Ludwig Demarmels (* 4. September 1917 in Stürvis; † 18. Juli 1992 in Romanshorn) war ein Schweizer Skisportler und Kunstmaler.

Leben Sportliche Laufbahn Demarmels bestritt zwischen 1940 und 1946 die nordischen Skisportarten auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene und zeigte sich vor allem im Skispringen erfolgreich. Bei den Schweizer Skimeisterschaften 1940 in Gstaad und 1946 in Davos wurde er Schweizer Meister im Skisprung-Einzel.40. Schweizerisches Skirennen in Davos. In: Jahrbuch des Schweizerischen Skiverbandes. Band XLI, 1947, S. 72–78. 1941 gehörte er zum schweizerischen Aufgebot für die nachträglich als ungültig erklärten Skiweltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo und belegte dabei im Skisprungwettbewerb von der Trampolino Italia als bester eidgenössischer Vertreter mit Sprüngen über 56,0 und 65,0 Meter den 16. Rang.Nochmals Suomi am Schlusstag! In: Sport. Nr. 17, 10. Februar 1941, S. 4, 5.

Künstlerische Tätigkeit Demarmels verbrachte seine Kindheit überwiegend in Davos, nachdem sein Vater dort eine Arbeitsstelle als Lehrer angetreten hatte. Er verliess den Ort für eine vierjährige Lehre zum Dekorationsmaler in Zofingen. In dieser Zeit fing er unter Anleitung des damaligen Davoser Kurdirektors und Künstlers Walter Kern an zu malen. 1938 stellte er zusammen mit seinem Freund und Holzschnitzer Walter Trauffer erstmals seine Werke aus. Von 1941 bis 1944 besuchte Demarmels die private Kunstakademie Henry Wabel in Zürich. 1947 kaufte Demarmels ein eigenes Malergeschäft und zog 1951 mit seinem gesamten Malinventar und seinen Angestellten in seine spätere Wahlheimat Romanshorn, um hier ein angesehenes Dekorationsmalergeschäft aufzubauen. 1968 wurde er freischaffender Künstler. Demarmels hinterliess ein umfangreiches und vielseitiges künstlerisches Erbe. Neben den traditionellen künstlerischen Techniken erprobte er auch eigene sowie moderne Materialien.

Posthum Demarmels zu Ehren wurde 2001 in seiner Heimatstadt Romanshorn eine Strasse nach ihm benannt. 2011 wurde der «Verein Ludwig Demarmels» gegründet. Er betreut das Haus Demarmels in der Amriswilerstrasse 44, in dem Atelier und Ausstellungsräume regelmässig für die Besucher geöffnet werden.

Ausstellungen Einzelausstellungen 1938 Hotel Bristol, Davos 1962 Galerie Beno, Zürich 1972 Rütihof, Romanshorn 1973 Piz Mitgel, Savognin 1973 Galerie Sternacker, St. Gallen 1973 Galerie Burkartshof, Neukirch/Egnach 1975 Kunsthäusle, Singen/Deutschland 1976 Galerie Guarda Val, Sporz/Lenzerheide 1976 Galerie Seminar Kreuzlingen 1977 Galerie Arben Art, Zürich 1977 Galerie Burkartshof, Neukirch/Egnach 1978 Galerie Sala Segantini, Savognin 1980 Galerie Burkartshof, Neukirch/Egnach 1980 Instituction Cultural Argentino Germania, Buenos Aires 1981 Galerie Cercle du Lundi, Chur 1981 Galerie Paul Lüdin, Basel 1983 Galerie Casa Lai, Lenzerheide 1983 Galerie Schloss Watt, Mörschwil/St. Gallen 1984 Galerie ASOKA, Klosters 1985 Zyt-Galerie, Sempach 1986 Haffter-Keller, Weinfelden 1987 Galerie Burkartshof, Neukirch/Egnach 1988 Galleria Poltera, Lugano-Cassarate 1988 Galerie Promenade, Davos 1988 Kunst im alten Schützenhaus, Zofingen 1990 Galerie Noelle Zumofen, Uster 1990 Bodensee-Galerie, Altenrhein 1991 Gallaria Sursilvana, Ilanz 1991 Galerie Roseg, Pontresina 1992 Haffter-Keller, Weinfelden (Gedenkausstellung) 1992 Galerie 63, Klosters (Gedenkausstellung)

Literatur Max Tobler: Ludwig Demarmels – ein Malerleben aus Leidenschaft. In: Thurgauer Jahrbuch. 68. Jg., 1993, S. 9–29 (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich)

Weblinks Website des Vereins Ludwig Demarmels

Einzelnachweise

Kategorie:Skispringer (Schweiz) Kategorie:Schweizer Meister (Skispringen) Kategorie:Maler (Schweiz) Kategorie:Maler der Moderne Kategorie:Person (Romanshorn) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Mann