle ist ein Ortsteil des Marktes Titting im oberbayerischen Landkreis Eichstätt in Bayern.
Geografische Lage Das Mühlenanwesen, eine Einöde, liegt im nordwestlichen Teil der Südlichen Frankenalb östlich von Titting im Anlautertal an einer Ableitung der Anlauter und am Fuße des 530 Meter hohen Fuchsberges. Von der im Tal verlaufenden Staatsstraße 2390 (Emsinger Straße) führt eine Verbindungsstraße zum Ortsteil.
Geschichte Am Ende des Alten Reiches unterstand die Mühle, zu dieser Zeit die neunte vom Ursprung der Anlauter aus, dem fürstbischöflich-eichstättischen Hofkastenamt Titting-Raitenbuch.Hirschmann, S. 139; Johann Caspar Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. 5. Bd., Ulm 1802, Spalte 33f. Nach der Säkularisation wurde die Mühle mit Titting 1802 toskanisch und 1806 königlich-bayerisch. Für 1805 ist überliefert, dass die Mühle eine „Leinstampfe“ hatte.Gebr. Grafen von Reisach (Hg.): Beschreibung aller Flüsse... In: Pfalz-Neuburgische Provinzialblätter. 3. Band, Nördlingen u. a. 1805, S. 635 1823 wohnten elf Personen in dem Anwesen.Hirschmann, S. 231 1835 bestand das Anwesen aus zwei Häusern, in denen 15 „Seelen“ lebten.Th. D. Popp: Matrikel des Bissthumes Eichstätt ... nach dem Stande v. J. 1835, Eichstätt 1836, S. 148 1846 ist nur von einem Haus, einer Familie und zehn „Seelen“ die Rede.Eduard Vetter: Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken. Ansbach 1846, S. 125 Circa 15 Jahre später wird das nunmehr aus drei Gebäuden bestehende Mühlenanwesen von acht Personen bewohnt. 1891 wurde die Fachwerkscheune mit Steilsatteldach errichtet, die als Baudenkmal gilt.Wilhelm Neu und Volker Liedke: Denkmäler in Bayern. Band I.2. Oberbayern. München 1986, S. 234
Im 20. Jahrhundert wurde der Mahlbetrieb eingestellt und ein Sägewerk in Betrieb genommen.Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage, Eichstätt 1984, S. 276 1950 zählte man sieben Einwohner, 1970 acht. Bei der Volkszählung 1987 war der Ort unbewohnt.
Mit Titting kam die Mühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 vom mittelfränkischen Landkreis Hilpoltstein in den oberbayerischen Landkreis Eichstätt.
Persönlichkeiten Bruder (Joseph) Andreas Fiegl OSB, ab 1924 Müller der Klostermühle Metten, * 20. April 1876 auf der Sammühle, † 27. Mai 1932 im Kloster MettenWillibald Scherb: Von der Sammühle Titting zur Klostermühle Metten. In: Historische Blätter für Stadt und Landkreis Eichstätt 46 (1998), Nr. 1, S. 3 f.
Literatur Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern. Teil Franken. Reihe I, Heft 6. Eichstätt. Beilngries-Eichstätt-Greding. München 1959. Digitalisat.
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Einzelnachweise
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